Gottes Verheißungswort wurde radikal wahr

"Gott ist Mensch geworden und hat uns erlöst." Wer das in sein Lebensprogramm eingebe, könne nicht mehr ruhig im Sessel sitzen bleiben, sagte Weihbischof Ludger Schepers im Festgottesdienst am 1. Weihnachtstag im Essener Dom.

Predigt von Weihbischof Ludger Schepers am ersten Weihnachtstag im Essener Dom

Wer die wirklichen Hintergründe von Weihnachten nicht an sich heranlasse, der feiert nach Ansicht des Essener Weihbischofs Ludger Schepers Weihnachten auch nicht wirklich. Denn die Botschaft des Weihnachtsfestes laute: „Gottes Verheißungswort wurde radikal wahr, nahm Fleisch an, wurde ein Mensch wie wir. Gott selbst ist gekommen, um uns zu erlösen“, sagte Schepers im Festgottesdienst im Essener Dom.

Das „Licht von Bethlehem“, das Pfadfinder auch in diesem Jahr wieder in alle Welt getragen haben, sei nicht nur eine brennende Kerze. „Dieses Licht hat einen Namen, der seit dem Ereignis von Bethlehem rund um den Erdkreis bekannt ist und seit 2000 Jahren Menschen in seinen Bann zieht: Jesus Christus“, so der Weihbischof. Dieses Licht werde nie mehr erlöschen, „selbst wenn einzelne Menschen nicht mehr auf dieses Licht schauen und es auslöschen wollen“.

Jesus Christus sei für alle Menschen geboren und für die ganze Menschheitsfamilie „der Licht- und Hoffnungsträger, an dem sich Menschen orientieren und mit ihm zu leben versuchen“, betonte Schepers. Er erinnerte in seiner Predigt an die Menschen, die gewollt oder ungewollt nicht von diesem „Lichtglanz“ getroffen werden: an hoffnungslose, einsame und trauernde Menschen oder an Menschen in Beziehungskrisen. „Ich denke in diesem Augenblick an jene, die in diesen Tagen und Wochen ihre Arbeitsstelle bei Quelle, Hertie, Karstadt, Karmann oder anderen Unternehmen ihre Arbeitsstelle verloren haben oder – wie bei Opel – um ihre Arbeitsplätze bangen“, sagte Schepers. Er denke an Weihnachten auch an die Kranken und Hilflosen und diejenigen, die „von Hass, Neid und Friedlosigkeit getrieben werden“. Aber es gebe eben auch Menschen, die von diesem weihnachtlichen „Lichtglanz“ getroffen würden und sich innerlich anrühren ließen. „Es sind Menschen, die aus der Hoffnung leben, dass der Emanuel – der ‚Gott mit uns‘ - sie auf ihrem Lebensweg führt und begleitet“, so der Weihbischof.

Wer das Stichwort „Weihnachten“ in sein Lebensprogramm eingebe, der könne nicht mehr ruhig im Sessel sitzen bleibe, weil ihn nämlich die Wirklichkeit bereits eingeholt habe: „Gott ist Mensch geworden und hat uns erlöst“. Jesus habe den Anfang gemacht. „Nun liegt es an uns, daran weiter zu bauen und Kinder Gottes zu werden“, betonte Schepers. (do)

Predigt von Weihbischof Ludger Schepers

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