Fröhlicher und vielfältiger „Lauschgericht-Auftakt“

Zur Premiere der Tisch-Lesungen am Vorlesetag präsentierten rund 50 Vorleser Tischgemeinschaften im ganzen Bistum mit rund 800 Zuhörern ihre ausgewählten Bücher.

Premiere der Tisch-Lesungen am Vorlesetag 

Vorlesen bei Tisch – diese jahrhundertalte Klostertradition hat am Freitag auch in Architektur-Büros, Bankfilialen und Schul-Kantinen an Rhein und Ruhr für große Begeisterung gesorgt. Unter der Überschrift „Lauschgericht“ hatte das Bistum Essen am bundesweiten Vorlesetag rund 50 Männer und Frauen an die verschiedensten Mittagstische gesandt, um dort den kulinarischen Genuss durch einen literarischen zu ergänzen. „Das hat wunderbar funktioniert“, freute sich im Anschluss Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums im Ruhrbistum. „Überall gab es eine ausgesprochen fröhliche und sehr vielfältige Atmosphäre.“

Vielfältig waren sowohl die Orte als auch die Werke, die die Vorleser für ihr „Lauschgericht“ ausgewählt hatten. So las „Lauschgericht“-Schirmherr und Sternekoch Nelson Müller im Duisburger Sozialcafé „Offener Treff mit Herz“ aus Selim Özdogans „Trinkgeld vom Schicksal“, der Generalvikar des Ruhrbistums, Klaus Pfeffer, präsentierter dem Mittagstisch im Architektur-Büro „Nattler“ Peter Stamms „Der Lauf der Dinge“ und der Feuilleton-Chef der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ), Jörg Bartel, hatte für seinen Auftritt am Mittagstisch des Essener Medienforums Kurt Tucholskys „Schloss Gripsholm“ mitgebracht. Neben zahlreichen Kindergärten, Schulen und Altenzentrum waren die „Lauschgericht“-Vorleser auch in eher ungewöhnlichen Umgebungen unterwegs: So war der Bischöfliche Beauftragte für Kirche und Kunst, Heribert Fendrich, mit Astrid Lindgrens „Das entschwundene Land“ zu Gast bei einer Goldhochzeit. Und für den Wertpapier-Chef der Sparkasse Essen, Arnd Brechmann, hatte das Losverfahren der „Lauschgericht“-Planer ausgerechnet die örtliche Deutsche-Bank-Filiale ergeben. Dort las er aus Knut Hamsuns „Hunger“.

Nach der erfolgreichen Premiere steht für die „Lauschgerich“-Planer Vera Steinkamp und Norbert Lepping, Referent für Missionarische Pastoral im Ruhrbistum, fest, dass es auch im kommenden Jahr ein „Lauschgericht“ geben wird. „Viele Vorleserinnen und Vorleser haben schon angekündigt, dass sie beim nächsten Mal wieder dabei sein möchten“, sagte Steinkamp. Auch die bundesweite Stiftung Lesen, Mitveranstalter des Vorlesetags, schaue bereits mit großem Interesse auf das Projekt des Ruhrbistums. (tr)

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