Bildung ist der Schlüssel zur Entwicklung

Spenden für Haiti zu sammeln, insbesondere für den Wiederaufbau des Schulsystems, ist das Ziel der Initiativgruppe „Vergesst Haiti nicht“. Die eingehenden Mittel will die Initiativgruppe über ADVENIAT nach Haiti leiten.

Initiativkreis zur Verbesserung der Schulsituation in Haiti gegründet
 
Spenden für Haiti zu sammeln, insbesondere für den Wiederaufbau des Schulsystems, ist das Ziel der Initiativgruppe „Vergesst Haiti nicht“, die jetzt in Düsseldorf vorgestellt wurde. Gründungsmitglieder sind u.a. Weihbischof em. Franz Grave, Ministerpräsident a.D. Wolfgang Clement, der frühere Pressesprecher der Bundesregierung, Friedhelm Ost und der Vizepräsident des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus (GVSt), Wilhelm Beermann. „Wenn 60 – 70 % der Kinder Analphabeten sind, dann muss in Sachen Bildung etwas getan werden“, sagte Grave bei einer Pressekonferenz im nordrhein-westfälischen Landtag. Die Pfarreischulen seien im Augenblick die besten Anwälte für die Bildung, so der Weihbischof, der sich seit langem für Haiti einsetzt. Grave war von 1992 bis 2008 Vorsitzender der Bischöflichen Kommission Adveniat und in dieser Funktion mehrmals in Haiti gewesen. Die Spenden will die Initiativgruppe über Adveniat nach Haiti leiten.

Prälat Bernd Klaschka, Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, betonte die wichtige Rolle der Kirche im haitianischen Bildungswesen. Der haitianische Staat sei seinem Bildungsauftrag nie ausreichend nachgekommen. Die Menschen seien auf die mehr als 2.200 Schulen in kirchlicher Trägerschaft angewiesen, betonte Klaschka. Für derzeit mehr als 500.000 Schüler böten die Pfarrschulen neben der Chance, lesen und schreiben zu lernen, oft auch  die einzige warme Mahlzeit am Tag.

Père Han’s Alexandre, Sekretär und Sprecher der Haitianischen Bischofskonferenz, schilderte die Situation in seinem Land als weiterhin angespannt. Die extremen Bedingungen wie Hitze, das provisorische Leben in Zelten und die beginnende Regenzeit machten es den Haitianern schwer, sich wieder aufzurichten, sagte er. Doch seien es Zeichen der Solidarität wie aus Deutschland, die es den Menschen ermöglichten, „jetzt alles zu erreichen, mit der Hilfe derjenigen, die ihnen die Hand reichen.“

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