Prälat Alfred Heiermann gestorben

Kurz vor Vollendung seines 85. Lebensjahres ist der ehemalige Spiritual des Bischöflichen Priesterseminars, Prälat Alfred Heiermann, am 15. Mai 2014 in Bottrop gestorben. In dieser Stadt wirkte er als Stadtjugendseelsorger, Religionsonslehrer, Berufsschulpfarrer und Subsidiar. Beigesetzt wird der Verstorbene am 23. Mai 2014 in Bottrop.



Ehemaliger Spiritual war Ratgeber und Helfer für viele Priesterkandidaten

Die Kirche im Bistum Essen trauert um Prälat Alfred Heiermann, der am 15. Mai, kurz vor Vollendung seines 85. Lebensjahres, in Bottrop gestorben ist. „Als Bischof fühle ich mich dem Verstorbenen in besonderer Weise verbunden und danke ihm für seinen Dienst im Bistum Essen“, schreibt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Totenbrief.

Die Totenvesper wird am Donnerstag, 22. Mai, 19.00 Uhr, in der Liebfrauen-Kirche in Bottrop-Eigen, An Liebfrauen 8, gebetet. Hier wird am Freitag, 23. Mai, 10.00 Uhr, der Gladbecker Ehrenstadtdechant, Prälat Karl-Heinz Berger, das Requiem für den Verstorbenen feiern. Die Beisetzung findet anschließend auf der Priestergruft des Nordfriedhofs in Bottrop statt.

Alfred Heiermann wurde am 24. Mai 1929 in Essen-Steele geboren und am 2. Juli 1959 im damals gerade neu gegründeten Bistum Essen zum Priester geweiht. Zunächst war er als Kaplan in Liebfrauen in Bottrop tätig. Ende April 1960 wurde er zum Stadtjugendseelsorger für die Stadt Bottrop ernannt. Dieses Amt hat er mit großer Leidenschaft bis 1965 ausgeübt. In seiner Zeit als Stadtjugendseelsorger hat er die Gründung der Bottroper Drogenhilfe maßgeblich mit vorangetrieben. Lange Zeit war er deren Vorsitzender und bis zuletzt Ehrenvorsitzender. Von 1965 bis 1980 war Alfred Heiermann als Religionslehrer und Berufsschulpfarrer an den Berufs- und Berufsfachschulen tätig. 1980 übernahm er das Amt des Seelsorgers in der Jugendarrestanstalt Bottrop. Daneben hat er beinahe 25 Jahre in den Bottroper Gemeinden Liebfrauen bzw. St. Paul als Subsidiar in der Gemeindeseelsorge mitgearbeitet.

Im Mai 1987 wurde ihm die verantwortungsvolle Aufgabe des Spirituals am Studienkolleg in Bochum und im Jahr 1992 des Spirituals am Priesterseminar in Essen-Werden und in der Folge am Bischöflichen Priesterseminar St. Ludgerus in Bochum anvertraut. In diesen zwei Jahrzehnten hat er eine ganze Generation von Priesterkandidaten maßgeblich geistlich ausgebildet und war ihnen durch seine authentische Priesterpersönlichkeit Vorbild und Beispiel.

Seit seiner Kaplanszeit lebte und arbeitete Alfred Heiermann in der Stadt Bottrop, in der er auch während seiner Tätigkeit als Spiritual in Essen und Bochum und nach seiner Entpflichtung immer beheimatet blieb. So war er auch über sein innerkirchliches Wirken hinaus in der Stadt Bottrop kommunalpolitisch ein engagierter und geschätzter Gesprächspartner, insbesondere in Fragen der Schulpolitik und der Jugendpflege. Den Titel Päpstlicher Ehrenkaplan erhielt er im Dezember 1992. Nach seiner Entpflichtung vom Amt des Spirituals am 7. Februar 2007 begleitete er als Altenheimseelsorger die Bewohner des Seniorenzentrums St. Hedwig in Bottrop. (do)

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