Bundesgesundheitsminister will gute Klinik-Qualität honorieren

Beim Namenstagsempfang der Kosmas und Damian GmbH diskutierten Gäste aus Politik, Wissenschaft und Klinik-Praxis am Dienstag in Essen die Zukunft der Versorgungsqualität in der deutschen Krankenhaus-Landschaft.

CDU-Politiker Hermann Gröhe beim Namenstags-Empfang der Kosmas und Damian GmbH

Als Gast beim Namenstagsempfang der Kosmas und Damian GmbH (K+D) am Dienstag in Essen hat sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) dafür ausgesprochen, die Finanzzuweisungen an Krankenhäuser auch über die Ergebnisqualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung zu steuern und so eine gute Versorgung zu honorieren. Insgesamt erwartet der Minister, dass der Prozess der Spezialisierung zu Lasten kleinerer Rundumversorger vorangetrieben wird, ohne die Versorgung in der Fläche aufzugeben.

Moderiert von der bekannten Radio-Journalistin Steffi Neu diskutierten neben dem Bundesminister auch zahlreiche Gesprächspartner aus Wissenschaft und Krankenhauspraxis über das Thema Versorgungsqualität. Rund 250 Teilnehmer erlebten eine engagierte und fachliche Auseinandersetzung zur Zukunft der Krankenhäuser und zu Reformvorhaben der Bundespolitik.

So unterstützte Professor Jürgen Wasem, Mitherausgeber des Krankenhaus-Reports 2014 zur Patientensicherheit, das Qualitätskriterium des Ministers als Instrument zur Steuerung der Finanzzuweisungen an einzelne Kliniken. Gleichzeitig legte er dar, wie schwierig die Ergebnisqualität messbar ist. Die Qualität sei daher nur bedingt eine brauchbare Kennzahl für die Finanzierung der Krankenhäuser.

Privat-Dozent Dr. Christoph Hanefeld, Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum, legte dar, wie stark die katholischen Krankenhäuser in den vergangenen Jahren die Qualitätsentwicklung und Spezialisierung in den eigenen Häusern und Verbünden vorangetrieben haben. Bei allem Fortschritt könne aber nur eine ausreichende Finanzierung der ärztlichen und pflegerischen Leistungen die gewünschte Qualität sichern.

Im Rahmen der Namenstagsfeier wurde auch das politisch und gesellschaftlich derzeit intensiv diskutierte Thema Sterbehilfe angesprochen: Hierzu laden der Rat für Gesundheit und Medizinethik und der Juristenrat im Bistum Essen gemeinsam mit der Mülheimer Akademie Die Wolfsburg am 19. November zu einem Themenabend ein und erarbeiten zudem gemeinsam mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck eine ethische Stellungnahme. Die Besucher des Namenstagempfangs quittierten mit Applaus, dass sich Hermann Gröhe als Bundestagsabgeordneter in Essen eindeutig gegen jede Form der kommerzialisierten Sterbehilfe aussprach.

Der Bischofsvikar für die Caritas, Dr. Hans-Werner Thönnes, versprach abschließend, die Anregungen der Gesprächsteilnehmer als Arbeitsauftrag für die K+D mitzunehmen. Schließlich sei die Gesellschaft mit dem Ziel gegründet worden, gute Rahmenbedingungen für die Qualitätssteigerung und die Spezialisierung aller katholischen Krankenhäuser im Bistum Essen zu sichern und dabei das Profil der katholischen Krankenhäuser als freie Träger in der Krankenhauslandschaft zu stärken, so Thönnes. (PH/tr)

Stichwort: Kosmas-und-Damian-GmbH

Die Kosmas und Damian GmbH (K+D) ist die Beteiligungs- und Entwicklungsgesellschaft für die langfristige Existenzsicherung katholischer Krankenhäuser im Bistum Essen. Die K+D ist an 11 Krankenhaus-Gesellschaften mit insgesamt 23 Standorten und 14 weiteren Einrichtungen im Ruhrbistum beteiligt. Gesellschafter der K+D ist das Bistum Essen. Das Unternehmen wurde im Oktober 2011 mit Sitz in Essen gegründet.

Die K+D arbeitet an einem starken Verbund katholischer Krankenhäuser im Ruhrbistum. Die Beteiligungs- und Entwicklungsgesellschaft steht für ein christliches Profil. Sie baut mit an tragfähigen Lösungen für die Zukunft werteorientierter Krankenhäuser.

Ein Video zum Namenstagsempfang finden Sie hier >>>

Stichwort: Kosmas und Damian

Nach der Legende waren die aus Syrien stammenden Brüder Kosmas und Damian Ärzte, die zur Zeit der Verfolgung durch Kaiser Diokletian (* ca. 240 in Dalmatien, † 3. Dezember 313 in Salona) den Märtyrertod erlitten. Bischof Altfrid von Hildesheim brachte Mitte des 9. Jahrhunderts Reliquien der beiden Heiligen nach Essen und Hildesheim. Bei der Gründung des Stiftes Essen wurden Kosmas und Damian zu Patronen des Stiftes und der Stiftskirche erhoben. Heute sind die beiden Heiligen, deren Gedenktag am 26. September begangen wird, die Patrone der Kathedralkirche zu Essen und die Stadtpatrone von Essen.

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse