Weihbischof Vorrath für Fortbestand von Babyklappen

Für den Fortbestand von sogenannten Babyklappen hat sich Weihbischof Franz Vorrath ausgesprochen. "Für viele Schwangere sind sie ein Rettungsring", sagte der Weihbischof anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Essener Babyfensters.


2010 nahm das Essener Babyfenster zwei Kinder in seine Obhut auf
 

Der Essener Weihbischof Franz Vorrath hat sich für den Fortbestand von sogenannten Babyklappen ausgesprochen. Die Arbeit von Einrichtungen, die Schwangeren eine anonyme Geburt ermöglichen, sei „für viele Frauen in Not ein Rettungsring“, sagte der Weihbischof jetzt bei der Feier des zehnjährigen Bestehens des Vereins „Essener Babyfenster“.  

Aus kirchlicher Sicht müsse das Lebensrecht immer an erster Stelle stehen. Deshalb gelte es, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Vorrath betonte, dass das Essener Babyfenster eingebettet sei in ein Netzwerk von Hilfsangeboten für Frauen und Eltern, die in der Schwangerschaft oder nach der Geburt eines Kindes in Notlagen geraten. Zum Angebot gehörten die Schwangerenberatung, die Jugend- und Familienhilfe, der Adoptions- und Pflegekinderdienst, Wohnungen für Schwangere und ein Wohnprojekt für minderjährige Schwangere. Unterstützt werde der Verein dabei vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Essen-Mitte. Das Babyfenster, so der Weihbischof weiter,  leiste in diesem Zusammenhang nur „einen kleinen, aber zugleich einen sehr wichtigen Beitrag“.  

Wie SkF-Geschäftsführer Björn Enno Hermans berichtet, konnte auch 2010 vielen durch eine Schwangerschaft in Not geratenen Frauen und Paaren geholfen werden. Zwei Mal gelang es den Helfern am Telefon, den Schwangeren Unterstützungen und Hilfen aufzuzeigen und sie zu bewegen, ihre Anonymität aufzugeben.  Ihre Kinder leben inzwischen in Adoptivfamilien.  In einem anderen Fall konnte eine Frau, die sich über die kostenlose Notrufnummer gemeldet hatte, überzeugt werden, ihr Kind in einem Krankenhaus zu entbinden. Wegen medizinischer Komplikationen stellte sich dies als lebensrettend heraus. Eine andere Schwangere, die sich nach Gesprächen für ein Leben mit ihrem Kind entschieden hat, lebt inzwischen im Wohnappartement des Vereins. 

Zwei Mal nahm das Essener Babyfenster in diesem Jahr Babys in seine Obhut auf. Für beide Kinder konnten sofort Bereitschaftsfamilien des Vereins gefunden werden. Auch diese Kinder leben nun in Adoptivpflegefamilien. Seit der Gründung des Vereins vor zehn Jahren sind damit insgesamt 13 Kinder im Babyfenster aufgenommen worden. (ul)

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