Bistum-Essen RSS Feed - https://www.bistum-essen.de de-de Bistum Essen Mon, 13 Jul 2020 00:08:28 +0200 Mon, 13 Jul 2020 00:08:28 +0200 TYPO3 news-18934 Thu, 09 Jul 2020 13:57:33 +0200 Meike Wagener-Esser spricht im WDR-Radio https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wdr3 Über alte und neue Symbole, Geschichten von Heiligen und Fragen zur Alltagsbewältigung spricht die Lehrerin für Deutsch und Religion der Gladbecker Johannes-Kessels-Akademie in der Woche vom 20. bis 25. Juli in den morgendlichen Kirchen-Beiträgen auf WDR 3 und WDR5. Maike Wagener-Esser, Lehrerin für Deutsch und Religion am katholischen Berufskolleg der Johannes-Kessels-Akademie in Gladbeck, spricht von Montag, 20., bis Samstag, 25. Juli, die morgendlichen Radiobeiträge „Kirche in WDR 3“ und „Kirche in WDR 5“. In den sechs Sendungen spricht Wagener-Esser über alte und neue Symbole, Geschichten von Heiligen und Fragen zur Alltagsbewältigung: „Taucher“, „Regenbögen“, „Maria Magdalena“, „Liborius“, „Steigungen“ und „Kommunikation“.

Die Morgen-Impulse laufen montags bis samstags um 7.50 Uhr (mit Choral) auf WDR3 (UKW-Frequenz 95,1 oder 98,1 MHz) und bereits um 6.55 Uhr auf WDR 5 (UKW-Frequenz 88,8 oder 90,3 MHz). Beide Sender können auch im Online-Livestream auf www.wdr.de gehört werden. Zum Nachlesen und -hören gibt es die Beiträge auf www.kirche-im-wdr.de.

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news-18933 Thu, 09 Jul 2020 11:21:12 +0200 Über 300 Standorte der Zukunftsbildprojekte im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ueber-300-standorte-der-zukunftsbildprojekte-im-bistum-essen Mit zehn Zukunftsbildprojekten entwickelt das Bistum Essen ein lebendiges und zukunftsfähiges Angebot für die Menschen dieser Region. Alle 328 Standorte, an denen diese Projekte stattfinden, sind nun auf einer Karte gebündelt. Rund um die Pfarrei St. Lamberti in Gladbeck sind sechs bunte Kreise verzeichnet: Hier befinden sich eine offene Kirche, ein Sozialpastorales Zentrum und ein Gründerbüro. Außerdem gibt es einen ehrenamtlichen Beerdigungsdienst und die Popkantoren sind an diesem Standort aktiv. Der grüne Punkt ohne Buchstabe zeigt an: Diese Pfarrei ist auch ein Wegpunkt auf dem Pilgerweg des Bistums.

Insgesamt sind 328 Standorte auf der Bistumskarte abgebildet, zum Beispiel alle Pfarreien und Gemeinden, die ihre Kirchen auch außerhalb der Gottesdienstzeiten geöffnet haben, erkennbar an einem rosafarbenen Kreis mit einem schwarzen „O“ in der Mitte – aktuell sind das 108 Kirchen. Ehrenamtliche Beerdigungsdienste gibt es 23. Auch fünf Beispielkirchen des Trauteams und sieben Sozialpastorale Zentren, die den Menschen vor Ort mit Seelsorge und konkreter Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen helfen, sind auf der Karte verzeichnet.

Standorte des Gründerbüros gibt es insgesamt acht, verteilt in Essen, Bochum, Gladbeck und Gelsenkirchen. Die Citypastoral am Essener Dom ist immer wieder an drei Orten in der Essener Innenstadt unterwegs, die Popkantoren an insgesamt 49. Segensfeiern für Neugeborene werden an insgesamt zwölf Standorten im Bistum angeboten. Eine grüne Linie zeigt die fünf Pilgerwege plus Extratour an, Kreise weisen auf 76 Wegpunkte und 16 Ausgabestellen für Wanderkarten und Pilgerausweise hin. Workshops zur Willkommenskultur gibt es aktuell an 15 Standorten in vier Ruhrgebietsstädten sowie in Schwelm, Altena und Lüdenscheid.

Weitere Infos zu allen Zukunftsbildprojekten im Bistum Essen gibt es unter zukunftsbild.bistum-essen.de.

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news-18932 Wed, 08 Jul 2020 16:39:03 +0200 Overbeck diskutiert mit jungen Menschen über Macht in der Kirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bdkj Mit rund 100 jungen Menschen und ZDK-Vizepräsidentin Claudia Lücking-Michel diskutierte Bischof Overbeck in der BDKJ-Reihe „Digital Synodal“ zu „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“. Um kurz nach acht ploppen sie nach und nach auf, die Gesichter unterschiedlicher Katholiken aus ganz Deutschland. Sie sitzen in Wohnzimmern, Küchen, auf Balkons. Und plötzlich ist der Bildschirm gefüllt mit über 100 neugierigen Menschen. Es sind überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene, die sich hauptberuflich oder ehrenamtlich für die katholische Kirche engagieren. Aber auch ein paar Ältere sind dabei, sind neugierig und wollen ihre eigenen Erfahrungen für die Zukunft mitgeben.

„Wir brauchen eine konstruktive Konfliktkultur“

Es ist der vierte Diskussionsabend der BDKJ-Reihe „Digital Synodal“, der am Dienstag, 7. Juli, ausschließlich per Videokonferenz stattfindet. Bereits diskutiert wurde über das Leben in gelingenden Beziehungen, Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche sowie priesterliche Existenz, orientiert an den Schwerpunktthemen des Synodalen Wegs. Am vierten und letzten Abend geht es nun um Macht in der Kirche, ein Thema von dem Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZDK) und neben Bischof Franz-Josef Overbeck Vorsitzende des Synodalforums, überzeugt ist: „Das ist eigentlich ein Metathema. Wenn wir die Machtfrage nicht lösen, werden wir auch in anderen Fragen nicht weiter kommen.“ Auch Bischof Overbeck weiß: „Das ist ein lebendiger Prozess. Wir müssen Kritik zulassen und Auseinandersetzungen gemeinsam durchstehen, brauchen eine konstruktive Konfliktkultur in alle Richtungen.“

Neben den beiden Vorsitzenden sind auch Mitglieder des Synodalforums dabei, auch sie kommen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands, engagieren sich etwa in Jugendverbänden oder arbeiten als Pastoralreferenten. Ihre Motivation: Eine Kirche mit mehr Mitbestimmung, mit weniger Machtmissbrauch. „Ich möchte mich nicht mehr für meine Kirche schämen. Unsere Strukturen sind einfach nicht mehr zukunftsfähig“, sagt die 16-jährige Johanna Müller aus dem Bistum Münster.

Geteilte Macht in der Pfarrei?

Ihre Ideen, ihren Frust und ihre positive Einstellung, etwas zu ändern, diskutieren die rund 100 Teilnehmer dann in kleineren Gruppen, tragen ihre Ergebnisse auf digitalen Boards zusammen. Ein Stichwort, das dabei immer wieder fällt: Demokratie. Der Wunsch, mehr mitzubestimmen, den Pfarrer oder sogar Bischof als Gemeindemitglied selbst mitwählen zu dürfen. Auch die einseitige Machtverteilung an den Pfarrer als Leiter einer Pfarrei sehen viele als veraltet und negativ. Ihre Lösung: Eine „geteilte Macht“, mehr Arbeit im Team, auch mit Laien. Als Gegenargument führen einige an: Bei Machtmissbrauch von vielen sei es nur noch schwieriger, den Schuldigen auszumachen, wenn gegen Regeln verstoßen wird, sich eventuell sogar jemand strafbar macht. Vielen ist auf alle Themen bezogen auch wichtig: Es dürfe sich keine „Nationalkirche“ bilden, eine Einheit mit Rom und den Entscheidungen von Papst Franziskus müsse immer noch gegeben sein, Veränderungen müssten weitreichender sein, die Weltkirche mitgedacht werden.

Nach rund 40 Minuten ist die Arbeit in den Kleingruppen vorbei, alle Teilnehmer treffen sich am Monitor im großen Konferenzraum wieder. Bischof Overbeck berichtet von einer sehr lebendigen, sehr breit gefächerten Diskussion. Anhand der vielen handfesten Fragen sei nochmal deutlich geworden: „Es gibt viele Traditionen, die sich nicht so leicht verändern lassen.“ Auch Lücking-Michel beschreibt die Arbeit in den Kleingruppen als „lebendig, offen und kontrovers.“ Die Teilnehmer und Interessierten des Synodalen Wegs seien alle mit sehr viel Engagement und Herzblut dabei. Allen sei bewusst, dass die Geschichte der Kirche lang, die Traditionen vielfältig seien. Viele hätten sich gefragt, was der Synodale Weg überhaupt möglich machen, welche Ideen aus den Ortskirchen man auch in die Weltkirche einspeisen könne. „Es gab auf jeden Fall genug Stoff, um noch lange weiter zu diskutieren“, sagt sie.

"Frauen sind oft von vornherein ausgeschlossen"

Die Frage nach der geteilten Leitung taucht auch in der großen Diskussionsrunde nochmal auf. „Ich bin überzeugt davon, dass der Pfarrer aufgrund seiner Weihe, die ihn sendet, derjenige ist, der die Pfarrei leitet“, sagt Overbeck. Das hieße allerdings nicht, dass es bei alleiniger Verantwortung eines Pfarrers bleiben müsse. Overbeck könne sich in Zukunft auch geteilte Formen der Wahrnehmung von Leitungsverantwortung in Pfarreien vorstellen, auch wenn der Pfarrer am Ende immer noch „den Hut aufhabe.“ Für Claudia Lücking-Michel besteht vor allem beim Zugang für Frauen in bestimmte Ämter noch Diskussionsbedarf: „Frauen sind oft von vornherein ausgeschlossen, allein weil sie Frauen sind und nicht aufgrund von persönlicher Qualifikation, Charismen, Berufung oder Spiritualität.“ Viele Laien hätten erkannt, dass sie nur scheinpartizipativ eingebunden würden. „Da sollten wir andere Signale setzen, bevor viele sich abwenden, und sollten faire, angemessen Formen von Beteiligung finden“, rät Lücking-Michel. Auch die Idee, einen Jugendrat ergänzend zur Jugendkomission zu etablieren, wird in die große Runde getragen.

Auch wenn die Videokonferenz eine den aktuellen Umständen angepasste und zunächst ungewohnte Diskussionsform ist, sind sich Overbeck und Lücking-Michel am Ende einig: Es ist eine Form, die man auch in Zukunft stärken sollte, die einen Austausch möglich macht, den es sonst nicht gegeben hätte. In einigen Videofenstern ploppen kleine Applaus-Emojis auf, zum Abschied winken viele in ihre Kamera, bevor sie nach und nach wieder vom Bildschirm verschwinden. Die zwei Stunden sind schnell vergangen, die Zeit war einigen zu knapp und am Ende wird deutlich: Er wird lang werden, der Synodale Weg, aber Gesprächsstoff gibt es genug. Für eine moderne katholische Kirche. Lebendig, kontrovers und zukunftsfähig.

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news-18931 Wed, 08 Jul 2020 12:05:47 +0200 Pilgerweg-Extratour im Sauerland eröffnet https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pilgerweg-extratour-im-sauerland-eroeffnet Auf 17 Kilometern ergänzt jetzt eine Extratour von Lüdenscheid nach Altena die Routen des Pilgerwegs im Bistum Essen. Kräftig weht die Sommerluft durch die glänzenden Speichen des Windrads am Geländer, sie reflektieren die Sonnenstrahlen, die auf die Dachterrasse der Phänomenta scheinen. Von hier oben können Pilger schon einen ersten Blick auf die Vielseitigkeit der Extratour werfen: Ganz nah der Asphalt zwischen den Lüdenscheider Wohn- und Geschäftshäusern, weiter hinten erhebt sich das Grün der Wälder und kleinen Berge des Sauerlands.

Die ersten Schritte auf der neuen Route des Pilgerwegs gehen die Bürgermeister Andreas Hollstein und Dieter Dzewas, Kämmerer Stefan Kemper, Landrat Thomas Gemke, Phänomenta-Geschäftsführer Torsten Schulze, Pfarrer Ulrich Schmalenbach aus Altena sowie Domkapitular Michael Dörnemann und Projektleiter Karl-Heinz Leibold gemeinsam.

Eine Reiseroute für den Heimaturlaub

Fünf Strecken verbinden den Essener Dom mit Meinerzhagen, Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen oder dem Essener Süden – mit der Extratour im Sauerland ist nun ein rund 17 Kilometer langer Abstecher hinzugekommen. „Auch für uns ist es immer wieder eine Herausforderung, zu schauen, wie wir die Menschen erreichen, die unsere Angebote gerne nutzen, sich aber eben nicht an die Institution Kirche binden wollen“, sagt Michael Dörnemann, Domkapitular und Pastoraldezernent im Bistum Essen. „Gerade in diesem Sommer, in dem viele Menschen wegen der Corona-Krise nicht weit verreisen können oder wollen, ist es doch eine gute Möglichkeit, hier auf dem Pilgerweg unterwegs sein zu können – auch um neue Kraft und Zuversicht zu tanken.“

Ein kurzer Gang über den Friedhof, dann führt der Pilgerweg durch die schmalen Straßen der Wohnsiedlungen. Auch Brigitta Gottmann hat sich der Gruppe angeschlossen. Sie pilgert gerne in ihrer Freizeit, um die Gedanken kreisen zu lassen, einfach mal rauszukommen. „Ich bin ganz ehrlich: Hier war ich auch noch nicht“, sagt die 81-Jährige, die seit über 65 Jahren in Lüdenscheid wohnt. „So steil hätte ich mir den Anfang nicht vorgestellt, obwohl ich die Gegend hier ja kenne.“ Dann ist der erste Anstieg geschafft, der Untergrund wechselt zum ersten Mal von Asphalt zu weichem Waldboden. Am Lenneteich geht es ein kurzes Stück durch die grünen Ecken der Innenstadt.

„Das bereichert die Wanderregion hier sehr“

Kurz darauf schlängelt sich der Weg ein zweites Mal durch eine ruhige Wohnsiedlung, doch dann ist der Blick auf die Sauerländer Felder und Berge frei. Das für diese Tour extra entworfene weiße Schild mit der magentafarbenen Schrift zeigt auf Bäumen oder Pfählen immer wieder den richtigen Weg an. Für Landrat Thomas Gemke ist die neue Tour eine weitere wichtige Verbindung zwischen Ruhrgebiet und Sauerland. „Ich finde es sehr gut, dass das Bistum die Initiative ergriffen hat, diesen Abzweig zu machen. Das bereichert die Wanderregion hier sehr“, sagt Gemke, der auch Präsident des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) ist.

Auf halber Strecke kommt der Wandergruppe eine Mutter mit ihrem Sohn entgegen. Ein kurzer Gruß, dann ruft sie: „Wir laufen den Drahthandelsweg!“ Über den Pilgerzeichen des Bistums ist das weitere Wegschild deutlich zu erkennen: Genau parallel verlaufen diese beiden Wanderwege, am Wegrand erklären runde Infotafeln die Industriegeschichte der Region. Dort, wo um 1800 mit Pferdekarren Draht aus Lüdenscheid und Altena transportiert und anschließend in den Osten, europäische Nachbarländer oder nach Amerika exportiert wurde, erklingt heute ein gleichmäßiges Rauschen der Autos und Lkw unterhalb des Wegs: Die Sauerlandlinie A45 – der moderne Handelsweg der Region.

Über Wurzeln, Moos, Steine und kleine Bachläufe

Doch nicht nur Händler waren auf dieser Route unterwegs, auch Gläubige machten sich damals oft auf den Weg. „Früher kamen die katholischen Christen aus Lüdenscheid über den Berg nach Altena zum Gottesdienst“, weiß Stefan Kemper, Vorsitzender des Katholikenrats Altena-Lüdenscheid. In Zukunft soll es auf der Hälfte der Strecke auch einen spirituellen Pausenpunkt geben, sagt er. Wie genau der aussieht, stehe aber noch nicht fest. Nur so viel: Etwas mit der Symbolik des Wassers soll es sein.

Nach der Autobahnbrücke geht es für die Pilger dann richtig ins Grüne. Zwischen dichten Bäumen und Sträuchern führt der Weg über Wurzeln, Moos und Steine, mal steil bergab, über kleine Bachläufe wieder bergauf. Einige Kurven später geht der Blick wieder in die Weite: Die Fuelbecketalsperre in Altena ist nach rund sieben Kilometern erreicht. Brigitta Gottmann schaut von oben auf das Wasser. „Früher waren hier ganz viele Schildkröten, die man nah betrachten konnte“, weiß sie von dem Teil des Pilgerwegs, den sie wieder sehr gut kennt. Auf weiteren zehn Kilometern führt der Weg die Pilger von hier aus bis in die Innenstadt von Altena. Auf der Strecke können sie zum Beispiel das Lennetal, die St. Matthäus-Kirche, das Alteaner Drahtmuseum oder die Burg Altena entdecken. Dort ist auch die älteste ständige Jugendherberge der Welt – heute allerdings als Museum. Übernachten können Pilger aber im modernen Gebäude im Burghof.

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news-18930 Tue, 07 Jul 2020 16:05:30 +0200 Overbeck kritisiert US-Sanktionen gegen Strafgerichtshof https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-kritisiert-von-donald-trump-angekuendigte-us-sanktionen-gegen-strafgerichtshof Militärbischof warnt vor Sanktionsdrohungen des US-Präsidenten Der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck hat die von der US-Regierung angekündigten Sanktionen gegen Vertreter des Internationalen Strafgerichtshofs kritisiert. Es sei "tragisch und wider die eigene amerikanische Tradition", erklärte Overbeck am Dienstag in Berlin. Anlass der Sanktionen wie Visabeschränkungen ist die Entscheidung des Gerichtshofs, bei den seit 2003 in Afghanistan verübten Kriegsverbrechen unter anderen gegen Soldaten und Geheimagenten der USA zu ermitteln.

Bei den Sanktionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump stehe viel auf dem Spiel, so der Militärbischof. Wenn die USA mit dem Versuch Erfolg hätten, den Strafgerichtshof an seinen Ermittlungen in Afghanistan zu behindern, lieferten sie Russland und China die Argumente, um im eigenen Machtbereich "nach Gutdünken zu verfahren". Dann behielten afrikanische Diktatoren mit der Behauptung recht, der Strafgerichtshof sei nur geschaffen worden, um afrikanische Staaten politisch zu kontrollieren.

"Recht kann aber nicht mit zweierlei Maß messen: Entweder es gilt für alle in gleicher Weise oder es verkommt als Druckmittel in der Hand weniger Mächtiger zur Ideologie", betonte Overbeck. Er forderte weitere Ermittlungsverfahren des Strafgerichtshofs zu möglichen schwersten Verbrechen in der Ostukraine oder in Hongkong, "damit die Herrschaft des Rechts über die Macht der Gewalt siegt".

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news-18929 Mon, 06 Jul 2020 14:49:18 +0200 Synodaler Weg: Overbeck zum Vorsitzenden des Forums Macht und Gewaltenteilung gewählt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/synodaler-weg-overbeck-zum-vorsitzenden-des-forums-macht-und-gewaltenteilung-gewaehlt Konstituierung des Forums „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“ in Frankfurt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Synodalforum „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“ erst am vergangenen Wochenende (3.– 4. Juli 2020) in Frankfurt tagen und sich konstituieren. Zu den beiden Vorsitzenden des Forums wurden Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Dr. Claudia Lücking-Michel (Bonn), gewählt. Im Fokus der Arbeit des Forums standen die inhaltliche Entwicklung des Themenfeldes, die Koordination der gemeinsamen Arbeit sowie die Prozessplanung hinsichtlich der Zuarbeit für die Synodalversammlung.

Synodalversammlung und Synodalforen

Die Synodalversammlung ist das oberste Organ des Synodalen Weges und kann Beschlüsse fassen. Ihr gehören die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz, 69 Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, weitere Vertreterinnen und Vertreter geistlicher Dienste und kirchlicher Ämter sowie junge Menschen und Einzelpersönlichkeiten an. Insgesamt umfasst die Synodalversammlung 230 Personen.

Für die inhaltliche Arbeit des Synodalen Weges wurden bei der ersten Synodalversammlung vier Synodalforen eingerichtet. Sie erarbeiten die Vorlagen für die Synodalversammlung. Die Synodalforen führen die Themen der Vorbereitungsforen fort und heißen nun „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“.

Mehr Informationen zum Synodalen Weg unter: https://www.synodalerweg.de/

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news-18927 Sun, 05 Jul 2020 12:00:00 +0200 Franziskaner-Minoriten verlassen Gelsenkirchen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/franziskaner-minoriten-verlassen-gelsenkirchen Danziger Provinzkapitel des Ordens beendet die mehr als 25-jährige Präsenz der Patres in der Gemeinde St. Josef im Stadtteil Ückendorf. Die in der Gelsenkirchener Gemeinde St. Josef in der Pfarrei St. Augustinus beheimateten Franziskaner-Minoriten werden Gelsenkirchen in den kommenden vier Jahren verlassen. Das hat das Provinzkapitel der Danziger Franziskaner-Minoriten-Provinz entschieden, zu der die aktuell drei Patres in Gelsenkirchen-Ückendorf gehören. „Wir bedauern den Rückzug der Franziskaner-Minoriten sehr“, sagt Domkapitular Kai Reinhold, Personaldezernent im Bistum Essen. „Seit mehr als 25 Jahren haben die Ordensleute für die Menschen in Gelsenkirchen und insbesondere in Ückendorf einen wertvollen Dienst geleistet.“ Wie lange die Franziskaner-Minoriten nun noch in Gelsenkirchen bleiben können, werde in den kommenden Wochen in Gesprächen zwischen dem Danziger Provinzial, dem Bistum Essen und der Pfarrei St. Augustinus abgestimmt, so Reinhold.

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news-18926 Fri, 03 Jul 2020 15:25:15 +0200 Overbeck besucht Bochumer Wohnheim für Suchtkranke https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/overbeck-besucht-bochumer-wohnheim-fuer-suchtkranke Die Corona-Krise macht es auch Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und Mitarbeitern in sozialtherapeutischen Einrichtungen nicht einfach. Bischof Overbeck besuchte das Bochumer Blomenberg-Haus, um von ihren Erlebnissen und Eindrücken zu erfahren. Um persönlich von den Corona-Erfahrungen der Bewohner und Mitarbeiter in einem Wohnheim für Suchtkranke zu erfahren, hat Bischof Franz-Josef Overbeck am Donnerstag, 2. Juli, das Blomenberg-Haus der Caritas in Bochum besucht. Mit dem Besuch wollte Overbeck seine Solidarität ausdrücken und auf diese Art der Einrichtungen aufmerksam machen, die in der allgemeinen Corona-Berichterstattung oft vergessen würden. Denn so wie Senioren in Altenheimen hatten in den vergangenen Monaten auch die Alkohol- und Medikamentenabhängigen im Blomenberg-Haus und viele andere Pflegebedürftige mit Besuchsverboten und Einsamkeit zu kämpfen.

„Hauptsache, wir konnten endlich wieder zusammen sein“

Im Garten der Einrichtung erzählten Leiter Thomas Kahlert, einige Mitarbeiter und Bewohnerin Erika A. sowie Hans-Werner Wolff, Caritasdirektor für Bochum und Wattenscheid, dem Bischof bei Kaffee und Erdbeerkuchen von ihren Eindrücken aus der Corona-Krise. „Ich konnte während dieser Zeit nur über das Telefon mit meinen Töchtern in Verbindung bleiben. Zum Glück gab es dann aber zu meinem 70. Geburtstag die ersten Lockerungen, sodass ich die Beiden nach Wochen endlich wiedergesehen habe. Groß gefeiert haben wir nicht, aber das ist auch nicht schlimm. Hauptsache, wir konnten endlich wieder zusammen sein – mit Abstand, versteht sich“, erzählte die Bewohnerin stellvertretend für die 20 Männer und Frauen, die nach einer langjährigen Suchterkrankung im Blomenberg-Haus versuchen, ein dauerhaft abstinentes Leben zu führen.

Auch Ruhrbischof Overbeck berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen: „Unsere Kirche lebt von dem direkten Zugang zu anderen Menschen. Ich freue mich schon jetzt darauf, anderen wieder die Hand geben zu dürfen.“ Das Osterfest in diesem Jahr nicht wie gewohnt mit großen Gemeinden feiern zu können, habe ihn sehr belastet. „Aber es blieb uns keine andere Wahl. Wir hätten es nicht verantworten können, dass Menschen sich in unseren Kirchen mit dem gefährlichen Virus anstecken.“

Der Wunsch nach Normalität

Der Bischof widmete sich jedoch nicht nur den Krisen-Geschichten des Wohnheims, auch im angrenzenden Don-Bosco-Kindergarten schaute er vorbei und ließ sich von dessen Leiterinnen Susanne Höller und Nicole Aßling aus dem Kita-Alltag berichten. Zudem besichtigte Overbeck die benachbarte Fronleichnamskirche, die bald zur Caritas-Zentrale umgebaut werden soll.

Caritas-Vorstand Hans-Werner Wolff hofft, dass die Ansteckungszahlen weiterhin niedrig bleiben, damit nicht nur das Blomenberg-Haus und der Kindergarten Don Bosco, sondern auch die anderen Dienste und Einrichtungen des katholischen Wohlfahrtsverbands wieder ein Stück Normalität für Klienten, Bewohner und andere Hilfesuchende ermöglichen können. Bislang seien die Caritas-Beratungsstellen und –Einrichtungen in Bochum und Wattenscheid von Corona-Infektionen verschont geblieben, so Wolff. „Darüber bin ich sehr glücklich und wünsche mir, dass das möglichst lange so bleibt.“

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news-18925 Fri, 03 Jul 2020 13:29:31 +0200 Pilgerweg: Neue Karten und ein neuer Weg-Abschnitt im Sauerland https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pilgerweg-neue-karten-und-ein-neuer-weg-abschnitt-im-sauerland Mit aktualisierten Faltplänen und neuen Dateien für die Smartphone-Navigation will das Bistum Essen das Pilgern auf den mehr als 200 Kilometern Pilgerweg zwischen Duisburg und Meinerzhagen erleichtern. Fünf Weg-Abschnitte verbinden die verschiedenen Regionen bereits mit dem Essener Dom. Ab Dienstag ergänzt ein Zubringer aus Altena das Wegenetz. Neue Karten, ein zusätzlicher Wegabschnitt und ein eigener Wanderführer: Mit aktualisiertem Material und neuen Navigationshilfen lädt der vor zwei Jahren eröffnete Pilgerweg des Bistums Essen in diesem Sommer auf gut 200 Kilometern im Ruhrgebiet und im Märkischen Sauerland zu einem Draußen-Erlebnis vor der eigenen Haustür ein. Fünf Strecken verbinden den Essener Dom mit Meinerzhagen, Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen oder dem Essener Süden – und mit der „Extratour“ im Sauerland kommt in diesen Tagen noch ein Abstecher hinzu.

Gut 17 Kilometer lang ist die neue Strecke auf dem „Drahthandelsweg“ zwischen Lüdenscheid und Altena, die nun auch das Lennetal an das Pilgerweg-Netz anschließt. Am kommenden Dienstag, 7. Juli, wird der Abschnitt offiziell eröffnet. Zum Start kommt nicht nur Pastoraldezernent Michael Dörnemann als Vertreter des Ruhrbistums zum Lüdenscheider Museum „Phänomenta“, sondern auch Landrat Thomas Gemke (CDU). Gemke ist zudem Präsident des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV), der im Auftrag der Bezirksregierungen die Markierung des Pilgerwegs übernommen hat und in den kommenden Jahren pflegt. Klar, dass die Eröffnungsgäste den Weg der „Extratour“ auch gleich mal auf einigen Kilometern testen werden.

Neue Karten und aktualisierte Navigations-Dateien

Wer sich auf Pilgerweg oder dem „Extratour“-Zubringer nicht nur auf die markanten, magentafarbenen Wegzeichen verlassen und sich vielleicht auch daheim schon einmal auf seine Tour vorbereiten möchte, kann die kostenlosen Pilgerkarten nutzen, die in diesen Tagen an allen Ausgabestellen in einer aktualisierten Neuauflage erhältlich sind. Zudem kann das komplette Set mit einer E-Mail kostenlos per Postversand angefordert werden. Für jeden Weg gibt es – je nach Länge – ein oder mehrere Faltblätter mit einer Karte und vielen Infos zum Pilgern und zu Sehenswürdigkeiten am Wegrand sowie einem Pilgersegen. Per E-Mail kann auch der spezielle Pilgerpass für den Weg durch das Ruhrbistum angefordert werden, in dem sich die Pilger unterwegs einzelne Abschnitte mit Stempeln bestätigen lassen können.

Alle Pilgerweg-Karten gibt es auch zum Download auf der Internetseite pilgerweg.bistum-essen.de. Dort stehen zudem die – ebenfalls aktualisierten – Dateien für Navigationsgeräte („gpx-tracks“) sowie die Links zu den verschiedenen Pilgerweg-Abschnitten auf den Portalen Komoot und Outdooractive, dem Wanderportal des Landes NRW und dem Pilgerweg-Portal „Orte verbinden“ des Erzbistums Paderborn bereit. Auch die Adressen aller Ausgabestellen für die gedruckten Karten sind dort aufgeführt.

„Wanderführer Ruhrbistum“ erscheint im August

Im August erscheint dann mit dem „Wanderführer Ruhrbistum“ im Essener Klartext-Verlag (ISBN: 9783837523140) ein eigenes Buch über den Pilgerweg im Bistum Essen. Die beiden Autorinnen Nikola Hollmann und Andrea Slavik sind Wanderführerinnen im Deutschen Wanderverband und zertifizierte Natur- und Landschaftsführerinnen. Sie stellen die verschiedenen Abschnitte des Wegs detailliert vor und präsentieren viele hilfreichen Tipps für Pilger.

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news-18924 Thu, 02 Jul 2020 15:14:25 +0200 Spenden-Challenge: 175 Stunden Sport für den guten Zweck https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/spenden-challenge-175-stunden-sport-fuer-den-guten-zweck Südamerika leidet besonders unter der Corona-Krise. Mit einer Spenden-Challenge helfen will deshalb der DJK-Sportverband im Bistum Essen gemeinsam mit dem Hilfswerk Adveniat. Andreas Strüder, geistlicher Beirat des DJK, sammelt Spenden mit Sport. 175 Stunden will er bis Jahresende schaffen. 175 Stunden Sport: Das ist das Ziel, das Andreas Strüder sich selbst bis Ende des Jahres für den guten Zweck gesetzt hat – mit Tennis, Tischtennis, Laufen und Radfahren. Denn 175 Stunden sind 10.500 Minuten. Und rund 10.500 Kilometer sind es von seiner Heimatstadt Bochum bis ins lateinamerikanische Paraguay; dem Land, in dem die Spenden der Challenge Gutes tun sollen. Die Nothilfe der Sozialpastoral in der Hauptstadt Asunción unterstützt dort Menschen in den Armenvierteln vor allem mit Lebensmittel- und Hygienekits oder warmen Mahlzeiten.

Radfahren, Laufen, Tennis und Tischtennis

„Corona verändert gerade ganz viel bei uns, wir dürfen aber die Menschen in Südamerika nicht vergessen, die besonders von der Krise betroffen sind“, sagt Strüder, Geistlicher Beirat des DJK-Sportverbands im Bistum Essen.

Der Sport begleitet den 47-Jährigen schon seit vielen Jahren in seiner Freizeit – da lag die Idee, auf diese Weise Spenden zu sammeln, nicht fern. Seit rund 30 Jahren läuft der Pastoralreferent regelmäßig, am liebsten in seiner Heimatstadt am Kemnader See oder im Weitmarer Holz. Weil es wegen der Corona-Krise aktuell keine klassischen Laufevents gibt, macht Strüder zum Beispiel bei virtuellen Wettkämpfen mit: Zuletzt lief er beim Mittsommerlauf 10 Kilometer ab dem Sonnenaufgang, auf der Strecke alleine und doch gegen hunderte andere Sportler.

Mit dem Rad ist er gerne im ganzen Ruhrgebiet unterwegs sowie einmal im Jahr mit den Altfrid Fightern des Bistums am Nürburgring. Auch das Tennisspielen lernte Strüder schon in seiner Jugend, trainiert seit zwei Monaten wieder regelmäßig mit einer Freundin. Außerdem schlägt er in einem Essener DJK-Verein einmal pro Woche den Tischtennisball über die Platte und will sich in Zukunft auch an Mannschaftsspielen probieren.

5000 Euro als gemeinsames Ziel

Pro Sportstunde geht ein vorher festgelegter Betrag seiner Sponsoren in die Spendenkasse. Auch Stephanie Hofschlaeger, Generalsekretärin des DJK, und DJK-Bundessportarzt Jürgen Fritsch treten mit ihren eigenen Ideen in der Spenden-Challenge „Sein Bestes geben“ an. Das DJK-Team freut sich über weitere Mitstreiter. Am Jahresende wird Bilanz gezogen: Wer die meisten Spenden erreicht, gewinnt. 5000 Euro haben sie sich als gemeinsames Spendenziel zugunsten des Adveniat-Projekts in Asunción gesetzt.

Um sein Ziel von 175 Stunden Sport bis zum Winter zu erreichen oder sogar zu übertreffen, schwingt Andreas Strüder seit Juni mehrmals pro Woche den Tennis- oder Tischtennisschläger, tritt in die Rennradpedale oder schnürt seine Laufschuhe. „Der gute Zweck motiviert natürlich auch nochmal, sich nach der Arbeit zum Beispiel doch nochmal aufs Rad zu schwingen“, sagt der Hobbysportler.

Doppelt so viel Sport wie sonst

21 Stunden und 44 Minuten hat er schon gesammelt. In den Sommerferien will er einen kleinen Puffer mit mehr Sport anlegen, seinen Schnitt im Herbst mit einer Mountainbiketour vorantreiben, um die Stunden flexibel zu sammeln. Denn 25 Stunden im Monat hat er sich zum Ziel gesetzt. „Das ist fast doppelt so viel wie mein normales Sportpensum“, sagt Strüder. „Der Sport an sich ist ja nichts Neues für mich, aber ich merke, dass es mir Spaß macht und kann mir gut vorstellen, das auch in Zukunft weiter intensiver zu machen.“

Weitere Informationen zur Spenden-Challenge gibt es unter www.djk.de/challenge. Spenden können auch direkt an einen der Teilnehmer oder allgemein für das Projekt gespendet werden. Auch wer selbst mit einer Idee Spenden sammeln möchte, kann sich gerne melden.

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news-18928 Thu, 02 Jul 2020 12:32:00 +0200 Namen und Daten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/namen-und-daten-100 Michael Roberz, Domvikar Günter Gödde, Diakon Carsten Ossig Michael Roberz ist mit Wirkung zum 15. Juni 2020 zum pastoralen Mitarbeiter in der Pfarrei St. Dionysius in Essen angestellt worden.

Domvikar Günter Gödde ist mit Wirkung zum 30. Juni 2020 von seinem Amt, als Bischöflicher Beauftragter für den Ständigen Diakonat im Bistum Essen entpflichtet worden. Darüber hinaus ist Domvikar Günter Gödde zum Krankenhausseelsorger mit einem Beschäftigungsumfang von 100 % am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Steele ernannt worden.

Diakon Carsten Ossig ist mit Wirkung zum 1. Juli  2020 kommissarisch zum Bischöflichen Beauftragten für den Ständigen Diakonat im Bistum Essen mit einem Beschäftigungsumfang von 30 % ernannt worden. Diese Ernennung ist befristet bis zum 31. Oktober 2020.

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news-18923 Wed, 01 Jul 2020 11:43:41 +0200 Dorothé Möllenberg ist die neue Präventionsbeauftragte des Bistums https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/dorothe-moellenberg-ist-die-neue-praeventionsbeauftragte-des-bistums Langjährige Vorsitzende des Diözesanrats wechselt aus dem Gelsenkirchener Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth ins Bischöfliche Generalvikariat. Dort folgt sie auf die im Frühjahr in den Ruhestand verabschiedete Andrea Redeker. Prävention sexualisierter Gewalt bedeute, „an diesem Thema dauerhaft dranzubleiben, sonst helfen wir den Tätern“, sagt Möllenberg. Dorothé Möllenberg, bislang stellvertretende Leiterin des Kinder- und Jugendhauses St. Elisabeth in Gelsenkirchen, ist seit heute die neue Präventionsbeauftragte des Bistums Essen. Zusammen mit dem Interventionsbeauftragten Simon Friede bildet sie das Kernteam des neuen Stabsbereichs Prävention und Intervention. Als Nachfolgerin von Andrea Redeker, die Ende April in den Ruhestand verabschiedet worden ist, wird Möllenberg sich in den verschiedensten Bereichen des Bistums Essen dafür engagieren, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder neu für die Gefahren sexualisierter Gewalt zu sensibilisieren. „Im Moment ist sexueller Missbrauch durch die Berichterstattung über die Fälle in Bergisch-Gladbach oder Münster sehr im Fokus der Öffentlichkeit“, sagt die 47-Jährige, die nach ihrem Studium der Sozialen Arbeit insgesamt 23 Jahre in der Kinder- und Jugendhilfe tätig war. „Wir müssen an diesem Thema dauerhaft dranbleiben, sonst helfen wir den Tätern“, warnt Möllenberg im Interview.

Im Bistum Essen ist die engagierte Kämpferin für Kinder und Jugendliche keine Unbekannte: Seit 2011 ist sie die Vorsitzende des Diözesanrats der katholischen Männer und Frauen im Bistum Essen – ein Amt, das sie aufgrund ihrer hauptberuflichen Tätigkeit für das Ruhrbistum nun aufgibt: Nachdem im März bereits der langjährige Vorsitzende Luidger Wolterhoff von seinem Amt zurückgetreten war, will das höchste Laiengremium im Ruhrbistum am 25. November eine neue Doppelspitze wählen.

Frau Möllenberg, vor allem die in den vergangenen zehn Jahren bekanntgewordenen Missbrauchsfälle haben die Präventionsarbeit in der katholischen Kirche in Deutschland massiv vorangetrieben. Wo sehen Sie die wichtigsten Veränderungen in dieser Zeit?

Die Prävention sexualisierter Gewalt ist heute in allen Bereichen der katholischen Kirche sehr präsent. Da hat sich in der Kirche etwas bewegt, das unsere Pfarreien, Verbände und Einrichtungen wirklich verändert. Dank Präventions- und Interventionsordnungen, die zum Beispiel auf die jeweilige Schule oder Pfarrei angepasst sind, gibt es nun gute Instrumente, die uns helfen, bei dem Thema auch dauerhaft am Ball zu bleiben. Da ist unsere Kirche mittlerweile weiter als manch anderer Bereich in unserer Gesellschaft.

Dennoch bleibt das Thema schwer zu greifen und gerade viele Gemeindemitglieder sind froh, wenn sich die gewählten Gremienvertreter darum kümmern.

Wir können Kinder, Jugendliche und schutzbefohlene Erwachsene nur wirksam vor sexualisierter Gewalt schützen, wenn wirklich jeder in seinem Umfeld aufmerksam ist. Jeder, der irgendwo mit Kindern in Kontakt kommt, kann in die Situation kommen, dass er Anzeichen für einen möglichen Missbrauch entdeckt. Denn Kinder, die missbraucht werden, machen bis zu sieben Anläufe, sich zu offenbaren, bevor jemand ihr Anliegen versteht. Sie wählen ihre Bezugspersonen sehr bewusst aus, aber sie finden sie eben auch in allen möglichen Personenkreisen. Im Interesse der Kinder sollte also jeder wissen, was dann zu tun ist. Zumindest die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen beschäftigen sich mit diesen Fragen in regelmäßig wiederkehrenden Schulungen. Sinnvoll wären diese Schulungen wahrscheinlich auch für Eltern und alle anderen, die mit Kindern in Kontakt kommen.

Wo sehen Sie in der kommenden Zeit Ihre wichtigsten Themen und Arbeitsschwerpunkte?

Mein Job wird es sein, die Prävention sexualisierter Gewalt immer wieder neu zum Thema zu machen. In allen unseren Einrichtungen gibt es jetzt Schutzkonzepte. Das ist gut – aber jetzt müssen diese Schutzkonzepte auch gelebt werden. Wir müssen an diesem Thema dauerhaft dranbleiben, sonst helfen wir den Tätern. Schließlich suchen die sich immer neue, perfide Strategien und bedienen sich ständig neuer Techniken – das zeigen die gerade diskutierten Fälle aus Münster und Bergisch-Gladbach. Natürlich ist das kein angenehmes Thema. Aber wenn wir es nicht mehr zum Thema machen, machen wir die Opfer endgültig zu Opfern.

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news-18922 Tue, 30 Jun 2020 08:00:00 +0200 Dr. Daniel Beckmann verlässt Ruhrbistum https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/dr-daniel-beckmann-verlaesst-ruhrbistum Der Leiter der Hauptabteilung Finanzen und bischöfliche Immobilien setzte wichtige Impulse für die gute wirtschaftliche Entwicklung des Bistums Essen Der Leiter der Hauptabteilung Finanzen und bischöfliche Immobilien im Bischöflichen Generalvikariat Essen, Dr. Daniel Beckmann (45), verlässt nach sechs Jahren das Bistum Essen auf eigenen Wunsch, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Beckmann hatte die Leitung der Hauptabteilung nach mehrjähriger Tätigkeit in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen im Juni 2014 übernommen.

Mit Bedauern reagierte Generalvikar Klaus Pfeffer : "Mit Herrn Dr. Beckmann verlieren wir einen sehr engagierten und erfolgreichen Mitarbeiter. Während seiner sechsjährigen Tätigkeit in unserem Hause hat er wichtige Impulse für die gute wirtschaftliche Entwicklung des Ruhrbistums gesetzt.“ Für die stets ausgezeichnete und engagierte Mitarbeit sei das Bistum Essen Herrn Dr. Beckmann zu großem Dank verpflichtet, so der Generalvikar weiter. „Für die Zukunft wünschen wir ihm weiterhin viel Erfolg, persönlich alles Gute und Gottes Segen.“

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news-18921 Mon, 29 Jun 2020 12:41:52 +0200 Carsten Ossig wird Beauftragter für die Ständigen Diakone https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/carsten-ossig-wird-beauftragter-fuer-die-staendigen-diakone Domvikar Günter Gödde kümmert sich ab 1. Juli aus gesundheitlichen Gründen ausschließlich um die Krankenhausseelsorge. Ossig übernimmt das Amt zunächst kommissarisch bis Ende Oktober. Bischof Franz-Josef Overbeck hat Diakon Carsten Ossig aus dem Dezernat Kirchengemeinden kommissarisch zum Beauftragten für die Ständigen Diakone ernannt. Er folgt damit auf Domvikar Günter Gödde, der sich aus gesundheitlichen Gründen ab dem 1. Juli ausschließlich um die Krankenhausseelsorge kümmern wird. Overbeck dankt Gödde sehr für seinen engagierten Dienst in den zurückliegenden Jahren und wünscht ihm Gottes Segen für die Zukunft, insbesondere für seine Gesundheit.

Ossig wird sein Amt zunächst bis Ende Oktober mit einem begrenzten Beschäftigungsumfang neben seiner Aufgabe im Dezernat Kirchengemeinden wahrnehmen.

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news-18920 Sun, 28 Jun 2020 13:22:52 +0200 Abiturienten: Mit Gottes Segen ins Leben starten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/default-626c0084c7 Bischöfliches Mariengymnasium in Essen-Werden hat seine 108 Abiturienten am Samstag in Fünfergruppen verabschiedet – inklusive persönlicher Worte von Weihbischof Wilhelm Zimmermann. Nicht nur ihr Abiturzeugnis und eine Rose, sondern auch einen persönlichen Zuspruch von Weihbischof Wilhelm Zimmermann gab es am Samstag für die 108 Abiturienten des Bischöflichen Mariengymnasiums in Essen-Werden. Statt einer großen Feier mit Eltern, Freunden und Verwandten hatte die Schule in diesem Jahr coronabedingt eine deutlich persönlichere Verabschiedung der Schulabgänger organsiert: Immer in Fünfergruppen zogen die festlich gekleideten jungen Leute unter dem Applaus der Lehrer ins zentrale Forum der Schule. Nach einer kurzen Ansprache vor der mit ausreichend Abstand platzierten Schülergruppe überreichte Schulleiterin Christiane Schmidt jeder Schülerin und jedem Schüler das Zeugnis. Anschließend trafen die Abiturienten Weihbischof Zimmermann, der den jungen Frauen und Männern Gottes Segen mit auf ihren weiteren Lebensweg gab.

Bei aller Fröhlich- und Feierlichkeit der Verabschiedung bedeutete dieses individuelle Programm für die Schüler zumindest für Lehrer und Weihbischof eine deutlich andere Anstrengung als eine gemeinsame Verabschiedung für alle: Während die ersten Abiturienten um 9 Uhr begrüßt wurden, zogen die letzten erst am Nachmittag über den roten Teppich in das Schul-Forum ein.

Schulkonzert als Youtube-Video

Mit einer weiteren kreativen Aktion angesichts der Corona-Pandemie hat das Mariengymnasium seine Schulgemeinde in die Sommerferien verabschiedet: Weil auch das traditionelle Schulkonzert entfallen musste, hatten die Schüler Jonas Storch, Moricz Hübinger und Jonas Fußangel die Idee, alle geplanten Programmpunkte aufzunehmen und so das Konzert zu einem Film zusammenzuschneiden. Mit einem beeindruckenden Engagement der drei Schüler und vielen Beiträgen von Mitschülern und Lehrern ist so ein unterhaltsames Video mit einem bunten musikalischen Repertoire entstanden. (tr)

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news-18919 Fri, 26 Jun 2020 15:42:17 +0200 Bistums-Wallfahrt nach Umbrien auf 2021 verschoben https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistums-wallfahrt-nach-umbrien-auf-2021-verschoben Wallfahrt auf den Spuren des Heiligen Franziskus in Italien soll im Oktober 2021 stattfinden. Die Wallfahrt des Bistums Essen nach Umbrien wird aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Krise in den Oktober 2021 verschoben.

Vom 09./10. bis 16./17. Oktober 2021 geht es für die Pilger dann nach Assisi oder Rom, von wo aus die Pilger eine Woche lang die Heimat und die Wirkungsstätten des Heiligen Franziskus in der italienischen Region Umbrien erkunden.

„Die Corona-Krise stellt uns alle, jeden Einzelnen und die Gesellschaft, vor große Herausforderungen. Der Wunsch nach Normalität auf der einen und die Angst vor einer Erkrankung auf der anderen Seite erfordern ein stetiges Abwägen unseres Verhaltens und unserer Entscheidungen“, begründet das Katholische Ferienwerk Oberhausen, das die Wallfahrt gemeinsam mit dem Bistum und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Essen organisiert, seine Entscheidung.

Weitere Informationen über das Katholische Ferienwerk Oberhausen unter Telefon: 0208/99423-72 und -78, E-Mail: info@wallfahrt2020.de sowie online.

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news-18918 Fri, 26 Jun 2020 13:15:32 +0200 Die Corona-Krise im Schulalltag: Schulseelsorger ziehen Bilanz https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/die-corona-krise-im-schulalltag-schulseelsorger-ziehen-bilanz Die Corona-Krise hat den Schulalltag so verändert, wie es Schüler, Lehrer und Eltern wohl zuvor nie erlebt haben. Auch an den Schulen im Bistum Essen mussten plötzlich alle flexibel sein, mit ungewohnten Problemen umgehen. Als Krisenmanager mittendrin: Die Schulseelsorger. Schulen waren plötzlich komplett geschlossen, der Unterricht abgesagt. Schüler, Lehrer und Eltern mussten sich komplett neu orientieren – in einer Situation, die wohl keiner zuvor so erlebt hat. Die Corona-Krise hat die Schulen im Bistum Essen vor einige Herausforderungen gestellt, die nicht zuletzt mit Hilfe der Schulseelsorger gestemmt werden konnten. Kurz vor den Sommerferien blicken sie nun zurück: Auf Monate voller neuer Probleme, Erkenntnisse und Zukunftschancen.

Mal eben auf dem Flur mit den Kollegen sprechen, auf kurzem Wege Dinge organisieren: Das fiel auch für Schulseelsorger Maximilian Strozyk ganz plötzlich weg. „Es war ganz anders als sonst, wir mussten uns erstmal auf die neue Situation einrichten“, erzählt Strozyk, der seit einem Jahr im Seelsorgerteam des Essener Schulzentrums am Stoppenberg im Einsatz ist. Gemeinsam sind sie dann schnell kreativ geworden, um den Kontakt zu Schülern, Eltern und Lehrern vor allem in dieser Krisenzeit zu erhalten. „Wir haben Gottesdienste online für alle gefeiert, anstatt wie gewohnt für einzelne Jahrgangsstufen, haben wöchentliche Videoimpulse verschickt.“

Die Zeit ist reif, auch mal die eigene Seele zu pflegen

Seit fast sechs Jahren ist Gregor Lauenburger Schulseelsorger am Essener Mariengymnasium in Werden. „Ich war sehr froh, weiter zur Schule gehen zu dürfen, auch um eine Tagestruktur zu wahren. Das war ja von Anfang an bei vielen Menschen ein spürbares Problem“, berichtet Lauenburger von den ersten Wochen der Corona-Krise. „Auch wenn ich weniger direkt in der Schule gearbeitet habe, hatte ich nicht weniger zu tun. Aber meine Aufgaben haben sich sehr gewandelt.“ Viele persönliche Gespräche führte er per Telefon oder per Mail, nicht wie gewohnt vor Ort. Auch seine Doppelrolle als Vater zweier Schulkinder am Mariengymnasium und Seelsorger habe es ihm nicht immer leicht gemacht. „Ich war noch näher dran an den Problemen, es war aber auch anspruchsvoll, nicht Partei zu ergreifen und mäßigend auf Eltern einzuwirken, die in dieser Krisensituation etwa zu viel Druck auf ihre Kinder ausüben.“ Erlebt habe er in dieser Zeit viele Extreme zwischen Lob und Kritik.  

„Es waren nicht weniger Gespräche, dafür tiefergehende“, sagt Lauenburger. „Ich wurde auch in der Schule mehr von Leuten gebraucht, die sonst nicht so auf mich zukommen. Da sind wir auf Probleme gestoßen, die im sonstigen Schulalltag einfach untergehen.“ Die Arbeit in dieser Krisenzeit habe ihm aber auch nochmal deutlich gezeigt: Die Probleme der Anderen muss auch er irgendwann wieder loswerden. „Natürlich nehme auch ich viel in Gedanken mit nach Hause, muss das für mich verarbeiten“, sagt er. Dabei hätten ihm kurze Gespräche mit den Kollegen schon sehr geholfen. Trotzdem geht er sowieso regelmäßig zum Beispiel in Exerzitien. Die Corona-Zeit macht ihm klar: Die Zeit ist mal wieder reif, die eigene Seele zu pflegen.

„Die Krise bringt auch positive Ideen hervor“

Doch nicht nur die persönliche Seelsorge stand für Strozyk und Lauenburger in diesem besonderen Schulhalbjahr im Fokus, auch die Struktur des Schulalltags mussten sie ganz neu denken. Vor allem die Abschiedsfeiern für die Abiturienten oder Zehntklässler haben für beide Schulen kreative Ideen hervorgebracht, die sich für die Schulseelsorger als echte Chance für die Zukunft erwiesen haben. „Wir haben uns entschieden, die Abschiede nicht in der Stufe, sondern in einzelnen Klassen zu machen, in insgesamt sechs Feiern. Das war viel persönlicher, eine gute Erfahrung, die wir eventuell beibehalten wollen“, erzählt Strozyk. Auch am Mariengymnasium muss die gewohnte Eucharistiefeier für die Abiturienten ausfallen. Gemeinsam mit Weihbischof Wilhelm Zimmermann hat sich Schulseelsorger Lauenburger aber ein Konzept überlegt, dass er in Teilen auch für zukunftsfähig hält: Zum Beispiel persönliche Worte für Kleingruppen oder als Grußkarten, passend zum Abimotto der Schüler. „Die Krise bringt auch positive Ideen hervor“, zieht Lauenburger Bilanz.

Für Stefan Nieber war das Schuljahr mitten in der Corona-Krise das erste als Schulseelsorger am Duisburger Hildegardis-Gymnasium. „Die Anforderungen und Sorgen der Schüler, Lehrer und Eltern waren ganz unterschiedlich. Ich habe mich um private und schulische Sorgen gekümmert, manche haben aber auch einfach jemanden zum Quatschen gesucht, weil sie weniger soziale Kontakte hatten“, erzählt er. Auch das Gemeinschaftsgefühl der Schule wach zu halten, ist Nieber wichtig. Per Videokonferenz gab es etwa die wöchentliche „Tea Time mit Hildegard“, bei der sich alle austauschen konnten, über alle Klassenstufen hinweg. Impulse verschickte das Seelsorgeteam digital, kurze Videos, Lieder oder Werbespots per YouTube stellten aktuellen Entwicklungen und Fragen zur Krise in den Mittelpunkt.

„Da sind Spontaneität und Reaktionsvermögen gefragt“

Für die drei Schulseelsorger beginnen nach anstrengenden Wochen jetzt die Ferien - sechs Wochen, die zumindest örtlich erst einmal wieder wegführen vom Schulalltag in Krisenzeiten. „Ich freue mich auf die Auszeit, habe aber auch in den Ferien viel zu tun, muss mehr planen als sonst“, sagt Lauenburger. Ob und wie die Pläne im neuen Schuljahr umgesetzt werden können, weiß momentan wohl niemand. „Das ist ein Fahren auf Sicht“, sagt Strozyk. Stefan Nieber ist überzeugt: „Auch wenn in der Politik von Normalisierung die Rede ist, werden wir sehr wahrscheinlich noch weit weg davon sein. Da sind weiterhin Spontaneität und Reaktionsvermögen gefragt.“

Trotz aller Unsicherheit: Die Schulseelsorger im Bistum Essen sind zuversichtlich und freuen sich auf das neue Schuljahr. „Ich bin optimistisch, weiß aber, dass wir vorsichtig bleiben müssen, damit uns das Virus nicht noch einmal mit dieser Wucht erwischt“, sagt Gregor Lauenburger. Für ihn gilt nun vor allem: Flexibel und besonnen bleiben. Auch Stefan Nieber geht mit gemischten Gefühlen in die Ferien. „Ich bin erleichtert, dass das Schuljahr beendet ist, gleichzeitig herrscht aber große Ungewissheit, was nach den Ferien kommt und wie sich die Situation bis dahin entwickelt. Jetzt ist man ein wenig weiter weg von allen.“ Trotzdem will er auch in den Ferien den Kontakt zu Schülern, Eltern und Kollegen halten. „Ich gehe mit dem Gefühl der Hoffnung in die Ferien, dass sich danach alles etwas normalisiert, wir auch Gottesdienst wieder gemeinsam vor Ort feiern können. Stimmungen und Emotionen im Raum nimmt man schon ganz anders wahr“, ist Maximilian Strozyk überzeugt. „Und ich hoffe, dass es die doch recht anstrengende Einbahnstraßenregelung nicht mehr gibt und ich mich nicht mehr dauernd im Schulgebäude verlaufe“, ergänzt er und lacht.

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news-18917 Fri, 26 Jun 2020 11:56:27 +0200 Bistum zählte 2019 deutlich mehr Kirchenaustritte https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-zaehlte-2019-deutlich-mehr-kirchenaustritte Mitgliederzahl sinkt durch 7216 Austritte und demografische Effekte auf knapp 740.000. Generalvikar Klaus Pfeffer: „Wir rücken zusammen“. Angesichts stark gestiegener Austrittszahlen und nach wie vor deutlich mehr Verstorbenen als Getauften ist die Zahl der Katholiken im Bistum Essen im vergangenen Jahr um 15.811 auf knapp 740.000 zurückgegangen. Dies geht aus der Jahresstatistik hervor, die das Ruhrbistum am Freitag zusammen mit allen deutschen Diözesen und der Deutschen Bischofskonferenz sowie den Evangelischen Landeskirchen und der Evangelischen Kirche in Deutschland veröffentlicht hat.

Diskussion über Umgang der Kirche mit Missbrauchsfällen

Vor allem in der anhaltenden Diskussion über den Umgang der Kirche mit Missbrauchsfällen sieht der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer einen Grund dafür, dass 2019 im Ruhrbistum 7216 Katholiken (nach 5526 in 2018) aus der Kirche ausgetreten sind. „Es ist bitter zu sehen, dass es uns nicht hinreichend gelingt, die Aufarbeitung der unsäglichen Missbrauchstaten so entschieden und überzeugend voranzutreiben, um verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen“, sagt Pfeffer. Gleichwohl werde der Weg der transparenten Aufklärung und der Präventionsarbeit fortgesetzt, betonte er. „Nur so haben wir überhaupt eine Chance, wieder glaubwürdig zu werden.“

Der relative Anteil der Ausgetretenen an der Gesamtzahl der Katholiken war 2019 mit 0,98 Prozent so hoch wie nie zuvor in der Geschichte des Bistums Essen. Absolut wurde der Wert nur durch 7551 Austritte im Jahr 2014 übertroffen, als der Skandal um den damaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van-Elst viele Menschen bewegte.

„Christsein muss für die Menschen relevant sein“

Aktuell sieht Pfeffer jedoch nicht nur im Missbrauchsskandal einen wichtigen Grund für Kirchenaustritte: „Das, was wir den Menschen von unserem Glauben erzählen und vorleben, muss mit dem konkreten Leben der Leute zu tun haben“, sagt Pfeffer, „Christsein muss für die Menschen relevant sein“. Gerade in den zurückliegenden Wochen der Corona-Krise hätte manche Gemeinde „sehr wach auf die Sorgen und Nöte der Menschen in ihrer Nachbarschaft geschaut und mit tollen Aktionen reagiert, sei es mit attraktiven Online-Gottesdiensten, einem offenen Ohr am Telefon oder tatkräftiger Hilfe beim Einkaufen“, hebt Pfeffer hervor. Angesichts einer solchen Krise, die alle menschlichen Pläne plötzlich in Frage stellt, zeige sich die Bedeutung eines religiösen Fundaments, das inneren Halt in unsicheren Zeiten geben könne, so der Generalvikar. „Christlicher Glaube schenkt Zuversicht, Kraft und Besonnenheit, die wir in Corona-Zeiten dringend brauchen!“

Pfeffer sieht mit großer Sorge, dass vor allem junge Erwachsene aus der Kirche austreten: „Wir müssen den Dialog mit jungen Menschen suchen – und ihnen zuhören, damit wir verstehen, was bei uns anders werden sollte.“

„Niemand ist mehr ,automatisch‘ katholisch“

Seit der Gründung des Ruhrbistums vor mehr als 60 Jahren hat sich die Mitgliederzahl um die Hälfte reduziert. „Wir rücken zusammen“, beschreibt Pfeffer deshalb das Gefühl im Ruhrbistum. Dies biete aber auch Chancen auf lebendigere Gemeinschaften, „weil sich Katholiken heute aktiv und aus innerster Überzeugung für ihren Glauben entscheiden und niemand mehr ,automatisch‘ katholisch“ sei.

Gleichwohl verstärkt der Mitgliederschwund die schwierige finanzielle Situation des kaum mit Rücklagen gesegneten Ruhrbistums. Neben den Austritten vieler erwerbstätiger – und damit Kirchensteuer zahlender – Katholiken und dem beginnenden Ruhestand der „Babyboomer“-Generation stellt sich das Bistum angesichts der coronabedingten Wirtschaftskrise aktuell auf weitere finanzielle Schwierigkeiten ein. Pfeffer erwartet: „Unser ständiges Ringen um die Frage, welche Aufgaben und Projekte für uns als Kirche wirklich wichtig sind, wird in den kommenden Jahren nicht weniger werden.“

57.600 Menschen besuchen am Wochenende einen Gottesdienst

Trotz sinkender Mitgliederzahlen ist die katholische Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne nach wie vor eine relevante Größe: In den Städten des Ruhrgebiets ist jeweils ein gutes Viertel bis ein Drittel der Menschen katholisch, in Bottrop sind es sogar gut 40 und in der traditionellen Diaspora-Region des Märkischen Sauerlands gut 20 Prozent. An einem durchschnittlichen Wochenende besuchen gut 57.600 Katholiken (7,8 Prozent der Kirchenmitglieder) einen der 472 Gottesdienste. Der Rückgang um rund 1000 Messbesucher binnen Jahresfrist entspricht in etwa der gesunkenen Zahl der Kirchenmitglieder. Zudem wurden im Schnitt pro Wochenende 17 Gottesdienste weniger gefeiert als im Vorjahr.

Starke Rückgänge bei Trauungen und Bestattungen

Die Zahl der Taufen ist 2019 konstant geblieben – ein Rückgang in der Statistik ergibt sich durch eine Umstellung bei der auch außerhalb des Ruhrbistums aktiven chaldäischen Gemeinde. Bei Erstkommunion- und Firm-Feiern registrierten die 42 Pfarreien im Ruhrbistum einen leichten Rückgang auf 4625 Kommunionkinder (-42) und 2518 Firmanden (-75). Deutlich stärker fiel – nach mehreren Anstiegen in den vergangenen Jahren – der Rückgang bei den Trauungen aus: Mit 986 Paaren traten rund 200 Paare weniger vor den Traualtar als im Vorjahr. Bei den katholischen Bestattungen setzt sich der Negativtrend der vergangenen Jahre fort: Nach 8776 Bestattungen im Vorjahr gab es im Ruhrbistum im vergangenen Jahr nur 8140. Ein Wert, der vor allem eine Veränderung in der Trauerkultur in den Kirchengemeinden beschreibt. Für die Mitgliederstatistik des Bistums relevanter ist die Schätzung, dass im vergangenen Jahr bistumsweit rund 12.100 Katholiken verstorben sind.

Auführliche Jahresstatistik online abrufbar

Die ausführliche Jahresstatistik mit Zahlen zu jeder Pfarrei ist auf der Homepage des Bistums im Bereich "Geschichte und Zahlen" abrufbar.

Übersichtsgrafiken zu ausgewählten Zahlen jedes Stadt- und Kreisdekanats im Bistum Essen gibt es hier:

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news-18916 Thu, 25 Jun 2020 13:28:24 +0200 Bischof Overbeck spricht auf WDR5: „Jesus und die Alltagslasten“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-overbeck-spricht-auf-wdr5-jesus-und-die-alltagslasten Am Sonntag, 5. Juli, spricht Bischof Franz-Josef Overbeck das Geistliche Wort auf WDR5. Er verweist auf die Ferienzeit als Chance zur Erholung von der Krise. Zum Thema „Befreit! Jesus und die Alltagslasten“ spricht Bischof Franz-Josef Overbeck am Sonntag, 5. Juli, um 8.40 Uhr auf WDR5 das Geistliche Wort.

Overbeck richtet sich mit Gedanken über die Sommerferien an die Zuhörer. Nach Monaten der Corona-Krise mit ihren vielen Einschränkungen stecke diese Zeit voller Erwartungen, Hoffnungen und Verheißungen, sagt er. Er empfiehlt die Ferienzeit als Chance, Ruhe zu finden, ein Stück Freiheit zu genießen und Alltagslasten abzulegen – so wie dies auch Jesus im Vertrauen auf Gott gelungen sei. Es sei eine Freiheit, die man als Gefühl, Erfahrung und Erkenntnis auch nach dieser freien Zeit aufrechterhalten sollte.

WDR5 ist im Bereich des Ruhrbistums auf den Frequenzen 88,8 (Ruhrgebiet) und 90,3 Mhz (Märkischer Kreis) zu empfangen sowie über den Livestream auf www.wdr5.de. Weitere Informationen und die Sendetexte zum Nachlesen- und hören gibt es im Internet unter www.kirche-im-wdr.de.

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news-18915 Thu, 25 Jun 2020 11:30:00 +0200 „SinnSucherSalon“ spricht über Himmel, Glaube und Raumfahrt https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/sinnsuchersalon-spricht-ueber-himmel-glaube-und-raumfahrt Cityseelsorger Bernd Wolharn lädt zum nächsten kulinarischen Gesprächsabend ins Essener Restaurant Church. Am Donnerstag, 2. Juli, sind Pfarrerin Hanna Jacobs („Raumschiff.Ruhr“) und Raumfahrt-Ingenieur Peter Schneider zu Gast. In unendliche Weiten bricht am Donnerstag, 2 Juli, der nächste „SinnSucherSalon“ von Cityseelsorger Bernd Wolharn auf. Zum kulinarischen Gespräch im Restaurant Church, III. Hagen39, begrüßt Wolharn ab 19 Uhr zum einen die evangelische Pfarrerin Hanna Jacobs, die mit dem „Raumschiff.Ruhr“ in der Marktkirche einen innovativen Glaubens-Ort für junge Erwachsene betreibt. Zum anderen spricht Wolharn mit Raumfahrt-Ingenieur Peter Schneider, der für die OHB System AG in Bremen arbeitet, einem der erfolgreichsten europäischen Raumfahrtunternehmen.

Zwischen den Gesprächen serviert das Team des Church ein vegetarisches Drei-Gänge-Menu. Zudem möchte Wolharn nicht nur mit den beiden Gästen auf dem Podium, sondern auch allen anderen Besuchern ins Gespräch kommen.

Der „SinnSucherSalon“ ist eine gemeinsame Veranstaltung von „grüßgott“, der Citypastoral am Essener Dom, und der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung. Der Eintritt – inklusive Menu – kostet 15 Euro. Anmeldung und Rückfragen bei Werner Damm (KEFB), Tel.: 0201/8132-227 oder E-Mail, oder bei Bernd Wolharn.

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news-18914 Wed, 24 Jun 2020 17:31:30 +0200 Ruhrbistum bedauert endgültiges Aus für Krankenhausneubau im Essener Norden https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/default-030e30632c Generalvikar in Sorge um die Arbeitsplätze im Marienhospital und im St.-Vincenz-Krankenhaus. Kirchenvorstand von St. Johann Baptist will Rücknahme-Option für Pfarrkirche, Pfarrzentrum und Pfarrhaus ziehen. Das Bistum Essen nimmt mit großem Bedauern die Entscheidung des Krankenhausträgers Contilia zur Kenntnis, auf den Neubau des Krankenhauses in Essen-Altenessen endgültig zu verzichten. „Das ist ein schwerer Schlag für Altenessen und löst zu Recht große Enttäuschungen bei vielen Menschen aus“, erklärte Generalvikar Klaus Pfeffer am Mittwochabend, 24. Juni, in Essen. Über einen sehr langen Zeitraum hätten sich die ehrenamtlichen Gremienmitglieder und viele andere Menschen in der Kirchengemeinde St. Johann Baptist mit der Contilia für das Krankenhausprojekt engagiert, so der Generalvikar. Zugleich sei dieser Weg mit intensiven Auseinandersetzungen und schweren Konflikten verbunden gewesen, weil das Kirchengebäude für das Projekt weichen sollte. Pfeffer: „Das Bistum Essen hat diesen Weg intensiv begleitet, den Kirchenvorstand unterstützt und auch versucht, in den Konflikten zu vermitteln. Es ist nicht zu leugnen, dass der gescheiterte Krankenhaus-Neubau Wunden geschlagen hat und viele Verlierer zurücklässt.“

Contilia hatte am Mittwoch, 24. Juni, nach einer Aufsichtsratssitzung mitgeteilt, die Katholische Kliniken Essen (KKE) GmbH mit den Häusern Philippusstift in Borbeck, St. Vincenz in Stoppenberg, Marienhospital in Altenessen und Haus Berge in Bergeborbeck nicht wie geplant an einen neuen Träger zu verkaufen. Stattdessen will Contilia das Philippusstift zusammen mit dem Haus Berge stärken und die beiden anderen Häuser schließen.

Angesichts der angekündigten Schließung des Marienhospitals und des St.-Vincenz-Krankenhauses „sind meine Gedanken insbesondere bei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesen beiden Häusern“, so Generalvikar Pfeffer weiter. „Viele von ihnen haben seit vielen Jahren den christlichen Geist in diesen traditionsreichen Kliniken geprägt.“ Nun hoffe er, dass nicht nur Ärzte und Pflegekräfte, sondern auch die Beschäftigen in der Haustechnik, dem Service und der Verwaltung neue Arbeitsplätze finden.

Bei aller Traurigkeit über die Schließung der beiden Häuser freue er sich aber auch über die Bereitschaft des Universitäts-Klinikums, sich künftig in Altenessen zu engagieren. Pfeffer: „Es ist ein starkes Zeichen, dass sich ein öffentlicher Träger dort engagiert, mit dem das Ruhrbistum bereits gut zusammen arbeitet.“ Das Uni-Klinikum habe in Essen-Werden mit der Übernahme des St.-Joseph-Krankenhauses gezeigt, dass es ein christlich geprägtes Haus weiterführen könne und die dort gelebten Werte weiter lebendig zu erhalten versuche.

Kirchenvorstand will Rücknahme-Option für die Kirche ziehen

Angesichts der Contilia-Entscheidung beabsichtigt der Kirchenvorstand, die im Kaufvertrag mit der Contilia-Tochter KKE vereinbarte Rücknahme-Option für die Grundstücke mit der Pfarrkirche St. Johann Baptist, dem angebauten Pfarrzentrum und dem Pfarrhaus zu ziehen. Einen förmlichen Beschluss hierzu will der Kirchenvorstand bereits am Donnerstagabend fassen. Die Gebäude können dann weiterhin für die Gemeindearbeit genutzt werden.

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news-18913 Mon, 22 Jun 2020 15:02:57 +0200 Buntes Wimmelbuch porträtiert die Kirche im Bistum Essen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/buntes-wimmelbuch-portraetiert-die-kirche-im-bistum-essen „Unterwegs im Ruhrgebiet – das große Wimmelbuch der Ruhrkultur“ widmet der Kirche im Revier eine Doppelseite und lädt mit vielen bunten Szenen dazu ein, die Vielfalt der Kirche im Ruhrbistum zu entdecken. Das Pferd von St. Martin trinkt aus dem Bistumsbrunnen am Essener Dom, die Pfadfinder haben ihr Lager auf dem Kirchplatz aufgeschlagen und im Hintergrund zieht eine fröhliche Prozession auf die Kreuzweg-Halde Haniel in Bottrop. Dutzende Figuren, Szenen und Gebäude sind auf dem doppelseitigen Bild zu entdecken, das jetzt als Teil des Wimmelbuchs „Unterwegs im Ruhrgebiet“ erschienen ist. Herausgeberin Melanie Kemmner und Illustrator Jesse Krauß haben darin ein dichtes, lustiges und nicht nur für kindliche Spürnasen spannendes Bild der Kirche zwischen Rhein, Ruhr und Lenne geschaffen, das an allen Ecken zum Hingucken einlädt. Zu entdecken gibt es zum Beispiel die Goldene Madonna, die als Bistumspatronin ein wenig über den Dingen zu schweben scheint, während etwas weiter drei Sternsinger als Heilige drei Könige durchs Land ziehen. Dichtes Gedränge – das Buch ist vor der Corona-Pandemie entstanden – herrscht auf dem Gemeindefest, und natürlich dürfen das Bistumsmagazin „Bene“ und ein Hinweis auf den Pilgerweg im Bistum Essen ebenso wenig fehlen, wie Hinweise auf die enge Verbundenheit der Region mit der Bergbaugeschichte, zum Beispiel beim „Caritasstift St. Barbara“.

„So wie im Ruhrgebiet sieht die Welt sonst nirgendwo aus“, wirbt der Klartext-Verlag für „Unterwegs im Ruhrgebiet“. Und was für die Landschaften und Städte im Revier gilt, für das Ruhr-Museum, Zechengebäude, Stadterneuerung, die Kultur mit „Extraschicht“, Tanz und Gesang oder das Radfahren auf alten Bahntrassen, gilt für die vielfältige katholische Kirche im Ruhrbistum erst recht.

„Unterwegs im Ruhrgebiet – das große Wimmelbuch der Ruhrkultur“ ist das erste Buch der neuen Reihe „Klartext Junior“ (ISBN 978-3-8375-2277-8). Auf 22 Seiten im Pappband umfasst es viele bunte Illustrationen und kurze Texte. Für 16,95 Euro ist es ab sofort in jeder Buchhandlung erhältlich. Auf der Internetseite https://wimmelbuch.ruhr/ können sich Nutzer zudem einzelne Seiten des Wimmelbuchs online anschauen.

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news-18912 Mon, 22 Jun 2020 11:17:12 +0200 Bischof diskutiert mit jungen Leuten über die Zukunft der Kirche https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/digital-synodal Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) lädt am 2. Juli zur Videokonferenz „Digital Synodal“ mit Bischof Franz-Josef Overbeck und Claudia Lücking-Michel. Thema: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“ Junge Leute können am Donnerstag, 2. Juli, ab 19 Uhr mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck über die Zukunft der katholischen Kirche diskutieren. Gemeinsam mit Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZDK), ist Overbeck an diesem Abend zu Gast beim Onlineforum „Digital Synodal – Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Videokonferenz-Reihe des BDKJ

In der Reihe „Digital Synodal“ ermöglicht der BDKJ den Teilnehmern sich per Videokonferenz in den Synodalen Weg, den aktuellen Reformdialog der katholischen Kirche in Deutschland, einzubringen. „Wir sehen ein riesiges Interesse auch bei jungen Menschen an dem aktuellen Reformprozess der katholischen Kirche“, sagt die aus Gelsenkirchen stammende BDKJ-Bundesvorsitzende Katharina Norpoth, die zusammen mit Overbeck, Lücking-Michel und 227 weiteren Katholiken aus ganz Deutschland und allen Bereichen der Kirche Mitglied in der Synodalversammlung ist. Das oberste Organ des Synodalen Wegs hat Ende Januar erstmals in Frankfurt getagt.

Der Diskussionsabend mit Overbeck und Lücking-Michel ist der letzte von vier „Digital Synodal“-Abenden, die sich thematisch an den vier Schwerpunktthemen des Synodalen Wegs orientiert haben:

  • Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft
  • Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche
  • Priesterliche Existenz heute
  • Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag

Overbeck und Lücking-Michel leiten das Synodalforum „Macht und Gewaltenteilung“. Beim „Digital Synodal“-Abend am 2. Juli werden zudem weitere Mitglieder des Synodalforums dabei sein und per Videokonferenz einen Einblick in den aktuellen Diskussionsstand geben.

Nach einer kurzen Einführung und einem Interview können sich die Diskussionsteilnehmer in digitalen Kleingruppen austauschen und festlegen, welche Themen und Thesen im Anschluss mit dem Bischof und der ZDK-Vertreterin diskutiert werden sollen. Dabei verspricht der BDKJ: „Alle Anliegen werden die beiden Vorsitzenden über ein Beteiligungstool erreichen.“

Wer an diesem Abend dabei sein möchte, muss sich bis 1. Juli mit einer E-Mail mit dem Betreff „Macht“ an mpickhardt@bdkj.de kostenlos anmelden. In der Antwort gibt es dann die Zugangsinformationen zur Videokonferenz.

5 Regionalkonferenzen - Synodaler Weg legt im September Zwischenschritt ein

Der Synodale Weg selbst legt nach den Sommerferien angesichts der Corona-Pandemie einen Zwischenschritt ein: Das Präsidium hat die eigentlich für das erste September-Wochenende geplante 2. Synodalversammlung auf Februar 2021 verschoben und lädt nun am Samstag, 4. September, zu fünf Regionalkonferenzen ein. Unter dem Motto „Fünf Orte – ein Weg“ soll es dann auch darum gehen, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Kirche hat – und was dies für die weitere inhaltliche Arbeit des Synodalen Wegs bedeutet. Die Mitglieder der Synodalversammlung aus dem Bistum Essen treffen sich gemeinsam mit den Vertretern der vier anderen (Erz-) Bistümer in Nordrhein-Westfalen in Dortmund.

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news-18911 Sun, 21 Jun 2020 10:06:31 +0200 Bistum überträgt erstes Lunchkonzert live bei Facebook https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-uebertraegt-erstes-lunchkonzert-live-bei-facebook Konzertreihe im Kreuzgang des Essener Doms startet am Montag, 22. Juni, um 12 Uhr mit einem Mozart-Divertimento, das drei Streicher der Orchesterakademie der Essener Philharmoniker präsentieren. Wenn drei junge Musiker der Orchesterakademie der Essener Philharmoniker am Montag, 22. Juni, um 12 Uhr mit ihrem Mozart-Divertimento die Reihe der Lunchkonzerte am Essener Dom eröffnen, können Zuhörer das sommerliche Konzert nicht nur live vor Ort im Kreuzgang verfolgen. Parallel überträgt das Bistum Essen den Auftritt des Streichensembles auch auf seiner – anmeldefreien – Facebook-Seite unter facebook.de/bistumessen. Spielen werden Marina Kosaka (Violine), Nestor Álvarez-González (Viola) und Cécile Beutler (Violoncello).

Das Konzert dauert rund 30 Minuten und ist der Auftakt einer einwöchigen Reihe mit sommerlichen Mittagskonzerten herausragender Nachwuchsmusiker zu der der Essener Dom 2020 bereits zum fünften Mal einlädt. Wer den Musikern bis Samstag, 27. Juni, täglich mittags vor Ort zuhören möchte, muss jeweils rechtzeitig am Dom sein, um sich einen der coronabedingt nur 65 markierten Plätze im Kreuzgang zu sichern. Der Eintritt ist frei und nur durch den Zugang An St. Quintin möglich. Auf dem Weg zum Platz und nach dem Konzert zum Ausgang werden die Besucher gebeten, Mund und Nase mit einer Maske oder einem Tuch zu bedecken.

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news-18910 Fri, 19 Jun 2020 12:24:37 +0200 Pfarrer Wolfgang Haberla ist seit 25 Jahren in St. Josef, Essen-Frintrop https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/pfarrer-wolfgang-haberla-ist-seit-25-jahren-in-st-josef-essen-frintrop Priester feiert Silbernes Ortsjubiläum Auf 25 Jahre in der Essen-Frintroper Pfarrei St. Josef kann jetzt Pfarrer Wolfgang Haberla zurückschauen. In einem eigenen Beitrag auf der Pfarrei-Homepage blicken ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarrei auf besondere Akzente in dieser Zeit zurück.

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news-18909 Fri, 19 Jun 2020 11:37:28 +0200 Mehrwertsteuer: „Kein Grund, sich zurückzulehnen“ https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/mehrwertsteuer-kein-grund-sich-zurueckzulehnen Wegen der Corona-Pandemie haben die Pfarreien nun zwei Jahre mehr Zeit sich auf die Mehrwertsteuer-Pflicht vorzubereiten. Das entsprechende Gesetz tritt nun erst Anfang 2023 in Kraft. Jetzt gelte es, die gewonnene Zeit zu nutzen, um noch besser vorbereitet zu sein, betont Steuerreferent Björn Philipps. Wenn Kirchengemeinden Bratwürste beim Pfarrfest oder Kuchen beim Adventsbasar verkaufen, müssen sie auf diese Produkte künftig Mehrwertsteuer erheben und diese an den Staat abführen. Dies sorgt seit Monaten für einen gewissen Unmut in den Pfarreien – und für einen immensen Verwaltungsaufwand für Haupt- und Ehrenamtliche. Zumindest für die Verwaltungsleiter und Kirchenvorstände vor Ort sowie die Steuer-Fachleute im Bistum und im Dienstleistungsverbund für die Pfarreien haben Bundestag und Bundesrat nun eine kleine Erleichterung beschlossen: Angesichts der Corona-Pandemie gelten die neuen Steuerregeln nicht schon ab Januar, sondern erst ab Anfang 2023. „Das bedeutet für uns zwei Jahre mehr Zeit, um die Prozesse im Bistum und in allen 42 Kirchengemeinden optimal einzurichten und überprüfen zu können“, sagt Bistums-Steuerreferent Björn Philipps. Keinesfalls bedeute die nun gewonnene Zeit, „sich nun irgendwie zurücklehnen zu können“, betont Philipps, „dafür gibt es in allen Bereichen noch viel zu viel zu tun“.

Steueranalysen in den Pfarreien mussten coronabedingt verschoben werden

Rund 300.00 Euro investiert das Bistum, damit eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für alle Pfarreien zwischen Duisburg und dem Märkischen Sauerland individuelle Steueranalysen erstellt. Aktuell terminiert Ulrich Fischer, Chef des Dienstleistungsverbunds der Pfarrgemeinden, die Abschlussgespräche für diese Steueranalysen, die coronabedingt von März auf nach den Sommerferien verschoben werden mussten. „Diese Analysen sind die Basis dafür, dass jede Kirchengemeinde künftig alle Geschäfte steuerlich korrekt abrechnen kann“, erläutert Philipps.

Wie sehr die nun gewonnenen Zeit gerade den Kirchengemeinden hilft, macht der Steuerfachmann an einem Beispiel deutlich: „In jeder Pfarrei gibt es Kassen, die bislang meist bar geführt wurden und von denen dem Verwaltungsleiter oft nur einmal jährlich der jeweilige Kassenstand mitgeteilt wurde.“ Künftig muss – zum Beispiel bei Basaren oder Seniorencafés – jede Veränderung im Kassenbestand zeitnah gebucht werden, um gegebenenfalls auch unterjährig Steuern abzuführen. „Jetzt können wir diese Buchungswege in den Pfarreien einrichten und zwei Jahre lang ausprobieren, ohne dass jemand die Sorge haben muss, bei einem Fehler gleich belangt zu werden“, so Philipps. Dies sei gerade im Interesse der ehrenamtlichen Kirchenvorstände, die im Zweifel auch für Steuervergehen in der Kirchengemeinde hafteten.

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news-18908 Fri, 19 Jun 2020 10:37:10 +0200 Die Corona-Krise als Chance für Gemeindeangebote nutzen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/die-corona-krise-als-chance-fuer-gemeindeangebote-nutzen Eine Umfrage des Bistums in den Pfarreien zeigt: Aus der Not des „Lock Downs“ heraus sind in vielen Pfarreien spannende neue Ideen und Initiativen entstanden. Das Pastoraldezernat des Ruhrbistums versucht nun die Angebote zu identifizieren und zu fördern, die für die Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne auch nach der akuten Corona-Krise sinnvoll sind. Digitale Gottesdienste, Einkaufshilfen, neue telefonische Kontakte – in der Corona-Krise sind während des „Lock Downs“ in vielen Gemeinden des Bistums Essen zahlreiche kreative Lösungen entstanden, um mit den Menschen in Verbindung zu bleiben, Hilfsbedürftige zu unterstützen und Gebete und Gottesdienste auch unter schwierigen Bedingungen anzubieten. Mit einer Umfrage unter haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern und in Pfarrgemeinderäten hat sich das Pastoraldezernat im Bistum Essen nun einen ersten Überblick über die neu entstandenen Angebote verschafft. „So möchten wir die Ideen finden, die auch nach der Corona-Krise noch sinnvoll sind, ermitteln, wo Pfarreien unsere Unterstützung benötigen, und schauen, welche Angebote auch über Pfarreigrenzen hinaus entwickelt werden können“, sagt Theresa Kohlmeyer, Leiterin der Abteilung Glaube, Liturgie und Kultur im Bistum Essen.

Umfrage brachte gut 170 verschiedene Ideen und Initiativen

Gut 170 verschiedene Ideen und Initiativen haben die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf anonymen Fragebögen zurückgemeldet. „Einige Pfarreien waren extrem aktiv“, so Kohlmeyers erstes Fazit. Dabei beschäftige sich rund ein Viertel der beschriebenen Ideen mit dem Thema Gottesdienste. Aber auch Glaubensverkündigung, caritative und gemeinschaftsstiftende Projekte standen und stehen in den Gemeinden hoch im Kurs.

Starker Fokus auf einzelne Zielgruppen

„Insgesamt gab und gibt es eine ganz große Vielfalt an Angeboten“, so Kohlmeyer. Und egal ob Kita- oder Kommunionkinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene oder Senioren: „Es gibt kaum eine Zielgruppe in den Gemeinden, die nicht mitbedacht wurde“. Womöglich habe die Corona-Krise mit ihren speziellen Problemen – Existenznöte und besondere Belastungen in bestimmten Berufen, Homeschooling in Familien, Einsamkeit von Senioren – die besondere Konzentration der Gemeinden auf bestimmte Zielgruppen verstärkt. Vielerorts habe zudem das Osterfest „wie ein Katalysator für gute Ideen“ gewirkt, so Kohlmeyer. Ob Ostergrüße von Kindern für Altenheimbewohner, besondere Post für Kommunionkinder oder verschiedenste Gottesdienstformate in den Kar- und Ostertagen – gerade rund um das höchste Fest der Christenheit seien in den Gemeinden viele gute Ideen entstanden.

Große mediale Vielfalt

Auch die große mediale Vielfalt hat die Fachleute im Pastoraldezernat überrascht. „Das reicht von zahlreichen Telefonangeboten über Streetcards, mit denen man den Mitbürgern ein Lächeln schenken konnte, und ,Ostertüten‘ mit gedruckten Gottesdienstvorschlägen bis hin zu Jugendgruppenstunden auf einer Gaming-Plattform, Podcasts, Videos und Gottesdiensten auf den verschiedensten digitalen Kanälen“, beschreibt die Religionspädagogin. Gerade im Bereich der Gottesdienste habe die Corona-Krise – wie in vielen anderen Lebensbereichen auch – vielerorts für „die ersten digitalen Geh-Versuche“ gesorgt. Doch das wichtigste sei: „Ganz viele Pfarreien sind bei diesem Thema eingestiegen und haben sich informiert“, freut sich Kohlmeyer.

Herausforderungen im digitalen Bereich

Zugleich sieht die Abteilungsleiterin bei den digitalen Angeboten in den Bereichen Gottesdienst, Glaubensverkündigung und Seelsorge besonders große Herausforderungen für die Zukunft: „Viele Haupt- und Ehrenamtliche in den Pfarreien fragen in der Umfrage nach technischer Ausstattung und Know-how“. Zudem seien viele Angebote zwar digital gemacht, „aber nicht unbedingt digital gedacht“, so ein Tenor der Umfrage. „Wie agiere ich in welchem Medium?“, müsse die zentrale Frage sein, anstelle einfach nur eine analoge Situation auf einem digitalen Weg zu übertragen, so Kohlmeyer.

Zudem könne man gerade im digitalen Bereich fragen, „ob jeder alles machen“ müsse. Statt einer Handvoll Podcast-Angebote zum jeweiligen Sonntagsevangelium würde vielleicht auch eines genügen, das indes „gut gemacht“ sein müsse. Bei anderen Angeboten mit einem gewissen Alleinstellungsmerkmal stelle sich dagegen die Frage, ob man dies im grenzenlosen Internet nicht auch jenseits des eigenen Sprengels hinaus bekannt machen könnte – zumindest auf Bistumsebene.

Mit Blick auf die Angebote vieler Kirchengemeinden hat sich die Corona-Krise aus Sicht des Pastoraldezernats – bei allen Belastungen – schon jetzt auch als Chance für Innovationen gezeigt. Nun geht es für das Ruhrbistum darum, durch Gespräche mit Verantwortlichen vor Ort und gezielten Unterstützungen zumindest einige der entstandenen Initiativen auch in der Zeit nach der akuten Corona-Krise weiterzuführen.

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news-18907 Fri, 19 Jun 2020 10:20:12 +0200 Touristenseelsorge setzt auf digitale Urlaubsgottesdienste, Pub-Quiz und Spätschoppen https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/digitale-urlaubsgottesdienste-pub-quiz-und-spaetschoppen Die Touristenseelsorge des Bistums Essen setzt in diesem Sommer ausschließlich auf digitale Angebote. Nach der coronabedingten Absage der Wohnwagenpräsenz auf Texel gibt es ab dem 28. Juni acht Wochen lang Gottesdienste, Gebete, Unterhaltung und Vernetzung in elektronischer Form. Mit einem breiten und bunten digitalen Programm möchte die Touristenseelsorge des Bistums Essen in diesem Sommer Urlauberinnen und Urlauber mit geistlichen Angeboten, Unterhaltung und der Möglichkeit zur Vernetzung versorgen – auch wenn sie das seit über 50 Jahren angestammte Quartier auf der Nordseeinsel Texel in diesem Sommer coronabedingt nicht beziehen wird.

Jeden Sonntag um 11 Uhr ist Gottesdienst

Vom 28. Juni bis 23. August lädt die Touristenseelsorge jeweils sonntags um 11 Uhr zum Gottesdienst – allerdings nicht wie gewohnt in der ehemaligen katholischen Kirche des wichtigsten Texel-Badeorts De Koog, sondern auf digitalem Weg. Außerdem bieten die drei Seelsorge-Teams, die sonst acht Sommerwochen lang auf Texel präsent gewesen wären, auch an den Werktagen verschiedene Angebote über die digitalen Kanäle der Touristenseelsorge: Von der geistlichen Morgenrunde über ein Pub-Quiz, einen Spätschoppen und eine Bücherlesung bis zum Gesprächsabend zum Thema Camping. Das jeweils aktuelle Programm und die digitalen Zugänge veröffentlichen die Teams rechtzeitig auf der Internetseite www.touristenseelsorge-texel.de und auf der – anmeldefreien – Facebookseite der Touristenseelsorge.

Auf digitalen Wegen "vielleicht noch einmal ganz neue Menschen miteinander in Kontakt bringen.“

„Natürlich wären wir alle in diesem Sommer viel lieber auf Texel, würden mit den Urlauberinnen und Urlaubern an unserem Wohnwagen sitzen, Bücher und Spiele verleihen, mit den Familien spielen, in den Dünen singen und in der Kirche Gottesdienste feiern“, macht Bernd Wolharn, Citysseelsorger am Essener Dom und Koordindator der Touristenseelsorge des Ruhrbistums, keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Ende Mai hatten die drei Teams aus haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern schweren Herzens die diesjährige Texel-Präsenz der Touristenseelsorge abgesagt, weil ein enges Miteinander in der Urlauberbücherei des Wohnwagens oder in der dicht an dicht gedrängten Gottesdienstgemeinde angesichts der Corona-Pandemie nicht verantwortbar gewesen wäre. Nun gibt es den Geist der Touristenseelsorge auf digitalen Wegen – „mit dem schönen Nebeneffekt, dass unsere Angebote nun auch Menschen nutzen können, die gerade nicht auf Texel sind“, betont Wolharn. „So können wir vielleicht noch einmal ganz neue Menschen miteinander in Kontakt bringen.“

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news-18906 Thu, 18 Jun 2020 14:21:34 +0200 WDR5 überträgt Radio-Gottesdienst aus Duisburg https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/wdr5-uebertraegt-radio-gottesdienst-aus-duisburg Die Messe am Sonntag, 28. Juni, um 10 Uhr in St. Elisabeth feiert Domkapitular Michael Dörnemann. Für die Musik sorgt die Band von Pop-Kantor Chris Hees. Einen Radio-Gottesdienst mit Domkapitular Michael Dörnemann und Pop-Kantor Chris Hees überträgt WDR5 am Sonntag, 28. Juni, ab 10 Uhr aus der St.-Elisabeth-Kirche in Duisburg-Duissern. Angesichts der Corona-Krise und mit Blick auf die Sommerzeit möchte Dörnemann in seiner Predigt dazu ermuntern, zuversichtlich durchs Leben zu gehen. Pop-Kantor Chris Hees und seine Band werden die Messe mit deutschen und internationalen Titeln christlicher Pop-Musik gestalten – Musik aus der „Praise & Worship“-Szene.

Wegen den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie können an dem Radio-Gottesdienst in St. Elisabeth nur die unmittelbar Mitwirkenden teilnehmen.

WDR5 ist im Bereich des Ruhrbistums auf den Frequenzen 88,8 (Ruhrgebiet) und 90,3 Mhz (Märkischer Kreis) zu empfangen sowie über den Livestream auf www.wdr5.de. Nach der Ausstrahlung kann der Gottesdienst auf der Internetseite www.kirche-im-wdr.de angehört werden. (tr)

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news-18905 Wed, 17 Jun 2020 14:48:41 +0200 Ein langer Atem für den kulturellen Strukturwandel https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/ein-langer-atem-fuer-den-kulturellen-strukturwandel Zehn Jahre nach der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 hat Bischof Franz-Josef Overbeck in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“ mit Vertretern aus Politik, Kultur und Wirtschaft über die Entwicklung der Kulturszene im Ruhrgebiet diskutiert. Bei dem von „Wolfsburg“ und Initiativkreis Ruhr veranstalteten Abend standen auch die coronabedingten Auswirkungen auf die Kultur im Fokus. Die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 hat die kulturelle Stärke des Ruhrgebiets sowohl in der Region als auch darüber hinaus ins Bewusstsein der Menschen gebracht und gezeigt, was kulturell im Revier steckt. Darüber war sich das Podium am Dienstagabend in der Katholischen Akademie, „Die Wolfsburg“, in Mülheim einig. Allerdings benötige man für einen nachhaltigen Strukturwandel einen langen Atem und dürfe nicht müde werden, Innovationen weiter voranzutreiben.

„Sexy genug für eine Kulturmetropole?“ war die Überschrift des Diskussionsabends, bei dem Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck mit dem ehe-maligen Vorsitzenden der Geschäftsführung Ruhr 2010, Oliver Scheytt, dem Parlamentarischen Staatssekretär im NRW-Kulturministerium, Klaus Kaiser (CDU), dem National-Bank-Vorstandschef und Initiativkreis Ruhr-Co-Moderator Thomas A. Lange, und mit Christian Eggert, dem Projektinitiator der Streetart-Show Urbanatix aus Bochum, über die Frage sprach, wie es zehn Jahre nach dem Mega-Event um die Kulturszene im Ruhrgebiet bestellt ist.

Scheytt: Kulturhauptstadt Ruhr 2010 hallt nach

Nach Ansicht von Kulturmanager Scheytt hat die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 im Ruhrgebiet zu einer veränderten Mentalität und Eigen- und Fremdwahrnehmung geführt. „Wir haben uns gewandelt“, sagte Scheytt in der von „Wolfsburg“-Dozent Matthias Keidel moderierten Diskussion. Die Metropole Ruhr habe ihre „Selbstwirksamkeit“ entdeckt. Als ein besonders nachhaltiges Beispiel dafür, was die Kultur-hauptstadt Ruhr 2010 bewirkt hat, führte Scheytt das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ an. Das ursprünglich in Bochum gestartete Projekt war anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 räumlich ausgeweitet worden. „Das Projekt hat die Musikschullandschaft bundesweit revolutioniert“, betonte der ehemalige Vorsitzende der Geschäftsführung Ruhr 2010.

Bischof: „Ohne Religion gibt es keine Kultur“

Bischof Overbeck attestierte sowohl der Kultur als auch der Religion lebensgestaltende Kräfte. „Ohne Religion gibt es keine Kultur. Das müssen viele Menschen wieder lernen“, sagte Overbeck. Ebenso wie das Ruhrgebiet als eine der größten Industrieregionen Europas sich weiter verändern müsse, müsse sich auch Kirche verändern. „Kirche hat immer wieder die Aufgabe, sich zu verheutigen“, sagte Overbeck. Dazu brauche es den unbedingten Willen zu Innovation und die Bereitschaft, „den Weg nach vorne zu gehen“.

Staatssekretär: Kulturlandschaft im Revier spielt in erster Liga

Kulturstaatssekretär Kaiser lobte die hohe Qualität der Kultur im Ruhrgebiet. „Die Kulturlandschaft des Ruhrgebiets spielt in der ersten Liga“, sagte Kaiser und verwies auf eine „einzigartig dichte Theaterlandschaft“. Das Ruhrgebiet habe die Chance, sein „enormes Potenzial“ weiter zu entwickeln. Dafür brauche es Umsicht und Ausdauer. „Wenn man eine Kulturregion entwickeln will, muss man mit einer Strategie darangehen“, sagte Kaiser. Die Förderung der Kultur solle ein Umfeld schaffen, in dem Kreativität entfaltet werden könne. Kultur müsse so-wohl in die Breite als auch in die Spitze gefördert werden.

Lange: Kultur muss jedem zugänglich sein

Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstandes der National-Bank und Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr, mahnte, den Zugang zu Kultur weit zu halten und nicht elitär zuzuschneiden. „Alle Kultur ist populär, denn sie kommt aus dem Volk heraus“, sagte Lange, der den Initiativkreis Ruhr seit 2016 gemeinsam mit RAG-Stiftungschef Bernd Tönjes führt. „Es gibt nur eine einheitliche Kultur in ihrer ganzen Vielfalt, eine Kultur für alle.“ Kultur und Bildung seien neben dem christlichen Menschheitsverständnis das, was die Gesellschaft zusammenhalte.

Lange warb zudem dafür, den Wandel des Ruhrgebiets als Prozess zu verstehen. Es brauche eine gewisse Zeit, bis sich Wahrnehmungen veränderten. Aber: „Wir müssen mit mehr Selbstbewusstsein voranschreiten“, sagte Lange.

Urbanatix-Chef Eggert: Aufbruchsstimmung im Revier

Urbanatix-Initiator Christian Eggert berichtete von einer „Aufbruchs-stimmung“ im Ruhrgebiet, das mehr und mehr in den Fokus von Kulturschaffenden rücke. Urbanatix in Bochum, eine Show von Streetartisten und Bewegungskünstlern, gilt als kulturelles Vorzeigeprojekt. Urbanatix sei für die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 zunächst abgelehnt worden und habe dann die Abschlussveranstaltung gebildet, erzählte Eggert. „Ich würde mir wünschen, dass es viele solche Orte gibt, wo junge Menschen sich ausprobieren können“, sagte Eggert mit Blick auf das Urbanatix-Trainingszentrum Open Space. Dort können Künstler kosten-los gemeinsam trainieren und bekommen in der Begegnung Impulse für ihre künstlerische Entwicklung.

Wie wichtig ist Kultur? Kultur ist, da waren sich die Podiumsgäste einig, unverzichtbar für unser Leben. Die Corona-Pandemie habe der Kultur-szene deutlich zugesetzt, aber auch die Bedeutung von Kultur für die Gesellschaft gezeigt. Kaiser: „Deshalb bedarf sie auch öffentlicher Unterstützung.“ Lange: „Kunst und Kultur geben uns Raum für Interpretation, Reflexion und Inspiration. Das zeichnet eine durch Vielfalt und Zusammenhalt getragene Gesellschaft aus.“ Overbeck: „Religion und Kultur sind Teil unseres sozialen Lebens, dafür müssen wir als Kirche einstehen.“ Scheytt: „Kultur ist der Lebensweise der Menschen imma-nent.“ Eggert: „Künstler sind unfassbar wertvoll für unser Leben.“

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