Militärbischöfe trafen Verteidigungsministerin

Erste Begegnung zwischen Franz-Josef Overbeck, dem evangelischen Militärbischof Martin Dutzmann und der neuen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.


Erster Austausch mit der neuen Ministerin Ursula von der Leyen

Bei einem erstern Treffen der beiden deutschen Militärbischöfe Dr. Franz-Josef Overbeck und Martin Dutzmann mit der neuen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) betonten die beiden Bischöfe die Bedeutung der Seelsorge an Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen. Zudem schilderten sie der Ministerin das vielfältige Engagement der Militärseelsorgen für die Soldatenfamilien im Inland. Der katholische Militärbischof Overbeck hob hervor, dass der Militärseelsorge in Deutschland auf der Basis der grundgesetzlich geschützten Religionsfreiheit und der staatskirchenrechtlichen Verträge eine international einzigartige Stellung zukomme. Für die evangelische Seite hob Militärbischof Dutzmann die Vorzüge hervor, die eine vom Militär unabhängige kirchlich verantwortete Seelsorge bedeute. Dazu zählt auch die Unterstützung der Streitkräfte, die Soldatinnen und Soldaten in aktuellen berufs- und friedensethischen Fragen kompetent zu begleiten.

Einen Schwerpunkt der Arbeit sehen die Militärseelsorgen in Veranstaltungen und Angebote für die Soldaten und ihre Familien. Besondere Bedeutung kommt dabei der seelsorgerlichen Begleitung von einsatzbelasteten sowie physisch und psychisch geschädigten Soldatinnen und Soldaten sowie deren Angehörigen zu. Friedensethik zählt zu den Kernaufgaben von Militärseelsorge und erwachse unmittelbar aus der Seelsorge an Soldatinnen und Soldaten, so die Militärbischöfe. Verteidigungsministerin von der Leyen betonte ihre Bereitschaft, in Zukunft gemeinsam friedensethisch bedeutsamen Fragen zu diskutieren. Weitere Begegnungen und ein offener Austausch wurden vereinbart. Die Bundesministerin dankte den Militärbischöfen für die Seelsorge in der Bundeswehr, die Begleitung der Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen sowie den weiteren offenen und partnerschaftlichen Austausch, auf den sie sich freue. (KMBA)

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