Den Künstlern über die Schulter geschaut

Der internationale Orgelzyklus am Essener Dom erfreut eine wachsende Besucherzahl mit außergewöhnlichen Darbietungen. In diesem Jahr erwartet die Zuhörer ein weiteres Highlight: eine Videoübertragung ermöglicht es, den Künstlern über die Schulter zu schauen.



11. Internationaler Orgelzyklus am Essener Dom mit internationalen Interpreten

Auch in diesem Jahr bringt der Internationale Orgelzyklus am Essener Dom wieder bekannte nationale und internationale Interpreten in die Essener Kathedralkirche. Seit der Fertigstellung der neuen Rieger-Domorgel im Jahr 2004 findet dieser Zyklus bereits zum 11. Mal statt. Das Programm bietet wieder – je nach Herkunft, Vorlieben und Spezialgebieten der Interpreten – Bekanntes, Interessantes und selten Gespieltes. Mit Musik aller Stilrichtungen bringen die Orgelvirtuosen die „Königin der Instrumente“ im Essener Dom zum Klingen.

Erstmals in diesem Jahr wird den Zuhörern im Kirchenschiff des Essener Domes nicht nur ein „Ohrenschmaus“, sondern auch eine „Augenweide“ geboten. Sie können dem Künstler an der Orgel „auf die Finger gucken“. Realisiert wird das durch eine Videoübertragung, die  den Hörern ermöglicht, live und in Farbe mitzuleben, wie der Organist am Spieltisch agiert.

Das Auftaktkonzert am Mittwoch, 20. August, gestaltet Wolfgang Capek, Wien. Zu hören sind die Sinfonia zur Kantate „Wir danken dir, Gott, wir danken dir“, BWV 29 von Johann Sebastian Bach (für Orgel bearbeitet von Wolfgang Gehring), die Ciacona G-Dur von Georg Muffat, das Finale der Symphonie KV 551 (Jupiter) von Wolfgang Amadeus Mozart (für Orgel bearbeitet von Wolfgang Capek), Verset F-Dur und Offertoire C-Dur von Louis J. A. Lefebure-Wely, Trois pièces op. 29 von Gabriel Pierne, Carillon orléannias von Henri Nibelle, Communion E-Dur von César Franck und das Allegro vivace aus der 6. Symphonie von Peter I. Tschaikovsky (für Orgel bearbeitet von Wolfgang Capek).

Der Interpret Wolfgang Capek absolvierte seine Studien in Orgel, Klavier, Komposition und Kirchenmusik an der Wiener Musikhochschule und in Frankreich und ist seither als Organist und Pianist tätig. Zahlreiche Konzertreisen, Aufnahmen und Meisterkurse führten ihn in die Musikzentren fast aller europäischen Länder, in die USA, nach Russland und Fernost. Als Solist, wie auch kammermusikalisch arbeitet er mit verschiedenen bedeutenden in- und ausländischen Ensembles unter namhaften Dirigenten zusammen.
Seit 1983 ist Capek Organist sowie Leiter der Chor- und Orchestergemeinschaft an der Marienkirche Wien-Hernals; seit 2009 ebenso Hauptorganist an der Kirche St. Augustin, dem kirchenmusikalischen Zentrum Wiens, und künstlerischer Leiter des „Sommer-Orgelfestivals St. Augustin“. Er ist Dozent für Orgel und Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seine vielfältige musikalische Tätigkeit umfasst u.a. Kompositionen für Klavier, Orgel und Chzor sowie Arrangements von Klavier- und Orchesterwerken für Orgel. Sein breites Repertoire umfasst alle Stilrichtungen, hat aber seinen Schwerpunkt in der Orgelliteratur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.  

Die sechs Konzerte des 11. Internationalen Orgelzyklus' am Essener Dom finden jeweils mittwochs um 19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei; nach dem Konzert wird am Ausgang um eine Spende zur Förderung der Essener Dommusik gebeten. (mi)


Die einzelnen Konzert-Termine in der Übersicht:


20. August: Wolfgang Capek, Wien: Werke von Bach, Mozart, Lefebure-Wely, Tschakowsky u.a.
27. August: Domorganist Hans Leitner, München: Werke von Bach, Pachelbel, Mozart, Rheinberger, Reger und Willscher
3. September: Domorganist Prof. Michael Hoppe, Aachen: Werke von Widor, Tournemire, Vierne, Duruflé und Hoppe
10. September: Ante Knešaurek, Zagreb: Werke von Bach, Reger, Klobucar und Improvisationen
17. Sepember: Domorganist Franz Comploi, Brixen: Werke von Bach, Mendelssohn Bartholdy, Reger, Alain und Nystedt
24. September: Domorganist Sebastian Küchler-Blessing, Essen: Werke von Schumann, Alain, Hakim, Reubke und Improvisationen

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