von Thomas Rünker

Pallottiner schließen Ende 2017 ihre Mülheimer Kommunität

Gemeinschaft beendet nach mehr als 60 Jahren die Seelsorge in der Christ-König-Gemeinde. Programm der ZEN-Kontemplation im Ruhrbistum bleibt erhalten.

Die katholische Gemeinschaft der Pallottiner, die sich seit mehr als 60 Jahren um die Seelsorge in der Christ-König-Gemeinde in Mülheim-Winkhausen kümmert und weitere Akzente im Bistum Essen setzt, wird das Ruhrgebiet Ende des kommenden Jahres verlassen. Das hat das Provinzkapitel der Pallottiner angekündigt. Zwar wird die Gesellschaft des katholischen Apostolates, so der offizielle Name, ihre Mülheimer Kommunität schließen – gleichzeitig werden die Pallottiner dem Ruhrbistum aber weiterhin verbunden bleiben: So wird Pallottiner-Pater Paul Rheinbay im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus auch künftig mit seinem Team das Programm „Leben aus der Mitte – ZEN-Kontemplation im Bistum Essen“ anbieten. Zudem wird Pater Franz Nguyen – trotz Umzugs in eine andere Kommunität – auch in Zukunft Ansprechpartner für die vietnamesischen Katholiken im Bistum Essen bleiben.

Die Seelsorge in der Mülheimer Christ-König-Kirche wird seit Gründung der Gemeinde 1955 von den Pallottinern übernehmen. Foto: Achim Pohl | Bistum Essen

Noch vor der Gründung des Ruhrbistums hat die Gemeinschaft der Pallottiner 1955 die Seelsorge der damals neu entstandenen Pfarrei Christ-König an der Mülheimer Stadtgrenze zu Essen übernommen. Im Pfarrhaus der Gemeinde entstand eine Kommunität, in der nicht nur die jeweils vor Ort zuständigen Seelsorger lebten, sondern auch Pallottiner, die in anderen Bereichen tätig waren. Die Gemeinschaft geht auf Vinzenz Pallotti (1795 – 1850) zurück und hat sich insbesondere der Förderung des Engagements der Laien in der katholischen Kirche verschrieben.

Bewusst haben sich das Bistum Essen und die Provinzversammlung der Gemeinschaft darauf verständigt, die Mülheimer Kommunität erst Ende 2017 zu schließen. Dann wird in der Pfarrei St. Barbara, zu der die Christ-König-Gemeinde gehört, der aktuelle Pfarreientwicklungsprozess abgeschlossen sein. In diesem Prozess erarbeiten die Pfarrei-Gremien die künftigen Angebote und Strukturen der Pfarrei – und diskutieren dort auch die Frage, wie es im Bereich der Christ-König-Gemeinde nach dem Abschied der Pallottiner weiter gehen soll. Über den anstehenden Abschied der Pallottiner sind die Mitglieder Gemeinden von St. Barbara bereits am Wochenende informiert worden.

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