Ostern:<br>Alles Hase oder was?

Die Zukunft des Feldhasen sieht hierzulande düster aus. Wohl deshalb wird jetzt überall zum „Hasenfest“ geblasen, egal ob Disco-Event, alkoholselige Geselligkeit, Schülerfete oder Straßenmarkt. Und auch der Handel vermarktet das große Fest des Hasen und zieht alle Register.

Ja, er steht auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Tierarten in Deutschland und sein Bestand nimmt seit den 60er Jahren ständig ab. Die Zukunft des Hasen sieht düster aus. Wohl deshalb wird  jetzt überall zum „Hasenfest“ geblasen, egal ob Disco-Event, alkoholselige Geselligkeit, Schülerfete oder Straßenmarkt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich der Feldhase bei uns vom Acker macht. Und in wenigen Tagen aus Sympathie dann auch die Deutschen: ab geht es in die „Hasenferien“, oder nicht?

Den Handel schreckt das nicht. Er zieht – wo auch immer – alle Register und lässt das „Hasenfest“ hochleben. Schließlich soll die Kasse klingeln. Die „schönsten Geschenke“ zum Fest des Hasen bietet zum Beispiel eine Buchhandlung in der Essener Innenstadt an, darunter auch das Buch von Robbie Williams mit dem Titel „You Know Me“ (Du kennst mich). Wie wär’s denn mal mit einem Buch mit dem Titel „Ostern – You Don’t Know Me Anymore“ (Du kennst mich nicht mehr). Das hätte doch was. Oder feiern wir demnächst statt Weihnachten auch das „Ochs- und Eselfest“? Das wäre eine echte Eselei, genauso wie das „Hasenfest“. (do) 

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