von Simon Wiggen

Honig aus dem eigenen Garten für die Tagungsgäste

Bienenvölker im Park des Kardinal-Hengsbach-Hauses in Essen produzieren Honig für den Frühstückstisch des Tagungshauses.

„Schwarz-gelbe Biester“ nennen sie die einen, andere nennen sie „Nervtöter“ oder „lästige Viecher“. Christian Gessner nennt seine Bienen lieber „meine Damen“. Wöchentlich stattet er ihnen in den Sommermonaten einen Besuch ab und sieht bei ihnen nach dem Rechten. Drei Bienenvölker hat er im weitläufigen Park des Kardinal-Hengsbach-Hauses in Essen-Werden untergebracht – zwischen Forsythien, Löwenzahn und mächtigen Kastanien.

Im vergangenen Jahr produzierten Gessners Damen rund 45 Kilo Honig. „Das ist weitaus weniger, als ich hätte verkaufen können“, erinnert sich der 31-jährige Biologie-Lehrer und Hobby-Imker. „Viele Tagungsgäste haben sich ein Gläschen von dem Honig mit nach Hause genommen, den sie morgens beim Frühstück serviert bekommen haben.“ Gerade vor Weihnachten sei die Nachfrage sehr groß gewesen. „Wir hätten 100 Gläser verkaufen können“, sagt auch Gerd Krewer, Geschäftsführer des Hengsbach-Hauses. „Der Honig ist bei unseren Gästen ein beliebtes Geschenk.“

Den ersten Honig dieses Jahres wird Christian Gessner im Juli ernten können, dann haben die rund 90.000 Bienen zahlreiche Flugstunden hinter sich, tausende Kilometer zurückgelegt und unzählige Blüten bestäubt. „Honigproduktion ist auch aktiver Naturschutz“, sagt Gessner. „Es gibt immer weniger Bienen in Deutschland. Dabei ist der Mensch auf die Honigbiene angewiesen: Zahlreiche Obstsorten wie Apfel oder Birne werden von Bienen bestäubt. Gibt es keine Bienen, gibt es auch keine Äpfel.“ Auch die Artenvielfalt leide unter der schwindenden Zahl der Bienenvölker. Damit ist Gessners Hobby auch gleichzeitig ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.

Das Kardinal-Hengsbach-Haus ist ein Tagungshaus des Bistums Essen. Pro Jahr beherbergt das Haus rund 20.000 Gäste, davon mehr als die Hälfte auch über Nacht.

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