Offen, verbindlich, herzlich - Altbischof Luthe wird 85 Jahre

Sein Arbeitszimmer trägt den Namen noch immer zu Recht. Altbischof Dr. Hubert Luthe verbindet mit dem Wort Ruhestand vor allem die Möglichkeit, Termine selbst auswählen zu können. Er ist noch immer viel unterwegs und verfolgt die Entwicklungen im Ruhrbistum nach wie vor aufmerksam. Am 22. Mai feiert er seinen 85. Geburtstag.



Altbischof Hubert Luthe feiert am 22. Mai seinen 85. Geburtstag

Der Schreibtisch zeugt von Arbeit. Papiere, Briefe und Bücher türmen sich zu kleinen Stapeln, eine Unterschriftenmappe wartet auf Erledigung. Kein Zweifel: Das Arbeitszimmer von Altbischof Hubert Luthe trägt diesen Namen noch immer zu Recht. Der zweite Bischof von Essen, der am 22. Mai 2012  seinen 85. Geburtstag feiert, verbindet mit dem Wort Ruhestand vor allem die Möglichkeit, seine Termine selbst auswählen zu können. Er ist immer noch viel unterwegs – auch wenn das Alter längst seinen Tribut fordert und manches beschwerlicher geworden ist. „Nur wenn man mich als Blumentopf wünscht, gehe ich nicht hin“, sagt Luthe verschmitzt.

Die Entwicklung im Ruhrbistum verfolgt Luthe nach wie vor aufmerksam. Mag er sich auch zu einzelnen Fragen nicht konkret äußern, er ist zuversichtlich, dass das Bistum Essen auf einem guten Weg ist. Dennoch erfüllt ihn manchmal mit Sorge, dass „zu viel über die Verpackung und zu wenig über den Inhalt“ geredet werde. „Es geht doch nicht allein um Strukturen, sondern vor allem um unseren Glauben“, betont er.

Schon zu seiner Amtszeit hatte sich abgezeichnet, dass aufgrund drastisch gesunkener Kirchensteuer-Einnahmen Dienste eingeschränkt, Einrichtungen geschlossen und Stellen abgebaut werden müssen. Luthe wusste, dass daran kein Weg vorbeiführen würde, setzte deshalb 1997 einen flächendeckenden und alle Gemeinden einbeziehenden Kooperationsplan für das Bistum Essen in Kraft und legte damit den Grundstein für die Neuorganisation des Ruhrbistums. „Wir können in einem Bistum, das seit seiner Gründung 1958 mehr als ein Drittel seiner Gläubigen verloren hat, nicht die gleichen pastoralen Strukturen bewahren wie noch vor vier Jahrzehnten“, war und ist Luthe überzeugt.

Viele weitere Ereignisse, Entwicklungen und Initiativen bleiben mit dem Namen des zweiten Ruhrbischofs verbunden: der Partnerschaftsvertrag mit dem Erzbistum Kattowitz (Polen), die Gründung des Hilfsfonds der Priester im Bistum Essen, die Errichtung der Jugendstiftung und die Seligsprechung von Nikolaus Groß am 7. Oktober 2001, um nur einige herausragende Beispiele aufzuzählen. Zweifellos hat Hubert Luthe in den zehn Jahren seines bischöflichen Wirkens dem Bistum Essen seinen Stempel aufgedrückt - und ist dabei seinem Ruf treu geblieben: ein Seelsorger mit großer persönlicher Glaubwürdigkeit zu sein: offen, verbindlich und herzlich.

Seinen 85. Geburtstag wird der Altbischof  zunächst im Kreise seiner Familie feiern. Die offizielle Geburtstagsfeier im Ruhrbistum ist für Pfingstsonntag, 27. Mai, geplant. Um 16.00 Uhr feiert der Jubilar mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck einen feierlichen Gottesdienst im Essener Dom. Mit dabei sein wird auch der erst vor wenigen Wochen von Papst Benedikt XVI. ernannte Kardinal Karl Josef Becker aus Rom, mit dem Luthe 1946 auf dem Dreikönigsgymnasium Köln das Abitur ablegte. (ul)

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