von Ludger Klingeberg

Wer glaubt, ist ein Flüchtling

Vierter Mülheimer interreligiöser Dialog in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“

Noch bis morgen beschäftigen sich Vertreter aus Judentum, Christentum und Islam in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim mit Fragen nach Flucht, Exil und Heimat in religiöser Überlieferung.

Die Flucht-Thematik ist zentraler Punkt der drei großen monotheistischen Religionen. Deshalb, so Akademiedozent und Tagungsleiter Dr. Jens Oboth, lag es nahe, in diesem Jahr angesichts der aktuellen Flüchtlingsdramatik den Verlust von Exilserfahrungen und die Suche nach einer neuen Heimat im Verständnis der drei Religionen zum zentralen Thema der Tagung zu machen.

Dr. Detlef Schneider-Stengel, Diözesanreferent für den interreligiösen Dialog im Bistum Essen, überbrachte den Tagungsteilnehmern die Grüße von Weihbischof Wilhelm Zimmermann, der als Bischofsvikar für Ökumene und interreligiösen Dialog im Bistum Essen mit zu der Veranstaltung eingeladen hatte.

In seinem Grußwort unterstrich Zimmermann die seit mehr als 40 Jahren bestehende Tradition des interreligiösen Dialogs im Bistum Essen und nannte unter anderem die Akademie des Bistums, die katholischen Bildungswerke und die Caritaseinrichtungen als Orte gelebten Dialogs verschiedener Religionen.

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation nahm der Weihbischof die Religionsgemeinschaften in die Pflicht. Die Sorge um Flüchtlinge und hilfsbedürftige Menschen sei göttlicher Grundauftrag in Judentum, Christentum und Islam. So forderte er dazu auf, Geflüchteten mit Wertschätzung zu begegnen und ihnen eine neue Heimat und einen Ort, an dem sie sich wieder wohl und sicher fühlen, zu geben.

Im weiteren Verlauf der Tagung beschäftigen sich die Teilnehmenden mit existenziellen Erfahrungen von Flucht, Exil und Heimat in den drei Religionen und hinterfragen, wie die Religionsgemeinschaften zu einem friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens in Deutschland und Europa beitragen können.

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