„Ein Katholikentag ist ein offener Bürgerdialog“

ZdK-Generalsekretär Dr. Stefan Vesper freut sich, dass die NRW-Landesregierung ihren Zuschuss zum Katholikentag 2018 in Münster gewährt und lädt schon jetzt auch alle Menschen aus dem Ruhrbistum zu der Großveranstaltung ein.

Dank an Ministerpräsidentin Kraft - auch für Ihre Begründung

Nachdem der Münsteraner Stadtrat einen Zuschuss zum Katholikentag 2018 abgelehnt hat, freut sich der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Stefan Vesper, am Freitagabend bei einem Besuch im Essener Dom, dass zumindest die NRW-Landesregierung die Großveranstaltung finanziell unterstützen wird. Dennoch seien die Münsteraner keine schlechten Katholikentags-Gastgeber, betont Vesper im Interview.

Herr Dr. Vesper, gute Nachrichten für den Katholikentag in Münster – zumindest von der NRW-Landesregierung?
Ja, der Landeszuschuss steht. Nordrhein-Westfalen wird 18 Prozent der veranschlagten Kosten für den Katholikentag 2018 in Münster übernehmen. Ich bin nicht nur froh über diese Entscheidung, sondern auch über die Begründung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Denn sie betont, dass die Themen auf Katholiken- und Kirchentagen regelmäßig auch für die Gesellschaft als Ganzes von Bedeutung seien.

Der Stadtrat von Münster war da zurückhaltender und möchte den Katholikentag statt wie bislang üblich mit Geld allenfalls mit Sachmitteln unterstützen.In Münster haben wir einen Rückschlag erlitten. Dabei ist es so wichtig, dass sich die Städte an den Katholikentagen beteiligen – sie ziehen einen enormen inhaltlichen und ökonomisch messbaren Gewinn daraus. Die Städte bekommen über Steuern, Gebühren und Kaufkraft ein Vielfaches der Beiträge wieder zurück, mit denen sich Kommunen schon seit 25 Jahren an den Katholikentags-Kosten beteiligen – übrigens unabhängig davon, welchem politischen Lager der Bürgermeister oder der Stadtrat angehören.

Sind die Münsteraner nun schlechte Katholikentags-Gastgeber?
Nein, bei meinen vielen Gesprächen in den vergangenen Wochen in Münster ist mir sehr viel Sympathie entgegen gebracht worden. Viele Menschen freuen sich schon auf den Katholikentag. Aber es gibt eben auch einen kleineren Teil, der sich bisher nicht von unseren Argumenten erreichen lässt, so dass es im Stadtrat jetzt diese ablehnende Entscheidung gab. Dabei haben wir Katholiken doch etwas einzubringen in diese Gesellschaft. Ein Katholikentag ist ein offener Bürgerdialog, ein Gesprächsforum zu gesellschaftlichen und politischen Fragen. 

2018 kommt der Katholikentag aus Sicht des Bistums Essen endlich einmal wieder in die Nähe. Was wird die Menschen zwischen Duisburg, Bochum und dem Sauerland in Münster erwarten?
Details zu Inhalt und Programm werden wir erst nach dem Katholikentag 2016 in Leipzig in den Blick nehmen. Aber 2018 werden die Essener tatsächlich sehr nah dran sein und wir hoffen, dass viele aus dem Ruhrbistum zum Katholikentag nach Münster kommen. Im ZdK glauben wir, dass das Bistum Essen ein interessantes Bistum mit vielen guten Kräften ist. Und irgendwann kommt der Katholikentag dann sicher auch wieder einmal nach Essen. (tr)

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