von Thomas Rünker

Kirchengemeinden gedenken der Corona-Toten

Auch Gemeinden im Ruhrgebiet beteiligen sich an dem von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für Sonntag, 18. April, ausgerufenen nationalen Gedenken an die Corona-Opfer.

Wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für Sonntag, 18. April, zu einem bundesweiten Totengedenken für die bislang knapp 80.000 Opfer der Pandemie in Deutschland aufruft, beteiligen sich auch Kirchengemeinden im Bistum Essen mit kreativen Ideen an diesem Gedenken.

So lädt die Pfarrei St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld zum Corona-Gedenken an drei neue „Gebetsorte“ auf den Friedhöfen Bottroper Straße, Elpenbachstraße und Teutstraße ein. Diese Orte habe Friedhofsgärtner Thomas Wieschenkämper eigens eingerichtet, wie Propst Christoph Wichmann berichtet. „Gerade in den letzten 13 Monaten haben wir bei jeder Beerdigung gespürt, wie sehr die Pandemie auch unsere wohltuenden Formen der Trauer einschränkt“, sagt Wichmann und hofft: „Vielleicht können diese neuen Orte für ,alle Corona-Verstorbenen‘ ein kleiner Beitrag sein, um besser Abschied nehmen zu können.“ Er lädt für den Corona-Gedenktag am Sonntag alle Gläubigen seiner Pfarrei ein, an den drei Gebetsorten Blumen abzulegen als Zeichen der Verbundenheit und der Solidarität.

Erinnern auf Friedhöfen, in Büchern und mit Kerzen

In Hattingen sind am Sonntag die drei Kirchen St. Peter und Paul in der Stadtmitte, St. Joseph in Welper und St. Mauritius in Niederwenigern für das Corona-Gedenken geöffnet. Jeweils neben der Osterkerze, dem Zeichen für die christliche Hoffnung auf die Auferstehung, liegt dann ein Gedenkbuch aus, in das Besucher die Namen von Menschen eintragen können, die „unter den Bedingungen der Corona-Pandemie gestorben und beigesetzt worden sind“, wie die Pfarrei St. Peter und Paul mitteilt. An die dort eingetragenen Toten werde in den Gottesdiensten der nächsten Wochen im Gebet namentlich erinnert.

An die mehr als 560 Duisburger Corona-Toten erinnert am Wochenende eine Kerzen-Aktion vor der Christus-König-Kirche im Stadtteil Rheinhausen. Am Vorabend des nationalen Gedenktags soll auf den Stufen der Kirche eine Kerze für jeden Duisburger entzündet werden, der an oder mit Corona gestorben ist.

Bundesweiter Gedenkgottesdienst in Berlin

In Berlin laden am Sonntag die katholische und die evangelische Kirche gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein. Der Gottesdienst, in dem auch Vertreter jüdischen und muslimischen Glaubens mitwirken, beginnt um 10.15 Uhr und wird live in der ARD übertragen. Unter anderem werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesratspräsident Reiner Haseloff und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, an dem Gottesdienst teilnehmen.

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