Dorn im Auge von Finanzhaien sein

Die katholischen Sozialverbände können nach Ansicht von Diözesanadministrator Franz Vorrath einen wichtigen Beitrag für soziale Gerechtigkeit in Wirtschaft und Staat leisten.

Weihbischof Vorrath erinnert an die Aufgabe der Sozialverbände

Die katholischen Sozialverbände können nach Ansicht von Diözesanadministrator Franz Vorrath einen wichtigen Beitrag für soziale Gerechtigkeit in Wirtschaft und Staat leisten. „Durch die organisierte Kraft unserer Sozialverbände kann die Gesellschaft daran erinnert werden, dass das Marktverhalten der Einzelnen sich nicht ausschließlich von dem Interesse leiten lassen kann, möglichst preiswerte oder profitable Produkte herzustellen oder sie einzukaufen“, sagte der Weihbischof bei einer Wallfahrt der Mitglieder der Kolpingsfamilien, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) im Bistum Essen zum Grab des heiligen Ludgerus in Essen-Werden.

Die Sozialverbände könnten „so etwas wie ein gesellschaftliches Immunsystem bilden, das bei sinkendem Spiegel moralisch-christlicher Überzeugungen in Wirtschaft und Gesellschaft Alarm schlägt und für die Umsetzung dieser Überzeugungen im konkreten Alltag sorgt“, so Vorrath. Niemand könne im Ernst daran glauben, dass es mit rechten Dingen zugehe, wenn ein Flug nach Schweden sechs Euro oder ein Kilo Fleisch fünf Euro kosten würde. Jede, auch nur die kleinste Kaufentscheidung löse Kettenreaktionen aus, „die weiterreichender seien, als es uns manchmal lieb ist“. 

Vorrath rief die Mitglieder der Sozialverbände dazu auf, ihre Zusammenkünfte und Bildungsveranstaltungen zu „wirtschaftsethischen Fitnesscentern“ werden zu lassen, in denen Bewusstseinsbildung, Aufklärung und Weitergabe von christlichen Überzeugungen eingeübt werden. „Dann werden wir schnell wieder Dorn im Auge von Finanzhaien und zugleich Salz der Erde“, betonte der Diözesanadministrator.(ul)

 

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