"Zeigen, wofür wir stehen" - Neues Caritas-Haus eingeweiht

Eingeweiht wurde jetzt durch Diözesanadministrator Weihbischof Franz Vorrath das neue Caritas-Haus in der Essener Innenstadt. Der siebengeschossige Neubau verkörpert Transparenz, Offenheit und Farbigkeit.

Offen und transparent ist es, nach innen wie nach außen, das neue Caritas-Haus zwischen Rathauspassage und Bistumsverwaltung in der Essener Innenstadt. Und der siebengeschossige Neubau findet allenthalben Anerkennung und Bewunderung. „Es war eine große Herausforderung, hier etwas Neues entstehen zu lassen“, betonte Prälat Dr. Hans-Werner Thönnes, der Ständige Vertreter des Diözesanadministrators, bei der Einweihungsfeier am Dienstag, 8. Dezember. „Mit dem Neubau wollen wir gegen den Trend ein deutliches Zeichen setzen und zeigen, wofür wir stehen“, so Thönnes. Dass man auch in Zeiten knapper Kassen etwas wagen könne, zeige dieses ohne Kirchensteuermittel erbaute Haus der Caritas. „Heutzutage ist es notwendig, etwas zu wagen angesichts der vielen Herausforderungen in unserer Gesellschaft“, machte der Prälat deutlich. Der Tag der Einweihung sei ein wenig wie Weihnachten: „Sie haben wie bei einem Geschenk etwas auszupacken, zu entdecken und sich zu erschließen“, meinte Thönnes schmunzelnd.

Als eine „ganz wichtige Investition für die Kirche im Ruhrbistum und die Stadt Essen“ bezeichnete der Essener Bürgermeister Franz-Josef Britz die Errichtung des neuen Caritas-Hauses. Das Gebäude setze in der Innenstadt einen besonderen Akzent. „Was Sie als Caritas tun, ist ein unverzichtbarer Beitrag für unsere Gesellschaft“, betonte Britz, der die Grüße und Glückwünsche der Stadt Essen überbrachte. 

Auf drei Gestaltungselemente, die den „inneren Wert“ des Caritas-Hauses zeigten, wies Architekt Wilhelm Schulte, Köln, in seinem Grußwort hin: Transparenz und Offenheit nach innen wie nach außen, das „Kippen aus der Senkrechten“ sowie die Farbigkeit als Ausdruck der „Lebendigkeit des Caritasverbandes bei den vielfältigen Aufgabenstellungen und Lösungsansätzen“. Schulte dankte dem Bistum Essen als Bauherrn und allen, die den Neubau geplant und fertig gestellt haben. „Es hat Spaß gemacht, dieses Haus der Begegnung zu errichten“, so der Architekt.

Auch der Direktor des Caritasverbandes für das Bistum Essen, Andreas Meiwes, ist hocherfreut über das neue Domizil. „Wir haben ein ansprechendes, mit architektonischer Qualität ausgestattetes Haus erhalten“, betonte Meiwes, der zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Wohlfahrtsverbänden begrüßen konnte. Sein Dank galt dem Bistum, der Stiftung Wohlfahrtspflege und allen, die an der Realisierung dieses ehrgeizigen Projektes beteiligt waren.


Bestimmung vom Glauben her

„Ein Neubau weist in die Zukunft. Dort, wo investiert wird, herrscht Aufbruchstimmung, will man etwas bewegen und voran bringen“, hatte der Diözesanadministrator des Bistums Essen, Weihbischof Franz Vorrath, zuvor im Festgottesdienst im Essener Dom betont. Das neue Caritashaus mit seiner modernen Geschäftsstelle und dem nun zentral gelegenen Fortbildungszentrum sei „rundum gelungen“ und bereichere die Essener Innenstadt auch architektonisch. Doch wenn Christen ein Haus einweihten, dann gehe es um mehr als um das Ende einer Baumaßnahme. „Es geht immer auch um den ‚inneren Bauplan‘ eines Gebäudes“, betonte Vorrath. Schließlich erhalte das neue Caritas-Haus seine „Bestimmung vom Glauben her“. Nach dem Festgottesdienst segnete der Weihbischof die Räume des neuen Hauses und auch die zahlreichen Kreuze, die dort ihren Platz finden werden.

Der siebengeschossige Neubau, der nach Plänen des Kölner Architekturbüros Schulte errichtet wurde, umfasst rund 3.600 m2 Nutzfläche. Auf drei Etagen verteilt sich das bislang in Essen-Werden beheimatete Fortbildungszentrum, in vier Etagen ist die Geschäftsstelle des „Caritasverbandes für das Bistum Essen e.V.“ untergebracht. Ein Teil der Gebäudefläche wird zukünftig als Ladenlokal genutzt und an den Einzelhandel vermietet. Der Hauptzugang befindet sich auf der Porschekanzel an der Rathauspassage. Daneben verfügt der Neubau weiterhin über einen Zugang am Porscheplatz. Rund 6,6 Millionen Euro hat die Errichtung des Caritas-Hauses gekostet, finanziert aus Erlösen von Immobilienverkäufen und über die langfristigen Mieteinnahmen des Objektes. (do)

Predigt von Weihbischof Franz Vorrath

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