Großes Interesse am Beten mit Kindern

Bistum Essen

Beim Studientag „Wir feiern mit Gott“ in der Bottroper Kinderkirche „Kikeriki“ tauschten sich haupt- und ehrenamtlich Engagierte über Tipps zur Kindergottesdienst-Gestaltung aus. Viele Gemeinden planen nach der Corona-Pause aktuell den Neustart ihrer Gebets-Angebote für die Kleinsten.

Beten und Singen mit Kindern, Bibelgeschichten erzählen oder besondere Kirchenführungen für die Kleinsten: Bei einem Studientag in der Bottroper Kinderkirche „Kikeriki“ haben sich am Samstag Haupt- und Ehrenamtliche aus katholischen Gemeinden im Ruhrgebiet und dem Märkischen Sauerland über verschiedene Formen von Kindergottesdiensten ausgetauscht. Neben Workshops zu Gebeten mit Kindern oder Möglichkeiten, Bibelgeschichten mit Figuren oder besonderen Stofftaschen zu erzählen, stand vor allem der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Fokus der Veranstaltung des Bistums Essen. Deutlich wurde dabei die große Vielfalt der Angebote: Neben Gottesdiensten in katholischen Kitas und Grundschulen bieten viele Gemeinden gerade für Kleinkinder eigene, kindgerechte Feiern an – mal parallel zur Sonntagsmesse, mancherorts aber auch an eigenen Terminen.

Gemeinden bereiten Wiederaufnahme der Kindergottesdienste vor

„Nach einer langen, coronabedingten Pause bereiten sich viele Gemeinden nun auch auf eine Wiederaufnahme ihrer Kindergottesdienste vor“, beschrieb Theresa Kohlmeyer, Leiterin der Abteilung Glaube, Liturgie und Kultur im Pastoraldezernat des Ruhrbistums, ihren Eindruck aus verschiedenen Gesprächen mit Teilnehmern des Studientags. Zusammen mit Kolleginnen aus dem Bischöflichen Generalvikariat und dem Team der Bottroper Kinderkirche hatte sie den in dieser Form ersten Studientag „Wir feiern mit Gott“ in der bundesweit einzigartigen Kinderkirche organisiert. „Es ist toll, so viele spannende Ideen kennenzulernen und sich mit so vielen unterschiedlichen Menschen aus dem ganzen Bistum austauschen zu können“, sagte Klaudia Wilde, die in Essen zum ehrenamtlichen Kinderkirche-Team der Gemeinde St. Bonifatius gehört. Wie andere Gemeinden auch, setzt das Team aus St. Bonifatius derzeit auf Videos, um den Kindern einen Ersatz für die ausgefallenen Gottesdienste zu bieten. „Aktuell arbeiten wir aber auch an einem Konzept, wie wir mit Hygieneregeln und Mindestabständen auch wieder zusammen Kinderkirche feiern können“, berichtete Wilde.

„Sie können nichts falsch machen!“

Viel Zuspruch erhielten Wilde und die anderen Teilnehmer des Studientags in den Workshops: „Sie können nichts falsch machen!“, ermunterte die Liturgiereferentin des Bistums, Jennifer Reffelmann, die Teilnehmer, die Mädchen und Jungen in den Kindergottesdiensten mit eigenen Texten zum gemeinsamen Beten einzuladen. Neben Worten und Bildern seien für Kinder auch Zeichen wie das Entzünden einer Kerze, der Ton einer Klangschale oder der Geruch von Weihrauch wichtig, warb Reffelmann dafür, verschiedene Gestaltungsformen auszuprobieren. Viele Materialanregungen hierfür hält das Medienforum in der Essener Innenstadt bereit, das beim Studientag in Bottrop mit einem kleinen Ausschnitt des Bestands für Kindergottesdienste präsent war. Neben verschiedensten Büchern präsentierte die religionspädagogische Referentin Stefanie Neuer unter anderem „Erzähltaschen“, in die über spezielle Falttechniken verschieden gestaltete Stoffe eingenäht sind: Beim Erzählen wird ein Stoff nach dem anderen hervor gekrempelt und dient so als Kulisse für die Geschichte.

Interview Dr. Theresa Kohlmeyer mit domradio.de

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Kinder in den Mittelpunkt der Gemeinde rücken

Viele Anregungen bot den Teilnehmern zudem der Ort des Studientags, die Bottroper Kinderkirche „Kikeriki“: Als bundesweit einziges, vor zwei Jahren speziell für Kinder umgebautes katholisches Gotteshaus können dort Kinder zum Beispiel ihre Bitten an einer Marienfigur mit unterschiedlich farbigen Steinen zum Ausdruck bringen. Statt Kirchenbänken gibt es kleine Hocker und Stühle, spezielle Spielfiguren machen aus Bibel-Texten kleine Theaterstücke und dank einer kleinen Treppe können die Kinder auch ins Tauf- und Weihwasserbecken hinein schauen. „Unsere Kirche lebt davon, dass Kinder hier etwas erleben können“, sagte die Erzieherin Petra Eberhardt. Sie hat als Leiterin der benachbarten Kita St. Peter das vom Innovationsfonds des Bistums Essen mitfinanzierte „Kikeriki“-Projekt gegründet – und leitet es seit ihrem Einstieg in den Ruhestand gemeinsam mit drei Kolleginnen nun ehrenamtlich. „Mir ist es wichtig, Kinder in den Mittelpunkt der Gemeinde zu rücken“, sagte Eberhardt – und dürfte sich mit dieser Haltung mit den Studientags-Teilnehmern durchaus einig gewesen sein. 

Weitere Informationen und Ansprechpartner

Leiterin der Abteilung Glaube, Liturgie und Kultur

Dr. Theresa Kohlmeyer

Zwölfling 16
45127 Essen

Referentin für Liturgie und kirchliche Kunst

Jennifer Reffelmann

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Pressestelle Bistum Essen

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