Essener Caritas organisiert Hilfstransporte ins Lager Moria

Bistum Essen

Nach dem verheerenden Brand auf der griechischen Insel Lesbos haben katholische Partner im Ruhrgebiet medizinisches Material gespendet und den Transport per Lieferwagen und Flugzeug organisiert, um den Menschen vor Ort schnellstmöglich zu helfen.

Organisiert von der Essener Caritas haben am Samstag zahlreiche katholische Sozialverbände und Träger zusammen mit der Essener Initiative „Ein Herz für Moria“ und der Caritas Flüchtlingshilfe Essen e.V. zwei erste Hilfstransporte auf die griechische Insel Lesbos auf den Weg gebracht, um nach dem verheerenden Brand des Flüchtlingslagers Moria schnellstmöglich zu helfen.

Während sich am Samstag ein erster Transporter mit Medikamenten, medizinischem Material und Schutzausrüstungen auf dem Land- und Seeweg von Essen nach Lesbos auf den Weg gemacht hat, startet am Sonntag in Essen eine Cessna, die ebenfalls medizinische Hilfsgüter auf die griechische Insel bringt. Die kleine Maschine sei schneller auf Lesbos als reguläre Luftfracht, erläuterte der Essener Caritas-Direktor Björn Enno Hermans am Rande der Transportvorbereitung auf dem Gelände des ehemaligen Klosters in Essen-Schuir. Aber auch der Lieferwagen soll – je nach Fährverbindungen – am Montag, spätestens am Dienstag vor Ort sein. Fred Kusch von der Düsseldorfer Caritas und Gamze Hizel von der CSE wollen den Transporter ohne große Pausen nach Lesbos fahren und vor Ort persönlich die Übergabe der Güter an die griechische Hilfsorganisation „Kitrinos Healthcare“ sicherstellen.

Hilfsgüter werden dringend erwartet

Dort würden die Hilfsgüter bereits dringend erwartet, sagt Hermans, der über eine Essener Medizinstudentin auf Lesbos in direktem Kontakt mit der medizinischen Hilfsorganisation steht, deren Material zum Großteil dem Feuer zum Opfer gefallen ist und zudem vor Ort kaum zu beschaffen sei.

„Das Feuer im Flüchtlingscamp Moria ist eine der großen humanitären Katastrophen unserer Zeit“, sagte Hermans vor dem Start des Transports. „Aktuell befinden sich rund um Moria ungefähr 12.000 Menschen ohne Anlaufstelle und ohne ein Dach über dem Kopf auf der Straße.“

Mit Spenden helfen

Spenden zu Gunsten der Initiative nimmt die Caritas Flüchtlingshilfe Essen entgegen:

  • Verwendungszweck: Ein Herz FÜR MORIA
  • Bankverbindung: DE45 3606 0295 0000 1026 28
  • Bank im Bistum Essen

Als sich die Nachricht vom verheerenden Brand in Moria verbreitete, „haben wir alle verfügbaren Kräfte mobilisiert und Mittel bereitgestellt, um die Not vor Ort hoffentlich etwas lindern zu können“, beschreibt der stellvertretende Vorsitzende der Caritas Flüchtlingshilfe, Markus Kampling, das Engagement der vergangenen Tage. So haben zahlreiche katholische Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, aber zum Beispiel auch das Essener Uni-Klinikum Medikamente, Schutzanzüge, Handschuhe und Masken gespendet, die gerade angesichts des Corona-Ausbruchs im Lager Moria dringend benötigt werden.

Material und Geldspenden für die Helfer vor Ort

Nach diesen ersten beiden Transporten soll die Hilfe aus dem Ruhrgebiet für die Menschen in Moria weitergehen. Neben dem Versand von Gütern, die vor Ort nicht oder nur sehr schwer zu erwerben sind, leiten die Essener Partner auch Geldspenden an Hilfsorganisationen vor Ort weiter. Damit soll den Menschen auf der Insel der Kauf von Nahrungs- und Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln ermöglicht werden.

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