Ein wertvoller Beitrag zu Vernetzung und Integration

Zahlreiche Besucher waren der Einladung zum zweiten Katholikentag der Afrikaner gefolgt und erlebten ein bewegendes und buntes Fest im Mariengymnasium in Essen-Werden. Thematisch stand die Erziehung von afrikanischen Kindern und Jugendlichen in der deutschen Gesellschaft im Mittelpunkt.

Katholikentag der Afrikaner in Essen-Werden

"Hier erfahren wir, dass wir unsere afrikanische Kultur und Religiosität als Christen in Deutschland und Westeuropa leben können." Das berichtete Jovica Ejiogi, eine 35-jährige afrikanische Katholikin, von ihren Eindrücken, die sie auf dem Zweiten Katholikentages der Afrikaner gesammelt hat. Sie war am Sonntag, 29. Juni, mit anderen Afrikanern „Gemeinsam glaubend unterwegs" in Essen-Werden, wie auch das Leitwort es vorgab.

Einen Monat nach dem großen Katholikentag in Regensburg hatte die Katholische Kirche Afrikaner und Afrikainteressierte, vor allem aus den fünf nordrheinwestfälischen Diözesen Aachen, Essen, Köln, Paderborn und Münster, zu einem gemeinsamen Glaubensfest in das Bischöfliche Mariengymnasium nach Essen eingeladen.

Um 10 Uhr begann der Tag mit einem Eröffnungslobpreis und einem Grußwort des Bischofs Dr. Franz-Josef Overbeck. „Wir haben in unserem Bistum einen sehr großen Anteil an Mitbürgern, die aus dem Ausland hierher kommen“, freute sich Overbeck über die Einladung zum Treffen. Nach Meinung Overbecks sei es für die Afrikaner wichtig, "sich zu vernetzen und sich gegenseitig zu unterstützen bei der Integration. Dazu leistet dieser Tag einen wertvollen Beitrag."

Im Anschluss an die Eröffnung setzten sich die Anwesenden in Workshops und Podiumsdiskussionen mit der Erziehung von afrikanischen Kindern und Jugendlichen in der deutschen Gesellschaft und Kultur auseinander. Sie beschäftigten sich zudem mit den Herausforderungen, vor denen Eltern sowie das Ehe- und Familienleben in der modernen Gesellschaft stehen. Auch Probleme der Integration und Abgrenzung standen im Fokus des Vormittags.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einem Konzert mit Stanley Rubin aus Berlin wurde ein buntes Angebot aus der afrikanischen Kultur für alle Altersklassen angeboten. Guetang Yan, ein 17-jähriger Afrikaner, fand es dabei besonders schön, "Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen zu lernen, miteinander Gott zu loben und zusammen zu feiern."

Zum Abschluss des Zweiten Katholikentags der Afrikaner feierte Bischof Andrew Nkea Fuanya aus Mamfe in Kamerun einen Gottesdienst in der Werdener Basilika St. Ludgerus. Der Bischof war eigens für den Katholikentag der Afrikaner angereist, um die Afrikaner, die fern ihrer Heimat und Kultur in Deutschland leben, zu stärken und war somit auch am Vormittag bei den Workshops und Podiumsdiskussionen aktiv. (bpm,ja)

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