Bistum Essen stellt Haushaltsbericht 2013 vor

Erstmals stellt das Bistum Essen in diesem Bericht nicht nur die eigene Finanzsituation dar, sondern auch die der selbstständigen Körperschaft „Bischöflicher Stuhl“. Generalvikar Pfeffer: „An einer transparenten und nachvollziehbaren Offenlegung kirchlicher Finanzen führt kein Weg vorbei.“

Auch das Vermögen des Bischöflichen Stuhls wird vorgestellt

Vielfältig.Wirksam.“ – unter dieser Überschrift hat das Bistum Essen heute, 5. November, seinen Haushaltsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Erstmals präsentiert das Ruhrbistum darin nicht nur seine eigenen Vermögenswerte sondern auch die der selbstständigen Körperschaft „Bischöflicher Stuhl“. „An einer transparenten und nachvollziehbaren Offenlegung kirchlicher Finanzen führt kein Weg vorbei“, erklärte Generalvikar Klaus Pfeffer bei der Vorlage des Berichts. Umso mehr freue es ihn und Finanzdirektor Ludger Krösmann, dass der Haushaltsbericht bereits im dritten Jahr erscheine und ein starkes öffentliches Interesse gefunden habe.

Der Jahresabschluss 2013 weist ein Bilanzvolumen von 247, 1 Millionen Euro auf. Dank eines leichten Plus bei den Kirchensteuereinnahmen (+1,6% auf 190,5 Millionen Euro) und deutlich geringeren außerordentlichen Aufwendungen als im Vorjahr konnte das Bistum Essen seine Rücklagen weiter stärken. Die Bilanz 2013 weist ein Eigenkapital von 147,7 Millionen Euro aus. Das ist eine Steigerung von 17 Prozent gegenüber 2012. Diese Kapitalbasis dient einerseits konkreten Zwecken und ist entsprechenden Rücklagen zugeordnet (etwa für die Instandhaltung der Gebäude). Ein anderer Teil des Eigenkapitals soll unvorhergesehenen Risiken auf der Ertrags- oder Aufwandsseite abfangen können. Aber auch für die Startphase pastoraler Projekte in den Pfarreien im Rahmen des „Zukunftsbildes“ wird ein Innovationsfonds mit 6 Millionen Euro dotiert. Weitere 11 Millionen Euro werden reserviert, um die Pfarreien bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen finanziell unterstützen zu können.

Unterm Strich stehen in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bistumsbilanz 2013 Erträgen von 245,2 Millionen Euro Aufwendungen in einer Höhe von 223,4 Millionen Euro gegenüber. Dabei speisen sich die Erträge zum größten Teil (77,7%) aus Kirchensteuereinnahmen. Der größte Teil der Aufwendungen fließt den Gemeinden (24,4%) und Kindertagesstätten (8,5%) zu sowie den Schulen (18,3%) und der Bischöflichen Verwaltung mit ihren angeschlossenen Einrichtungen (10,2 %) zu.

Verglichen damit nimmt sich das Vermögen des Bischöflichen Stuhls in Essen geradezu bescheiden aus. Das Bilanzvolumen weist einen Betrag von 2,3 Millionen Euro auf und  Er umfasst neben dem Allgemeinen Vermögen zur freien Verfügung des Bischofs aus zwei Sondervermögen zur Finanzierung der Ausbildung von Geistlichen sowie zur Förderung geistlicher und kirchlicher Berufe. Hinzu kommen die noch nicht erhobenen Sachanlagen  für das Essener Bischofshaus und ein Mehrfamilienhaus in Essen, die im kommenden Jahr in der Bilanz mit aufgeführt werden.

Doch der 40-seitige Haushaltsbericht enthält nicht nur ein umfangreiches Zahlenwerk. Auch in mehreren ausführlichen Artikeln wird deutlich, was „vielfältig wirksam“ im Ruhrbistum bedeutet. So zeichnet ein Text noch einmal ausführlich den Dialogprozess im Bistum Essen nach, der zu dem Zukunftsbild geführt hat, das seit 2013 Leitlinie für alle Entscheidungen auf den verschiedenen Ebenen der Kirche an Rhein und Ruhr ist. Ein weiterer Artikel beleuchtet das jüngste publizistische Projekt des Bistums: das Bistumsmagazin BENE, das seit Ende 2013 alle zwei Monate an jeden katholischen Haushalt im Bistum geschickt wird. Hintergründe zu einem komplizierten Finanzthema liefert zudem der Text „Keine neue Kirchensteuer“: Er erläutert die Neuregelung bei der Kirchensteuer auf Sparerträge. (tr,ul)


Der vollständige Haushaltsbericht kann auf der Internetseite finanzen.bistum-essen.de heruntergeladen werden. Dort gibt es zudem weitere ausführliche Informationen zu den kirchlichen Finanzen im Bistum Essen.

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