„Deshalb gibt es Hoffnung“

Ostern kann man nach den Worten von Weihbischof Ludger Schepers nicht von außen begreifen. „Man darf den Tod, das Leid, den Schmerz nicht verdrängen“, sagte er in seiner Predigt am Ostersonntag im Essener Dom.



Predigt von Weihbischof Schepers am Ostersonntag im Essener Dom
 
Ostern kann man nach den Worten von Weihbischof Ludger Schepers nicht von außen, als neutraler Botschafter begreifen. „Man darf den Tod, das Leid, den Schmerz nicht verdrängen, sondern man muss sich hineinbegeben in das Grab, in das, womit man längst glaubte abgeschlossen zu haben“, sagte er in seiner Predigt am Ostersonntag, 8. April, im Essener Dom. Ostern, Auferstehung, neues Leben werde nur dort möglich, „wo wir  nicht einfach zumachen, wo wir nicht abschließen mit dem, was uns unangenehm ist, nach dem Motto: Aus und vorbei!“

Seit Ostern, so der Weihbischof, gebe es keine wirklich aussichtslose Situation mehr, nichts, wo nicht neue Hoffnung aufbrechen könne. „Weil Gott mit uns Menschen nicht einfach abgeschlossen hat, trotz vieler Rückschläge und Enttäuschungen; weil er in Jesus Christus selbst Mensch geworden ist, sich hineinbegeben hat in all‘ das menschliche Elend und sogar Leiden und Tod auf sich genommen hat, weil er im buchstäblichen Sinn des Wortes in das Grab hinein gegangen ist.“

Diese Ostererfahrung könne allerdings nur der machen, der aus dem Schneckenhaus von Ängstlichkeit und Resignation aufbreche zu den Gräbern dieser Welt, wo Menschen unterdrückt, missbraucht, nicht in ihrer einzigartigen Würde vom Anfang bis zum Ende ihres Lebens geachtet werden. Schepers: „Wer all‘ dem, was unangenehm ist im Leben, wer Enttäuschungen, Traurigkeit, Leid, Krankheit, Krisen und Problemen nur aus dem Weg geht, wer Konflikte und Schwierigkeiten verdrängt, der wird auch nicht die Erfahrung machen, dass sich etwas ändern kann, dass neue Chancen, neue Möglichkeiten des Lebens aufbrechen, wo wir es nicht mehr zu hoffen wagten.“(ul)


Predigt von Weihbischof Ludger Schepers

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