Markante Nasen, Musik und Currywurst

"Wir feiern den Dialog". Gut 1000 Besucher aus dem gesamten Bistum Essen folgten diesem Motto und feierten auf dem Burgplatz in der Essener Innenstadt ein großes Fest. Mit dem Abschluss der Bistumsforen ist eine erste wichtige Wegmarke im Dialogprozess erreicht.


Impressionen vom Fest zum Abschluss der Bistumsforen in Essen

Noch ist der Himmel bedeckt über dem Burgplatz in Essen. Meist zeigt sich die hohe Bewölkung in einheitlichem Grau, nur hier und da huschen hellere Lücken vorbei. Doch im Laufe des Samstagnachmittags bahnt sich immer mehr die Sonne ihren Weg durch die Wolken. Sie verschwinden nach und nach. Der Himmel  präsentiert sich mit einem makellosen Blau und strahlendem Sonnenschein, passend zu dem Fest, das hier gefeiert wird.

Gut 1000 Besucher aus dem gesamten Bistum Essen, von Duisburg bis zum Sauerland, füllen den Burgplatz in der Essener City, sitzen in den Stuhlreihen, auf den Stufen an der Kettwiger Straße, halten in kleinen Gruppen ein Pläuschchen oder gönnen sich einen Streuselkuchen, Kaffee oder Saft an den Café-Zelten. Sie alle sind gekommen, um den Abschluss der Bistumsforen des Dialogprozesses „Zukunft auf katholisch“ im Bistum Essen zu feiern. Es ist nicht die Erleichterung darüber, dass die Anfang 2012 begonnenen Foren nun vorbei sind, sondern die Freude und Dankbarkeit darüber, dass diese erste Wegstrecke des Dialogprozesses mit all seinen Höhen und Tiefen gut gemeistert worden ist und auch etwas „gebracht hat“.

Das ist überall zu spüren. Die Stimmung ist gelöst und fröhlich, nicht nur bei den kleinen Besuchern, die sich in den weißen Pavillons des KiTa Zweckverbandes oder des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend mit Schminken und Spielen die Zeit vertreiben. Die Musik der Band „Ruhama“, die bis hinauf auf die Kettwiger Straße schallt, lässt so manchen Fuß wippen. Wer zur „Prominenz“ zählt und eine markante Nase hat, entkommt dem Stift des Schnellzeichners Mohr nicht. Nasen sind für ihn das markanteste Merkmal eines Gesichtes.

Doch es gibt auch ruhigere Momente an diesem Nachmittag, durch den Judith Bung und Björn Eno Hermans führen. Auf zwei großen Videowänden zieht der bisherige Dialogprozess in Filmsequenzen noch einmal an den Besuchern vorbei, ergänzt durch kurze Interviews mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser ersten spannenden Wegstrecke. Aufmerksam verfolgen die Besucher das Geschehen auf der Bühne und die bewegten Bilder auf den Videowänden. So mancher greift auch mal zum Handy, um per Twitter oder SMS Eindrücke und Ansichten mitzuteilen oder Fragen zu stellen, die dann auf den Videowänden immer wieder eingeblendet werden. Auch spontanen Beifall gibt es, vor allem für das mit Spannung erwartete „Zukunftsbild“, das Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer vorstellen. Es ist nahezu still auf dem Burgplatz. Gebannt hören sie alle zu. Kopfnicken, erstaunte, manchmal auch fragende Gesichter lösen die Visionen von der zukünftigen Kirche im Bistum Essen aus.

Das Glockengeläut des Essener Domes schallt auf den Burgplatz und stimmt auf den Gottesdienst ein, den Bischof Overbeck unter freiem Himmel feiert. Es ist ein ergreifendes Bild: gut 1000 Menschen feiern gemeinsam Eucharistie. In der Mitte steht das rund zwei Meter große Dialogkreuz. Passanten auf der Kettwiger Straße bleiben stehen. Manche setzen sich auf die Stufen der großen Treppe und blicken auf die vielen betenden und singenden Menschen.

Es ist Abend. Die Sonne verschwindet mehr und mehr hinter den Häusern der City. Grillduft zieht über den Domhof. Es gibt Currywurst und Getränke. In kleinen Gruppen stehen sie zusammen, plaudern, lachen, fachsimpeln, reden über Gott und die Welt. Manche „erholen“ sich auf den steinernen Sitzbänken. Die Klänge der Band „Cornerstone“ weht der Wind hinaus in die Stadt. (do)

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