Jahreskalender Ökumene

18. - 25. Januar 2016

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird getragen vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und dem Ökumenischen Rat der Kirchen. Sie wird jährlich vom 18. - 25. Januar oder zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gefeiert.

Die Gebetswoche wird jedes Jahr in einem anderen Land vorbereitet. Die Materialien für 2016 kommen aus Lettland. Die Gebetswoche steht unter dem Motto: „Berufen, die großen Taten des Herrn zu verkündigen“ (vgl. 1 Petr 1,9)

Für das Jahr 2017 werden die Texte auf dem Hintergrund des Reformationsjubiläums in Deutschland vorbereitet.

Weitere Informationen und alle Materialien (u.a. Gottesdienstformular und -heft, Tagesmeditationen und Andachten) zum Download hier

Hintergrund:

Die eigentlichen Anfänge der heutigen Gebetswoche gehen auf zwei voneinander zunächst unabhängige Initiativen zurück: Zum einen hatte der Anglikaner Paul Wattson (gemeinsam mit Laura White Gründer der Society of the Atonement als Zweig der franziskanischen Ordensfamilie) – ein Jahr, bevor er 1909 mit seiner Gemeinschaft zur römisch-katholischen Kirche übertrat – für die Zeit vom 18. Januar (damals Fest der Stuhlfeier des Heiligen Petrus) und dem 25. Januar (Fest der Bekehrung des Apostels Paulus) eine Gebetsoktav eingeführt, die die Rückkehr der verschiedenen christlichen Kirchen nach Rom zum Inhalt hatte. Dieses wurde 1916 durch Papst Benedikt XV. als für die ganze römisch-katholische Kirche verbindlich erklärt. Die Gebetsoktav bekam dann in den 30er und 40er Jahren eine deutlich andere Richtung, als Abbé Paul Couturier in Lyon (Frankreich) erkannte, dass das Gebet für die Einheit nur Sinn hat, wenn es gemeinsam mit Nicht-Katholiken gebetet wird. Von diesen konnte aber nicht verlangt werden, für die Rückkehr nach Rom zu beten. Die Gebetswoche wurde daher allgemein dem Gebet für die Einheit gewidmet – „wann Christus sie will und mit welchen Mitteln er sie herbeizuführen gedenkt“. 1959 wurde diese Änderung durch Papst Johannes XXIII. offiziell gebilligt.

Der zweite Ursprung der Gebetswoche ... hier den ganzen Artikel zu Geschichte und Anliegen der Gebetswoche lesen

31. Januar 2016

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) schlägt gemeinsam mit dem Katholischen Bibelwerk e.V. und der Deutschen Bibelgesellschaft vor, den letzten Sonntag im Januar als ökumenischen Bibelsonntag zu feiern. Der Bibelsonntag kann den Auftakt oder Abschluss einer ökumenischen Bibelwoche bilden.

Das Bibelwerk und die Bibelgesellschaft veröffentlichen für die ökumenische Bibelwoche jeweils Arbeitsbücher und -hefte, die inhaltliche und methodische Zugänge zu den Bibeltexten bieten und Anregungen für die Gestaltung von Bibelgesprächen enthalten.

Für den ökumenischen Bibelsonntag stehen unter anderem Entwürfe für ökumenische Gottesdienste und Vorlagen für Werbematerial zur Verfügung.

Im Mittelpunkt des Bibelsonntag und der Bibelwoche 2016 stehen Texte aus dem Buch Sacharja.

Weitere Informationen zur ökumenischen Bibelwoche und den Arbeitshilfen für die ökumenischen Bibelgespräche hier.

Alle Material für den ökumenischen Bibelsonntag zum Download gibt es hier.

Jeweils im Herbst findet in der Aula des Bischöflichen Generalvikariates Essen ein Vorbereitungs-Workshop zur ökumenischen Bibelwoche und zum ökumenischen Bibelsonntag statt. Näher Infos hier oder im Infobrief Ökumene.

4. März 2016

Der Weltgebetstag 2016 kommt von christlichen Frauen aus Kuba. Er wird am Freitag, den 4. März 2016, in Gemeinden auf der ganzen Welt gefeiert. Sein deutscher Titel lautet: Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf. In das Zentrum ihres Gottesdienstes haben die kubanischen Frauen das Zusammenleben der unterschiedlichen Generationen gestellt.

Weitere Informationen und Material zum Download hier

Hintergrund

Die Weltgebetstagsbewegung gibt es seit über 100 Jahren. Ihre Anfänge hatte sie in den USA und Kanada.  Heute feiern Menschen in über 170 Ländern immer am ersten Freitag im März den Weltgebetstag, der damit zu einer weltweite Basisbewegung christlicher Frauen geworden ist. In Deutschland engagiert sich von katholischer Seite vor allem die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in der Vorbereitung und Durchführung der Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag.

20. März 2016

„Wo bist Du, Gott“, fragen wir inmitten von Leid und Schmerz, von Krieg und Konflikt und auf der Suche nach Sinn und dem, woran wir glauben können. „Wo bist Du, Mensch!“, mag Gott jeden von uns fragen, wenn es darum geht, wo wir denn eigentlich selbst zu finden sind, wo wir stehen in unserem Leben, wofür wir einstehen und was wir tun, um in dieser Welt in der Nachfolge Jesu Christi zu leben. Thema und Texte, Bilder und Musik für den Jugendkreuzweg 2016 nehmen diese Fragen auf. Dazu stehen Bildmotive, Texte und Lieder, Hefte für die Vorbereitung und die Teilnehmenden zur Verfügung, mit denen jede Gemeinde  den Kreuzweg individuell gestalten kann.

Hier zur Homepage des ökumenischen Jugendkreuzwegs

Hier das Material zum Kreuzweg der Jugend bestellen

Hintergrund

Bereits seit 1958 lädt der „Kreuzweg der Jugend“ zum gemeinsamen ökumenischen Kreuzweg ein und hat sich seitdem zu einer Gebetsbrücke über Konfessionen und Generationen entwickelt. Die Herausgeber des Kreuzwegs, die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ), sowie der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend Deutschland (aej) entwickeln in jedem Jahr neue Gebete, Impulse und Betrachtungen zu einem ausgewähltem Thema und arbeiten gemeinsam mit Fotografen und Musikern.

9. - 16. April 2016

Im Jahr 2016 wird sich die Woche für das Leben mit dem ‚vierten Lebensalter‘ befassen. Es sollen die Lebensbedingungen in der vierten Lebensphase fokussiert werden: soziale Lage, Lebens- und Wohnsituationen, selbstbestimmtes Leben, soziale Kontakte u. a. Das Thema lautet "Alter in Würde". Zur weiteren Information über das Thema und zur Vorbereitung von Veranstaltungen im Rahmen der Woche für das Leben 2016 stehen verschiedene Begleitmaterialien (Plakate, Informationsbroschüre, Themenheft) zur Verfügung.

Weitere Informationen hier

Hintergrund

Mit der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gemeinsam getragenen Aktion "Woche für das Leben" leisten die Kirchen seit mehr als 20 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens.

Indem die "Woche für das Leben" auf die vielfältigen Gefährdungen des menschlichen Lebens hinweist, will sie Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit menschlichen Lebens in allen seinen Phasen sensibilisieren. In einem Dreijahreszyklus wird eine Thematik mit jährlich wechselnden Schwerpunkten behandelt. Die Bandbreite der Themen ist dabei so groß wie das Leben selbst: Es geht um die Wertschätzung des Lebens im Alter, um den Umgang mit behinderten, kranken oder pflegebedürftigen Menschen, um den Einsatz für eine kinderfreundliche Gesellschaft, um den besonderen Schutz ungeborenen Lebens, um Fragen der Bioethik, um Chancen und Grenzen der modernen Medizin, um die Bewahrung der Schöpfung oder den Schutz von Ehe und Familie.

16. Mai 2016

Pfingsten feiern Christen die Herabsendung des Heiligen Geistes. Da dieser die Jünger ermutigt hat, die Frohe Botschaft von Jesus Christus öffentlich zu verkünden und Menschen zum Glauben einzuladen, gilt Pfingsten als das "Geburtsfest der Kirche".

Gleichzeitig erinnert das Pfingstfest an die ursprüngliche Einheit  der Kirche. Denn der Heilige Geist führte Menschen aus verschiedenen Kulturen und Sprachen zusammen. Viele Gemeiden feiern daher am Pfingstmontag ökumenischen Gottesdienste und beten darum, dass die verschiedenen christlichen Konfessionen weitere Fortschritte auf dem Weg zur Einheit der Christen machen.

2. September 2016

„Die ganze Schöpfung – Lobpreis Gottes“, so lautet das Motto des ökumenischen Tags der Schöpfung im Jahr 2016. Das Motto des ökumenischen Tags der Schöpfung greift den Hymnus „Lob für Gott“ von Hildegard von Bingen auf. In ihm spricht die Mystikerin davon, dass alle Elemente der Schöpfung ein Lob Gottes anstimmen. Mit dem Motto wird ein wesentliches Anliegen des Schöpfungstags verdeutlicht. Am Schöpfungstag stimmen wir gemeinsam den Lobpreis Gottes an, wir bekennen gemeinsam den Glauben an Gott, den Schöpfer. Der Glaube, dass Gott die Welt erschaffen hat, gehört zum Kern der christlichen Botschaft und verbindet alle Konfessionen miteinander.

Die Materialien für den ökumenischen Tag der Schöpfung werden voraussichtlich ab März 2016 zur Verfügung stehen.

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Arbeitshilfen zum Tag der Schöpfung unter anderem von der ACK in Deutschland und der ACK NRW herausgegeben worden.

Hintergrund

Christen glauben an Gott, den Schöpfer. Den Raubbau an der Natur sehen sie mit großer Sorge. Deshalb lud der Ökumenische Patriarch Dimitrios I. 1989 die "ganze orthodoxe und christliche Welt" dazu ein, am 1. September für die Schöpfung zu beten.

Die Kirchen nahmen in der Charta Oecumenica diese Initiative auf und empfehlen, "einen ökumenischen Tag des Gebetes für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen". Die ACK in Deutschland hat sich diese Empfehlung zu eigen gemacht. Auf dem zweiten Ökumenischen Kirchentag in München (2010) hat sie den ökumenischen Schöpfungstag feierlich proklamiert. Weitere Informationen und Hintergründe zum Tag der Schöpfung finden sich in einem Heft der ACK Deutschland mit dem Titel Gottes Schöpfung feiern.

Im Anschluss an die Veröffentlichung der Umwelt-Enzyklika "Laudato Si" hat Papst Franziskus  den 1. September auch im weltweiten Kalender der katholischen Kirche als Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung festgelegt.

Die bundesweite Feier des ökumenischen Schöpfungstags in Deutschland findet in jedem Jahr am ersten Freitag im September statt. Im Mittelpunkt stehen das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und konkrete Schritte zu ihrem Schutz. In den Gemeinden kann der Schöpfungstag auch an einem anderen Tag innerhalb des Zeitraums vom 1. September bis 4. Oktober gefeiert werden. So kann man auf bereits in verschiedenen Orten und Regionen gewachsene Traditionen und Ferientermine Rücksicht nehmen.

25. September - 1. Oktober 2016

"Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt", so lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2016.  Das Gemeinsame Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche, das Materialheft und Gottedienstbausteine sind hier abrufbar. Die Internetseite veröffentlicht fortlaufend Artikel zu den Bereichen Good Practice und Aktuelles.

Hintergrund

Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In mehr als 550 Städten und Gemeinden werden rund 4.500 Veranstaltungen durchgeführt. Der Tag des Flüchtlings ist Bestandteil der IKW.

6. - 16. November 2016

"Grenzerfahrung", so lautet das neue Motto der 36. Ökumenischen FriedensDekade, die in diesem Jahr vom 8. bis 18. November 2015 bundesweit durchgeführt wird.

Das Motto für die ökumenische FriedensDekade im Jahr 2016 lautet: „Kriegsspuren“.
Über den Onlineshop können jederzeit mottoübergreifende Materialien bestellen. Die  spezifischen Materialien für 2016 sind nach Fertigstellung (voraussichtlich Juli 2016) über den Onlineshop erhältlich.

Ein Terminkalender listet Veranstaltungen auf, die im Rahmen der FriedensDekade durchgeführt wurden. Zu vielen Veranstaltungen können Details über Internetlinks aufgerufen werden.

Hintergrund

Geboren wurde die Idee zur FriedensDekade (anfangs "Friedenswoche" genannt) in den Niederlanden. Dort hatte der "Interkirchliche Friedensrat" die Friedenswoche eingeführt, um das Engagement der Kirchenmitglieder für Friedensfragen zu stärken. In West- und Ostdeutschland wurde die Idee gleichzeitig im Jahre 1980 aufgenommen. Schon vor der offiziellen "Wende" im Jahre 1990 arbeiteten die Aktion Sühnezeichen (Berlin/Ost) und INKOTA (Berlin/Ost) bei der Trägergruppe "Ökumenische Dekade für Frieden in Gerechtigkeit" im Westen mit, die Arbeitsstelle KDV und Friedensarbeit der Kirchenprovinz Sachsen ab dem Jahre 1992. Nach der "Wende" gab es unterschiedliche Leitworte und Materialien für die FriedensDekade in Ost und West. Um der FriedensDekade ein einheitliches Profil zu geben, beschlossen die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und die Mitglieder der Trägergruppe "Ökumenische Dekade für Frieden in Gerechtigkeit" 1992, ein "Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade" zu bilden, das die Initiativen und Kirchen aus Ost und West zusammenführen sollte.

16. November 2016

Der Buß- und Bettag ist vor allem in der Tradition der evangelischen Kirche verwurzelt. Er wird am Mittwoch vor dem letzten Sonntag im Kirchenjahr begangen und nimmt den biblischen Gedanken auf, dass Menschen immer wieder der Hinkehr zu Gott bedürfen, weil sie Schuld auf sich geladen haben. Er kann verstanden werden als ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Der Gedenktag dient dem Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Irrtümer wie beispielsweise Ausländerhass, Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen. In diesem Sinn wird er oft mit ökumenischen (Buß-)Gottesdiensten von Christen der verschiedenen Konfessionen gemeinsam gefeiert.

Im Vorfeld des 500. Jahrestages der Reformation 2017 wächst die Erkenntnis, dass die Kirchen auch in ihrem Verhalten zueinander Schuld auf sich geladen haben und der Buße und Vergebung bedürfen. Auch dieser Gedanke bietet sich zur Gestaltung eines ökumenischen Gottesdienstes am Buß- und Bettag an. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Baden-Württemberg hat dazu eine Handreichung erstellt, die hier abgerufen werden kann.

Ansprechpartner

Referent für Ökumene

Lic. theol. Volker Meißner

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-681

0201/2204-841681

volker.meissner@bistum-essen.de