von Thomas Rünker

Die Lore vom Burgplatz ist wieder da

Bischof Overbeck dankt den Auszubildenden des Bergwerks Prosper-Haniel, die die eindrucksvolle Erinnerung an den Bergbau und den Papstbesuch 1987 in den vergangenen Monaten saniert haben.

Die Lore auf dem Essener Burgplatz ist zurück. Nach monatelanger Sanierung in der Werkstatt des Bottroper Bergwerks Prosper-Haniel konnte Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck den traditionellen Transportwagen aus dem Bergbau jetzt wieder in Empfang nehmen. Ausgebessert, von Rost befreit, frisch gestrichen und mit neuer Kohle bestückt erinnert er neben dem Bischofshaus an den Besuch von Papst Johannes Paul II. im Frühjahr 1987. Bei dieser Visite war der Papst seinerzeit nicht nur im Essener Dom, sondern eben auch auf der Bottroper Zeche zu Gast gewesen. „Solidarität – Lebenskraft – Zukunft“ stehen nun in leuchtendem Gelb die drei wesentlichen Begriffe der damaligen Papst-Botschaft an die Bergleute und alle Menschen im Ruhrgebiet auf der frisch sanierten Lore in der Essener Innenstadt.

Bischof Overbeck freut sich über das Schmuckstück in seiner Nachbarschaft. Neben der Seilscheibe vom Zollverein-Schacht „Rheinelbe 6“, die bereits 1978 zum 25-jährigen Bischofsjubiläum des ersten Ruhrbischofs Franz Hengsbach aufgestellt worden war, macht die Lore das kleine Bergbau-Ensemble nun in einem neu gestalteten Beet wieder komplett. Overbeck dankte den Auszubildenden des Bottroper Bergwerks für ihren tatkräftigen und liebevollen Einsatz. Zugleich betonten auch Vertreter des Bergwerks die geradezu historische Bedeutung dieses Auftrags: Angesichts der im kommenden Jahr endenden Steinkohlenförderung dürfte die Lore am Essener Bischofshaus die letzte gewesen sein, die in der Werkstatt von Prosper-Haniel aufgearbeitet wurde.

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