Erinnerung an Opfer nationalsozialistischer Willkür

„Widerständigkeiten beginnen schon im Alltag“ heißt das Thema des Politischen Nachtgebetes, zu dem für den 19. Februar 2015 in die Bochumer Liebfrauenkirche eingeladen wird.


Politisches Nachtgebet in Bochum

Zum „Politischen Nachtgebet“ lädt der „Ökumenische Initiativkreis Politisches Nachtgebet Bochum-Gelsenkirchen“ für Donnerstag, 19. Februar, 19.00 Uhr, in die katholische Liebfrauenkirche, Liebfrauenstraße 5, Bochum-Altenbochum, ein. Ausgehend von dem Satz in der Bibel „Seid wachsam!“ steht dieses Treffen unter dem Thema „Widerständigkeiten beginnen schon im Alltag“. Hier geht es um die Frage, wann der Punkt gekommen ist, an dem man anfangen muss, sich zu wehren.

Vorgestellt werden neun Personen, die Opfer der Willkür der nationalsozialistischen Diktatur wurden, darunter eine Frau sowie sieben katholische Priester und ein Kommunist. Die acht Männer waren im Zuchthaus Bochum inhaftiert und wurden – bis auf eine Person – meist in anschließender Konzentrationshaft hingerichtet. Nicht ohne Grund findet dieses Nachtgebet in der Liebfrauenkirche statt. Denn am 29. März 1945 erlitt hier Pfarrer Josef Reuland während einer Evakuierung des Gefängnisses vor der Kirche in Altenbochum einen Genickschuss, den er überlebte.

Was heißt das für die heutige Zeit? Wann muss man aufstehen und sagen: Das will ich so nicht! Nicht mit mir!? Darüber soll bei diesem Nachtgebet nachgedacht und daraus Schlüsse gezogen werden. (do)

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