Jugendlichen Hoffnung schenken

Mit einem feierlichen Gottesdienst hat das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die bundesweite Advents- und Weihnachtsaktion in Augsburg eröffnet. Unter dem Motto "Ich will Zukunft!" steht in diesem Jahr die Situation junger Menschen in Lateinamerika und der Karibik im Mittelpunkt.


Adveniat eröffnet bundesweite Weihnachtsaktion der katholischen Kirche in Augsburg

Mit einem feierlichen Gottesdienst hat das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die bundesweite Advents- und Weihnachtsaktion der katholischen Kirche im Augsburger Dom eröffnet. „Jugendlichen Hoffnung zu geben, vor allem den jungen Menschen, die in armen Verhältnissen aufwachsen, ist konkreter Liebesdienst an den Menschen überall – besonders in Lateinamerika“, sagte der Bischof von Augsburg, Konrad Zdarsa, im Rahmen der Begrüßung. Unter dem Motto „Ich will Zukunft!“ stellt das Hilfswerk die Situation junger Menschen in Lateinamerika und der Karibik in den Blickpunkt. Gemeinsam mit Bischof Zdarsa feierten Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck, Weihbischof Gregorio Rosa Chávez aus El Salvador, Adveniat-Hauptgeschäftsführer Prälat Bernd Klaschka und Comboni-Missionar Juan Goicochea aus Peru den Gottesdienst mit vielen weiteren Gästen aus Lateinamerika und Deutschland.

Bischof Zdarsa deutete das Motto der diesjährigen Aktion während seiner Predigt mit Blick auf den Advent. Dies sei eine Zeit der Besinnung. Es gehe darum, den Dingen, mit denen wir uns beschäftigten, einen Sinn zu geben und eine Spur für unsere eigene Zukunft zu finden. Erst dann seien wir in der Lage, auch den Mitmenschen Halt und Richtung zu geben. Wir Menschen, so Bischof Zdarsa, seien „nicht nur auf Zukunft ausgerichtet, sondern auf die Ewigkeit. Und nur wer dem Menschen die Perspektive Ewigkeit eröffnet, wird ihm auch Zukunft bieten können“, betonte er. „Die Menschen müssen merken, dass wir in der Spur bleiben, dass wir alles, was wir unternehmen, im Blick und mit der Ausrichtung auf unseren Herrn tun.“ Wer in der Spur bleiben wolle, müsse immer auch das entferntere Ziel im Auge haben und den Blick auf den wiederkommenden Herrn richten.

Bei der Gabenprozession brachten Vertreter aus dem Bistum Augsburg und Adveniat-Partner aus Lateinamerika neben Brot und Wein auch andere Gaben zum Altar: Mitglieder der DJK Sportjugend legten beispielsweise einen fair gehandelten Fußball als Symbol für die Aktion Steilpass zur Fußballweltmeisterschaft nieder, um auf die Situation junger Menschen in Brasilien aufmerksam zu machen. Viele von ihnen hätten keine Chance auf eine gute schulische und berufliche Ausbildung. Als Symbol für die weltumspannende Gemeinschaft der Christen brachten Vertreter der spanisch sprechenden Gemeinde in Augsburg eine Bibel in ihrer Muttersprache zum Altar. Als Brüder und Schwestern sei es ein Anliegen, das Leben solidarisch zu teilen mit den Menschen in El Salvador, Lateinamerika und weltweit.

Über die gelebte Solidarität der Katholiken in Deutschland freute sich Weihbischof Rosa Chávez aus San Salvador von Herzen und richtete deshalb sein Schlusswort an sie: „Schon heute danke ich Ihnen, stellvertretend für die vielen Tausend Adveniat-Projektpartner in Lateinamerika, für Ihre großherzige Weihnachtsgabe in der Kollekte in den Gottesdiensten an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag.“ Ohne diese Unterstützung aus Deutschland wäre die Arbeit mit den Jugendlichen in dieser Form nicht möglich. „Die jungen Menschen wollen eine Zukunft, die ihnen Chancen eröffnet“, sagte Rosa Chávez. Die Zeit des Bürgerkrieges in El Salvador sei zwar vorbei, doch die Gewalt sei alltäglich und allgegenwärtig. „Vor allem Jugendliche werden Opfer dieser Gewalt, werden bereits als Kinder von Kriminellen als Handlanger missbraucht“, sagte der Weihbischof von San Salvador.

Adveniat, das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Dazu arbeitet Adveniat entschieden in Kirche und Gesellschaft in Deutschland. Getragen wird das Werk von Hunderttausenden Spenderinnen und Spendern – vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. Adveniat finanziert sich zu 95 Prozent aus Spenden. Die Hilfe wirkt: Im vergangenen Jahr konnten rund 2.700 Projekte gefördert werden, die mit einer durchschnittlichen Fördersumme von 13.000 Euro genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen. (adv, ja)

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