Kultureller Austausch im „Sportpark am Hallo“

Die Welt zu Gast in Essen. 1500 Pfadfinder aus elf Nationen versammelten sich am 14. August im „Sportpark am Hallo“ in Stoppenberg. Das Motto: „pfadfinder.treffen“. Hier stellte die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ihre Arbeit und das Alltagsleben der Scouts der Öffentlichkeit vor.

Über 1500 Pfadfinder aus elf Nationen beim ruhrjamb.2010

1500 Pfadfinder aus elf Nationen versammelten sich am 14. August im „Sportpark am Hallo“ in Essen-Stoppenberg. Unter dem Motto „pfadfinder.treffen“ stellte die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ihre Arbeit und das Alltagsleben der Öffentlichkeit vor. Das Treffen war eingebettet in das internationale Pfadfinderzeltlager „ruhrjamb.2010“ vom 6. bis 22. August.

Rund 500 Besucher aus der Ruhrmetropole, darunter auch namhafte Vertreter aus Politik und Kirche, nutzten das schöne Wetter, um ruhrtypische Pfadfinderkultur hautnah mitzuerleben. „Hier ist die ganze Welt zu Gast und tauscht sich aus. Aus Gesprächen können sich Freundschaften entwickeln“, freute sich Essens Bürgermeister Rudolf Jelinek.

Für die verschiedenen Altersgruppen - vom Wölfling bis zum Rover - gab es beim „stufen.treffen“ am Vormittag individuell gestaltete Programmpunkte. Besonders den Kleinsten wurde Kultur spielerisch vermittelt. Ein Staffellauf im Bergmannskostüm, Geschicklichkeitsspiele rund um die Currywurst oder das Sammeln von Zwergen im simulierten Schrebergarten. Alles war typisch Ruhrpott. Die älteren Semester hingegen suchten das Gespräch, um mehr über ihre internationalen Gäste zu erfahren. „Wir haben über die Wünsche und Träume gesprochen, die jeder von uns hat“, erzählte Katharina Vogt aus St. Nikolaus in Stoppenberg. Egal ob aus Deutschland, Polen, Ungarn oder Palästina, die Jugendlichen hätten die gleichen Träume. „Alle wünschen sich Frieden, Glück und Freiheit“, so Vogt weiter.

Dass die Kulturen sich gegenseitig bereichern können, haben auch die Pfadfinder aus Südafrika erfahren. Während des Mittagessens erzählten sie: „Die Deutschen sind immer auf alles vorbereitet, haben ein gutes Management.“ Auch kulinarisch gab es Neues für sie. Statt der typischen Yams, die geschmacklich an Esskastanien erinnern, gibt es hier Kartoffeln. Das ist gewöhnungsbedürftig. Ein Lebensmittel hat es den Südafrikanern jedoch angetan: „Wir lieben Nutella.“

Am Nachmittag ging das „pfadfinder.treffen“ in die nächste Runde. Unter dem Motto „bezirke.treffen“ präsentierte Essen-Süd ein Modell des Baldeneysees, das zum Ort der Entspannung wurde. Der Zwei-Städte-Bezirk Bottop und Gladbeck lud dazu ein, die symbolische Brücke zwischen den Städten in eine tatsächliche zu verwandeln. Beim Bau der Brücke waren Geschicklichkeit und Teamwork gefragt.

Gegen 18 Uhr feierten Pfadfinder und Besucher, gemeinsam mit dem Essener Weihbischof Ludger Schepers, einen festlichen Abschlussgottesdienst auf der Hauptbühne im Sportpark. Auch er sprach über Wünsche, Träume und Ziele. Da Gott jeden Menschen so akzeptiere, wie er sei, erfülle sich der Wunsch nach ewigem Leben für seine Kinder. Und allein durch diese Tatsache seien die 1500 Pfadfinder aus elf Nationen, egal welche Hautfarbe sie haben oder Sprache sie sprechen, miteinander verbunden: „Wir sind alle Kinder Gottes.“ (bod)

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