„Menschen und Familien nicht aus dem Blick verlieren“

Sein Unverständnis über die Vorgehensweise der Konzernmutter General Motors (GM) brachte Weihbischof Ludger Schepers bei einem Solidaritätsbesuch im Bochumer Opel-Werk zum Ausdruck. Zentrale Entscheidungen würden über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen.


Weihbischof Ludger Schepers bekundet Solidarität mit Opel-Mitarbeitern

Einen spontanen Solidaritätsbesuch im Bochumer Opelwerk machte der Essener Weihbischof Ludger Schepers im Rahmen einer Visitationsreise durch die Pfarrei Liebfrauen in Bochum. In einem einstündigen Gespräch mit dem Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel, mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Murat Yaman und den Betriebsräten Helmut Bonk und Markus Bauer informierte er sich über die aktuelle Situation vor Ort.

Einenkel zeigte sich hinsichtlich einer drohenden Werkschließungen entschlossen: „Wir brauchen keine schnellen Entscheidungen, wir brauchen Zeit, um die Marke Opel wieder nach vorne zu bringen“, so der Betriebsratsvorsitzende. Wenn die Marke Opel erhalten bleiben solle, müsse der Standort Bochum erhalten bleiben. Dafür setze sich jeder einzelne Mitarbeiter ein. „Die Menschen leben mit der Ungewissheit über die Zukunft und leisten trotzdem Tag für Tag qualitativ hochwertige Arbeit. Sie lassen sich nicht unterkriegen“, betonte Einenkel.

Weihbischof Ludger Schepers brachte sein Unverständnis über Vorgehensweise der Konzernmutter General Motors (GM) zum Ausdruck: „Hier werden zentrale Entscheidungen über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen, die den Verlust ganzer Standorte bedeuten könnten“, so der Weihbischof. Er zeigte sich beeindruckt von dem unermüdlichen Engagement der Mitarbeiter: „ Das ist sicher nicht leicht für die Belegschaft. Ich kann gut verstehen, dass die Beschäftigten Angst vor einer Schließung des Werkes haben. Es betrifft schließlich nicht nur sie, sondern auch ihre Familien und viele andere Menschen in der Region. Insbesondere junge Menschen verlieren die Chance auf einen Ausbildungsplatz bei Opel“, so der Weihbischof.

Schepers appellierte zudem an die Verantwortung des Unternehmens, anstehende Entscheidungen auch auf dem Hintergrund seiner sozialen Verantwortung für die Mitarbeiter zu treffen: „Ein global agierendes Unternehmen wie GM darf auch die Menschen in der jeweiligen Standort-Region nicht aus dem Blick verlieren“, so der Weihbischof. (ms)

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