Wie schön leuchtet der Morgenstern

Der Gottesdienst zu Mariä Lichtmess im Essener Dom wird musikalisch von den Domsingknaben gestaltet. Im Anschluss haben die Gläubigen Gelegenheit, den Blasiussegen zu empfangen.

Am Donnerstag, 2. Februar, feiert die Katholische Kirche das Fest der Darstellung des Herrn, im Volksmund als "Maria Lichtmess" bekannt. Der feierliche Gottesdienst mit Kerzenweihe und Lichterprozession im Essener Dom beginnt um 17.30 Uhr. Zelebrant ist Weihbischof Ludger Schepers. Musikalisch gestaltet wird das Pontifikalamt von den Essener Domsingknaben unter Leitung von Domkapellmeister Georg Sump. Michael Praetorius „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und das „Jubilate Deo“ von Orlando di Lasso stehen unter anderem auf dem Liedplan des Chores.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird der Blasiussegen (3. Februar, Festtag des heiligen Blasius) erteilt. (ga)


DAS STICHWORT: Lichtmess
(auch: Mariä Lichtmess); volkstümliche Bezeichnung für das Fest Darstellung des Herrn am 2. Februar, abgeleitet von der an diesem Tag üblichen Kerzenweihe und Lichterprozessionen. Entsprechend dem jüdischen Gesetz brachten Maria und Joseph 40 Tage nach der Geburt ihres erstgeborenen Sohnes Jesus ein Opfer im Tempel dar (vgl. Lk 2,22–24). Dort erkennt der greise Simeon in dem Kind den Messias: "ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für das Volk Israel" (Lk 2,32). Seit Anfang des 5. Jahrhunderts wurde dieses Fest am 40. Tag nach der Geburt Jesu zunächst in Jerusalem dann (Mitte des 5. Jahrhunderts) auch in Rom gefeiert. Später kamen Lichterprozessionen und Kerzenweihen hinzu, wodurch sich der Name "Lichtmess" (auch: "Mariä Lichtmess") einbürgerte. Früher endete mit diesem Fest der weihnachtliche Festkreis. Seit der Liturgiereform wird dieser Tag als Herrenfest gefeiert und heißt "Darstellung des Herrn". Die Wetterregeln an Lichtmess drücken die Vorfreude auf den Frühling aus. Bekannt ist der Spruch: "Wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit." (lou)

DAS STICHWORT: Blasiussegen

Der heilige Blasius ist einer der meist verehrten Heiligen der katholischen Kirche und einer der 14 Nothelfer. Blasius, Bischof von Sebaste in Armenien, war ein unerschütterlicher Bekenner des christlichen Glaubens. Er wurde 316 unter Kaiser Licinus nach langer Folter und furchtbaren Qualen enthauptet. Bevor er starb, rettete er, der Legende nach, in Ketten liegend durch sein Gebet einem Jungen das Leben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Auf diese Begebenheit geht seine Verehrung als Schutzheiliger bei Halskrankheiten zurück. Diese Verehrung ist im Orient bereits bis ins 6. Jahrhundert nachgewiesen, im Abendland geht seine Verehrung bis ins 9. Jahrhundert zurück. Im Blasiussegen wird Gesundheit und Heil, speziell von Halsleiden erbeten. Der Segen wird alljährlich am 3. Februar, dem Gedenktag des heiligen Blasius, erteilt. Dabei hält der segnende Priester zwei übereinander gekreuzte Kerzen. Die Segensformel lautet: "Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." oder "Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unseren Herrn." oder "Der Herr behüte dein Leben. Auf die Fürsprache des heiligen Blasius segne dich der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." Dieser Segen ist jedoch, anders als seine Legende, erst im späten 16. Jahrhundert entstanden. Blasius gilt als einer der Schutzpatrone der Ärzte. Sein Festtag ist der 3. Februar. (lou)

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