Mit Rat und Tat zur Seite stehen

Für viele Schüler rückt zum Ende des Jahres eine wichtige Entscheidung immer näher: Wie geht es im nächsten Jahr nach der Schule weiter? Das Projekt "Lebenswert" aus Duisburg unterstützt junge Menschen mit dem "Bewerbungsbus" bei der Vorbereitung auf das Berufsleben.



Projekt „Lebenswert“ tourt mit dem „Bewerbungsbus“ über Duisburger Schulhöfe


Gefühlt hat das Schuljahr gerade erst begonnen und schon stehen die Weihnachtsferien vor der Tür. Für viele Oberstufenschüler, aber auch Neunt- und Zehntklässler, rückt damit eine wichtige Entscheidung näher: Sie müssen sich in den kommenden Wochen um einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz bemühen. Wer sich jetzt noch nicht um seine Zukunft kümmert, bei dem besteht die Gefahr, dass er keinen Job bekommt. Hilfe bekommen sie dabei vom Projekt "Lebenswert“ in Duisburg. Mit dem „Bewerbungsbus“ tourt das Team rund um Pater Tobias durch die Duisburger Innenstadt und neuerdings auch über die Duisbuger Schulhöfe. Sie wollen die Jugendlichen bei der Berufswahl und Bewerbung unterstützen und so Jugendarbeitslosigkeit vorbeugen. Finanziell getragen wird das Projekt unter anderem durch die Jugendstiftung des Bistums Essen.

Hilfe zur Selbsthilfe ist die Devise


„Ursprünglich standen wir mit dem Bewerbungsbus nur in der Fußgängerzone. Wir haben beobachtet, dass immer mehr Jugendliche zu dem Bus kamen und so entstand die Idee, ein Angebot speziell für Schülerinnen und Schüler zu schaffen“, erzählt Projektmitarbeiterin Katharina Kleiman. Die Sozialarbeiterin ist normalerweise in den „Lebenswert“-Beratungsstellen in den Duisburger Stadtteilen Neumühl und Hamborn anzutreffen, seit einiger Zeit steht sie alle zwei Wochen mit dem Bus auf dem Schulhof der Gesamtschule Emschertal. Dort wartet sie mit Getränken und einem Beratungsangebot auf die jungen Menschen, die Rat und Hilfe in ihrer Bewerbungsphase brauchen.

Das Ziel, das Pater Tobias und sein Team mit dem Bewerbungsbus verfolgen ist erst einmal simpel. Sie wollen den Schülerinnen und Schülern einen Praktikumsplatz vermitteln. Doch das bedeutet für die jungen Menschen oft harte Arbeit. „Die Schüler müssen oft mühsam lernen, wie sie eine Bewerbung schreiben oder sich im Vorstellungsgespräch verhalten“, erklärt Pater Tobias. Die Projektmitarbeiter beraten die Schüler vor Ort auf dem Schulhof oder fahren sie am Nachmittag in die Beratungsstelle. Dort bekommen sie an Computerarbeitsplätzen die Grundlagen vermittelt. „Viele von ihnen haben noch nicht mal einen Computer zu Hause“, so Pater Tobias. „Wichtig ist es uns auch, christliche Werte zu vermitteln, in dem wir ihnen ein bestimmtes Sozialverhalten vorleben“.

Die Schüler sollen freiwillig kommen


Freiwilligkeit ist ein Grundprinzip des Projektes. „Wir wollen den Schülern den Bus nicht vorsetzen. Sie sollen selber merken, dass Bildung wichtig und sie in ihre Zukunft investieren müssen“, erklärt Katharina Kleiman. Kennen lernen sollen die Schüler den Bus allerdings im Klassenverbund, wobei sich die Projektwochen der Abschlussklassen anbieten. In diesem Rahmen setzen sich die jungen Menschen in der Regel mit dem Thema Berufswahl und Berufsorientierung auseinander“, erklärt die Sozialarbeiterin. Ob und wie sie das Angebot von „Lebenswert“ dann weiter nutzen, sei ihnen überlassen. „Die Erfahrung zeigt, dass die Schüler das Angebot nicht annehmen, wenn es in den schulischen Unterricht eingebunden ist“, ergänzt Pater Tobias. Im Bus sitzt Sozialarbeiterin Kleiman außerdem mit den Jugendlichen an einem Tisch. „Das ist etwas anderes, als wenn wir wie Oberlehrer vor der Klasse stehen. Wir reden auf Augenhöhe miteinander“. Immer mit an Bord des Bewerbungsbusses ist übrigens der Auszubildende beim Projekt „Lebenswert“, Jan. Er ist schließlich in einer ähnlichen Situation, wie es die Jugendlichen sind und kann aus persönlicher Erfahrung erzählen. „Mit ihm können sich die Jugendlichen identifizieren“, sagt Kleiman.

Durch das Projekt „Lebenswert“ finden viele Menschen qualifizierte Hilfe. Hilfsbedürftige Menschen werden mit Rat und Tat unterstützt, um sie wieder in ein selbstständiges Leben zu überführen. Damit dies möglich wird, sind Pater Tobias und sein Team auf die finanzielle Unterstützung von Spendern oder Stiftungen angewiesen. (ms)

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