Jugendliche lernen Vorurteile abzubauen

Über drei Jahre beschäftigten sich Jugendliche im Projekt "Jugenddialog 2020" mit zentralen Zukunftsfragen der demokratischen Gesellschaft. Bei einer feierlichen Abschlussveranstaltung in der Akademie "Die Wolfsburg" wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.


Abschlussveranstaltung "Jugenddialog 2020" in der „Wolfsburg“

„Der interkulturelle Dialog hat die intellektuelle Kompetenz der Jugendlichen gefördert“, resümierte Professor Dr. Ronald Kurt, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, bei der feierlichen Abschlussveranstaltung des Projektes „Jugenddialoge 2020“ in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg in Mülheim.

Der „Jugenddialog 2020“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Mercator, der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ und der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen. In 20 Dialoggruppen haben 241 Jugendliche im Alter von 17 bis 20 Jahren mit unterschiedlicher kultureller, religiöser, weltanschaulicher, sozialer wie auch ethnischer Herkunft an zentralen Zukunftsfragen der demokratischen Gesellschaft gearbeitet. So befassten sich die Jugendlichen über drei Jahre mit den Themenfeldern: Integration, Bildungspolitik, dem Aufwachsen in sozialen Brennpunkten und der Darstellung junger Migranten in den Boulevardmedien. Hierbei wurden die Gruppen von Moderatoren begleitet. Ziel des Projekts war es, Raum für Jugendliche zu schaffen, in dem sie ihre Standpunkte deutlich machen, Argumente austauschen, sich mit Fremden auseinandersetzen und auch in kontroversen Debatten das Anderssein der Teilnehmer akzeptieren konnten.

Diesen zentralen Fragestellungen stellte sich im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung bei einer Podiumsdiskussion unter anderem Ute Schäfer, Jugendministerin des Landes Nordrhein-Westfalen. „Aufgrund des Dialoges wurden erste Türen geöffnet. Jedoch müssen noch viele Schritte folgen, um die Politik für Jugendliche zugänglicher zu machen. Dies ist die Aufgabe, der wir uns gerade stellen“, machte Schäfer mit Blick auf die Ergebnisse des Projektes deutlich. (sm, ja)

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse