Weit über den eigenen Kirchturm hinaus

Desinfektionsmittel neben dem Altar, der Pfarrer beim Pferderennen und ungestörte Gebete in einem Restaurant: Vielfältig sind die Eindrücke, die Norbert Lepping derzeit in Chicago sammelt. Im Rahmen des Projektes "CrossingOver" ist er vier Wochen Teil einer amerikanischen Kirchengemeinde. Seine Erlebnisse hält er in einem Blog fest.

Der Blick, den Norbert Lepping, Verantwortlicher für Projektentwicklung und
-management im Bistum Essen, gerade auf die katholische Kirche wirft, geht weit über den heimischen Kirchturm in Bochum-Wattenscheid hinaus - gute 6800 Kilometer darüber hinaus. Lepping ist für vier Wochen im Rahmen des Austauschprojektes „CrossingOver“ zu Gast in der us-amerikanischen Gemeinde Holy-Family in Chicago. Untergebracht im Pfarrhaus, wird Lepping in den kommenden Wochen am Leben der Gemeinde teilnehmen und so einen Einblick in eine andere Seelsorge bekommen können. 

Das Ziel des Projekts ist es jedoch nicht, eine vermeintliche bessere Seelsorge zu importieren. Vielmehr geht es darum, in der Auseinandersetzung mit dem Fremden, die eigene Arbeit zu reflektieren und die Stärken und Schwächen der Seelsorge in der Heimat neu verstehen zu können. Hierbei lebt das Projekt von den persönlichen, unerwarteten und manchmal sicherlich auch kuriosen Erfahrungen, welche die Teilnehmer des Austausches während ihres Aufenthaltes in der US-Metropole im Norden der Vereinigten Staaten machen.

So wurde Lepping ein wenig ungewohnt von Pfarrer Terry in Jogginghose und Flip-Flops empfangen. Auch die Einladung des Pfarrers zum Besuch des lokalen Pferderennens sorgte für Erstaunen. Begeistert ist Lepping von dem ungezwungenen und freien Umgang der Amerikaner mit dem Gebet. „Niemand hat uns schräg von der Seite angeschaut oder mit den Fingern auf uns gezeigt“, freute sich der Interims-Amerikaner über die Erfahrungen während eines Tischgebetes in einem Restaurant.

In seinem Blog „Crossing-Over – 4 Wochen unterwegs im Namen des Herren in sweet home chicago“ gibt Lepping einen persönlichen Eindruck in sein derzeitiges Leben in einem Land, das nicht nur in seiner Nationalhymne auf  Gott vertraut. (ja)

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