Laien und Priester erarbeiten Antworten für Vatikan-Fragen

Im Auftrag von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck werden der Diözesanrat und der Priesterrat im Bistum Essen Antwortvorschläge für den Fragenbogen des Vatikans zum Thema "Familie" erarbeiten. Bereits Ende Januar müssen diese bei der Deutschen Bischofskonferenz vorliegen.

Nachdem der Vatikan jüngst mit Blick auf die Bischofssynode zum Thema „Familie“ im Oktober 2014 in Rom einen Fragebogen an alle katholischen Bischöfe weltweit geschickt hat, hat sich heute die Konferenz der Pfarrer im Bistum Essen dafür ausgesprochen, diesen Fragebogen allen Gläubigen im Ruhrbistum zugänglich zu machen.

„Dieser Fragebogen zeigt eine Wertschätzung für die verschiedenen Sichtweisen innerhalb der Weltkirche“, hatte Overbeck bereits kurz nach Erhalt des Fragenbogens betont. Allerdings lasse der knapp bemessene zeitliche Rahmen der Umfrage „keine Zeit für einen umfassenden Konsultationsprozess“, so Overbeck. Bereits Ende Januar 2014 erwarte der Vatikan das Antwortschreiben der Deutschen Bischofskonferenz, in das die Antworten aus den Diözesen einfließen.

Im Auftrag von Bischof Overbeck werden der Priesterrat und der Diözesanrat, das Gremium der gewählten katholischen Laienvertreter aus den Pfarreien, Gemeinden, Verbänden und Organisationen, Antwortvorschläge erarbeiten. „Wir nutzen unsere vorhandenen Strukturen“, so Overbeck. Er weist darauf hin, dass viele Themen des Fragebogens schon im Dialogprozess „Zukunft auf katholisch“ des Bistums Essen zur Sprache gekommen und diskutiert worden seien, sowohl in den sechs großen Bistumsforen als auch in den Veranstaltungen der Reihe „Dialoge mit dem Bischof“ in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim. Daneben hatte der Diözesanrat der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen mit seiner 2011 gestarteten Initiative „Auf!RuhrBistum – Kirche gestalten. Jetzt!“ bistumsweit in den Städten und Kreisen die Katholiken aufgerufen, sich am Dialogprozess zu beteiligen und alles, was sie in der Kirche freut, bedrückt und stört, zur Sprache zu bringen. In vielen Veranstaltungen auf Orts- und Kreisebene wurde davon Gebrauch gemacht und in den Dialogprozess eingebracht. „Die Diskussionen im Ruhrbistum sind daher bereits weit fortgeschritten“, so der Bischof. Er sei deshalb zuversichtlich, „dass wir trotz des engen Zeitrahmens aussagekräftige Antworten geben können“. (ja/do/tr)


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