Gottesdienst zu Allerheiligen und Allerseelen im Essener Dom

In Gedenken an die Verstorbenen ihrer Familien besuchen die Menschen in diesen Tagen die Friedhöfe. Bunte Lichter zeugen von dem christlichen Glauben an ein Leben nach dem Tod.

Am Donnerstag, 1. November, feiert die Katholische Kirche das Hochfest Allerheiligen. Das Pontifikalamt um 10.00 Uhr im Essener Dom wird Weihbischof Franz Vorrath feiern. Musikalisch gestaltet der Mädchenchor am Essener Dom unter der Leitung von Professor Raimund Wippermann den Gottesdienst mit der „Missa in discantu“ von Carl-Bertil Agnestic und Rolf Rudins „Jerusalem“ aus „Weg zum Licht“.

Am Allerseelentag, 2. November, feiert Weihbischof Vorrath ein Requiem mit den Gläubigen im Essener Dom. Die heilige Messe beginnt um 17.30 Uhr und wird von den Essener Domsingknaben unter der Leitung von Georg Sump gestaltet. Sie bringen neben Gregorianischen Chorälen Werke von Johann Bach („Unser Leben ist ein Schatten“), Felix Mendelssohn („Wer bis an das Ende beharrt“, „Beati Mortui“) und Johann Sebastian Bach („Ach Herr, lass dein lieb Engelein“) zu Gehör. Im Anschluss an die heilige Messe segnet der Weihbischof die Gräber auf dem Kapitelsfriedhof im Kreuzgang der Domkirche. (ga)


Das Stichwort: Allerheiligen und Allerseelen

Am 1. November feiert die Katholische Kirche das Fest Allerheiligen. An diesem Tage will die Kirche nicht nur die vom Papst heiliggesprochenen Männer und Frauen ehren, sondern die vielen Menschen, die unspektakulär und still ihren Glauben gelebt haben. Heilige sind demnach Gläubige, die ihr Christentum konsequent verwirklicht haben - also im wahren Sinn des Wortes Christen waren. Die katholische Kirche sieht in den Heiligen Fürsprecher und Vorbilder. In ihnen hat sich nach katholischem Verständnis die Erlösungstat Christi verwirklicht; ihre Verehrung zielt somit letztlich auf Jesus selbst.

In der abendländischen Kirche wird Allerheiligen seit dem neunten Jahrhundert am 1. November gefeiert. Als Initiator des Festes gilt der mittelalterliche Theologe Alkuin.

Am folgenden Tag, 2. November, gedenkt die Kirche aller Verstorbenen. Der Allerseelentag etablierte sich, vom französischen Benediktinerkloster Cluny ausgehend, rund 200 Jahre danach. An diesem Tag wird an die Toten erinnert, die sich nach katholischem Glauben in einem „Reinigungszustand“ befinden und die volle Gemeinschaft mit Gott noch nicht erreicht haben. Für diese Menschen wird an Allerseelen in Messen und Andachten gebetet. In Allerseelenandachten, die oftmals bereits am Nachmittag von Allerheiligen (in vielen Bundesländern gesetzlicher Feiertag) stattfinden, legen die Christen Fürbitte für die Toten ein, in Prozessionen ziehen sie zu den mit Blumen geschmückten Gräbern. In Erinnerung entzünden die Menschen Kerzen auf den Gräbern und beten für die Toten.

Die Feste Allerheiligen und Allerseelen gründen in dem christlichen Glauben, dass  durch das Leben, Sterben und die Auferweckung Jesu von den Toten ein Weiterleben nach dem Tode möglich ist.

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