Kinderglück darf nicht dem Föderalismus zum Opfer fallen

Nach Ansicht von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sollen Fördergelder für neue KiTa-Plätze vorrangig an westdeutsche Länder mit hohem Nachholbedarf gehen. Dafür spricht sich auch der KiTa Zweckverband im Bistum Essen aus. Nicht der Länderproporz, sondern die Hilfe für Kinder müsse bei der Verteilung der Gelder im Vordergrund stehen.



KiTa Zweckverband zur Diskussion um die Verteilung der Fördergelder

Der KiTa Zweckverband im Bistum Essen befürwortet das Vorhaben von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, Fördergelder für neue KiTa-Plätze vorrangig an westdeutsche Länder mit hohem Nachholbedarf zu vergeben. „Die Hilfe für Kinder muss im Vordergrund stehen. Dabei darf der Bundesländerproporz keine Rolle spielen“, so Peter Wenzel, Geschäftsführer des Zweckverbandes. Es sei schließlich im Sinne aller, den gesetzlich fixierten Rechtsanspruch auf einen KiTa-Platz bis zum August 2013 realisieren zu können.

Kristina Schröder machte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ deutlich, dass sie es für einen „Schildbürgerstreich“ halte, wenn die Länder, die schon mit den bisherigen Mitteln den Rechtsanspruch verwirklichen können, zusätzliche Finanzmittel verlangen. Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer protestierte und pocht auf eine gleichmäßige Verteilung der Finanzmittel aus dem Bund. Aus Sicht des KiTa Zweckverbands sollten die Kinder, die dringend einen Betreuungsplatz benötigen, im Fokus der Debatte bleiben. „Familien- und Kinderglück dürfen nicht dem Föderalismus zum Opfer fallen“, fordert daher Peter Wenzel. 

Der Zweckverband Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen, kurz KiTa Zweckverband, ist einer der größten freien Träger von Kindertageseinrichtungen in Deutschland mit Sitz in Essen. In insgesamt 272 Einrichtungen in den Städten, Kreisen und Kommunen des Ruhrbistums bietet der KiTa Zweckverband rund 18.000 Plätze für Kinder im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt an. (wn)

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