"Sprecht Wahrheit" – Zum katholisch-jüdischen Verhältnis

Um Veränderungen des katholisch-jüdischen sowie jüdisch-katholischen Verhältnisses 50 Jahre nach Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils geht es in einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 20. November 2012 im Medienforum des Bistums Essen.

Vortrag und Diskussion im Medienforum

Mit dem vor fünfzig Jahren eröffneten Zweiten Vatikanischen Konzil und seinen Beschlüssen wurde auch der Grundstein gelegt für ein neues Verhältnis zwischen der Katholischen Kirche und ihren Theologien. Fünfzig Jahre danach sind Anlass, das katholisch-jüdische wie das jüdisch-katholische Verhältnis nicht nur rückblickend zu befragen.

Mit ihrem Forschungsvorhaben und Dissertationsprojekt zum Thema "Juden und Christen im Dialog? Genese und Zukunftsperspektiven" widmet sich Ilona Dombert, Hagen,  den Formierungsprozessen im Dialog zwischen Juden und Christen. Den Schwerpunkt bilden dabei die Entwicklungen seit dem Jahr 2000. Das damals von einer Gruppe jüdischer Gelehrter veröffentlichte Dokument „Dabru emet“ (Sprecht Wahrheit) ist dabei der Ausgangspunkt. Die jüdischen Verfasser verdeutlichen, dass von christlicher Seite viel unternommen wurde, um „den unverändert gültigen Bund Gottes mit dem jüdischen Volk anzuerkennen und den Beitrag des Judentums zur Weltkultur und zum christlichen Glauben selbst zu würdigen“. Daher seien sie „davon überzeugt, dass diese Veränderungen innerjüdische Antworten, wie in den jüdisch-christlichen Beziehungen wohl bedachte jüdische Antworten verdienen“.

Ilona Dombert wird im Spannungsfeld dieser jüdischen wie christlich-jüdischen Herausforderung ihr Vorhaben am Dienstag, 20. November, 19.30 Uhr, im Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, Essen-Mitte präsentieren und zur Diskussion stellen sowie danach fragen, inwieweit „Dabru emet“ und die darauf einsetzenden Debatten auch als jüdische Folge und Reaktion auf das Konzil zu verstehen sind.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung, die in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. Essen und der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen durchgeführt wird, ist frei. Anmeldung unter Tel.: 0201/2204-274. (do)

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