von Jens Albers

Drei Kirchen auf einen Streich

Tag 2 der Bistumswallfahrt stand ganz im Zeichen der Kirchen Roms

Kirchengebäude sind Rom beinahe genauso häufig anzutreffen, wie die bekannten Büdchen im Ruhrgebiet. Doch einige Gotteshäuser stechen aus der Vielzahl heraus. Drei dieser großen Kirchen Roms können die Pilgerinnen und Pilger der Bistumswallfahrt nun mit gutem Gewissen in ihrem Pilgerheft als besucht markieren. Denn der zweite Tag in der Ewigen Stadt stand ganz im Zeichen der Gotteshäuser. 

Von Ketten und Bischofskirchen

Gleich zwei der drei Kirchen – San Giovanni in Laterano und Santa Maria Maggiore – gehören zu den sogenannten Basilica Maiores und damit zu den sechs ranghöchsten Kirchen in der römisch-katholischen Kirche. Sie tragen den Titel Päpstliche Basilika. Die dritte Kirche auf der Besuchsroute – San Pietro in Vincoli – liegt unweit des Colosseums und gehört zu den frühchristlichen Kirchen in Rom. Namensgebend für diese Kirche sind Ketten – im Lateinischen „vincoli“ – die in einem Glasbehälter unter dem Altar aufbewahrt werden und als die Ketten verehrt werden, in denen Petrus in Jerusalem gefesselt war. Bekannt ist San Pietro zudem für Michelangelos Statue von Moses. Die Basilika San Giovanni – oder kurz die Lateranbasilika – ist die Bischofskirche von Rom und unter den vier Papstbasiliken in Rom die bedeutendste. Die Lateranbasilika wird als „mater et caput“ – als Mutter und Hauptkirche allerkatholischen Kirchen der Welt angesehen und geht auf Konstantin I. zurück.

Emotionaler Moment mit Maria

Santa Maria Maggiore ist nicht nur einer der vier päpstlichen Basiliken in Rom sondern auch die größte unter den 40 Marienkirchen in der Ewigen Stadt. Welcher Ort in Rom könnte an diesem Tag – dem Gedenktag der Mutter vom Guten Rat, der Essener Bistumspatronin – geeigneter für einen gemeinsamen Gottesdienst sein? Und so versammelten sich die Pilgerinnen nach einem erlebnisreichen und beeindruckenden Sightseeing der kirchlichen Art zum frühen Nachmittag in der Basilika um gemeinsam mit Weihbischof Wilhelm Zimmermann einen feierlichen Gottesdienst zu feiern.

Auch für Zimmermann war es ein sehr emotionaler Moment, an diesem Hochfest gerade in dieser Basilika eine Heilige Messe feiern zu können. Und so stellte Zimmermann auch das Leben Marias in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Maria erkennt die Situation und mahnt uns, Realität und Radikalität von Veränderungen zu sehen und trotzdem den Blick für die Zukunft nicht zu verlieren“, gab der Weihbischof auch mit Blick auf die anstehenden Entwicklungsprozesse in den Pfarreien und Gemeinden des Ruhrbistums zu bedenken. Das Beharrungsvermögen von Menschen und ihr wenig geweiteter Blick seien nicht leicht zu verändern, doch Marias „Weitblick“ könne auch in diesen Momenten Hoffnung geben.

Nachdem der erste Auftritt im Petersdom gestern geglückt war, trat der Projektchor heute vollen Mutes vor die gefüllte Basilika. Und bereits nach der ersten Strophe des „Salve Reginas“ zu Beginn des Gottesdienstes zogen die Sängerinnen und Sänger alle in ihren Bann. Und so stimmten nicht nur die Pilger aus dem Ruhrbistum in den Gesang ein, sondern auch der ein oder andere Besucher, der gerade mit seiner Gruppe durch die Basilika geführt wurde.

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