von Cordula Spangenberg

Wandel auf allen Ebenen

Katholischer Akademikerverband KMF wünscht eine synodale Kirche mit Beteiligungsstrukturen für kirchliche Laien

„Ein Ort von Kirche, an dem man sich wohlfühlt, gemeinsame Zeit verbringt, sich mit aktuellen Themen auseinandersetzt und feiert“ – das sei für die Mitglieder der „Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen“ (KMF) ihr alljährlicher Kongress, zu dem in diesen Tagen in Mülheim an der Ruhr 370 Mitglieder aller Altersstufen zusammenkommen. KMF-Leiterin Dr. Claudia Lücking-Michel sieht ihren Verband als Gruppe bestens vernetzter katholischer Akademiker mit hohem Interesse an Erneuerungsprozessen in der Kirche: „Unser Ziel ist eine synodale Kirche mit wirklichen Beteiligungsstrukturen für kirchliche Laien – zum Beispiel bei Finanz- oder Personalentscheidungen.“ 

Entsprechend ist Mülheim ein passender Kongress-Standort, um sich mit Veränderungsprozessen am Beispiel einer gesamten Region auseinanderzusetzen. Das „Zukunftsbild“ des Bistums Essen verändert derzeit in hohem Maße die katholische Kirche an Rhein, Ruhr und Lenne. Vorausgegangen ist der kirchlichen Erneuerung ein Wandel des gesamten Ruhrgebietes: Als Industrieregion, in den Integrationsleistungen ihrer Bewohner in Reaktion auf den Zuzug von Spätaussiedlern, Gastarbeitern und Flüchtlingen, als Kulturregion Ruhr, Tourismusmagnet und Freizeitstätte.

Mit einer Fülle von Zukunftsfragen des Ruhrgebietes setzen sich also die aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmenden an sechs Kongresstagen in der Mülheimer Stadthalle und bei Exkursionen in die Städte der Region auseinander. Als Gesprächspartner stehen den KMF-Mitgliedern Akteure aus den Kommunen, aus Bergbau und Gewerkschaft, Tourismus und nicht zuletzt der katholischen Kirche zur Verfügung. Das Bistum Essen wird während dieses 65. KMF-Kongresses unter anderem durch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer vertreten.

Die „Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen“ ist aus dem 1919 als katholischer Jugendverband für Gymnasiasten gegründeten „Bund Neudeutschland“ hervorgegangen. Aus christlicher Motivation setzen die Mitglieder sich für Menschenwürde, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ein. Heute hat der Verband deutschlandweit noch rund 5.000 Mitglieder – wie viele andere kirchliche Verbände leidet auch er unter Mitgliederschwund. Während der Kongresswoche in Mülheim beschäftigen sich die Mitglieder deshalb auch mit dem Wandel ihrer eigenen Organisation. Als äußeres Zeichen dafür soll über eine Modernisierung des Verbandsnamens und ein neues Logo abgestimmt werden.

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