Muslime und Christen tragen gemeinsame Verantwortung für Flüchtlinge in Deutschland

In einem gemeinsamen Grußwort haben die evangelischen Kirchen und die katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen den muslimischen Gläubigen einen segensreichen Ramadan gewünscht. In ihrem Grußwort rufen die Kirchen Muslime und Christen in Deutschland auf, sich gemeinsam gegen Extremismus zu stellen.

Kirchen in NRW senden Grußwort an Muslime zum Fastenmonat Ramadan

In einem gemeinsamen Grußwort haben die evangelischen Kirchen und die katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen den muslimischen Gläubigen einen segensreichen Ramadan gewünscht. „Möge diese Zeit ein hoffnungsvolles Licht in unsere Welt werfen, die unter Krieg und Ungerechtigkeit leidet“, heißt es in dem Schreiben an die Verantwortlichen muslimischer Gemeinschaften.

In ihrem Grußwort rufen die Kirchen Muslime und Christen in Deutschland auf, sich gemeinsam gegen Extremismus zu stellen und die Demokratie und das friedliche Zusammenleben zu stärken. „Gerade in einer Gesellschaft, in der viele Menschen der Religion gegenüber kritisch sind, ist es unsere Aufgabe, die menschenfreundlichen Werte unserer Religionen immer wieder neu ans Licht zu bringen“, heißt es in ihrer Grußbotschaft. „Diese Schätze der islamischen und christlichen Traditionen sollten in der religiösen Erziehung und im spirituellen Leben unserer Gemeinden, aber auch im Alltag sowie in der akademischen Lehre und Forschung deutlich werden.“

Die Kirchen weisen in ihrem Schreiben besonders auf die gemeinsame Verantwortung für die Flüchtlinge aus den Kriegs- und Krisenregionen hin. „Ihre Verletzungen können kaum heilen, wenn Rechtsextreme und Islamisten den gesellschaftlichen Zusammenhalt untergraben und sich die Konflikte aus den Heimatländern bis in die Flüchtlingsheime fortsetzen.“ Flüchtlinge hätten eine Chance, wieder Vertrauen zu gewinnen, „wenn wir als Muslime und Christen unsere Verbundenheit über die Religionsgrenzen hinweg in dieser Gesellschaft spürbar werden lassen“, schreiben die Kirchen in ihrem Grußwort zum Ramadan.

Die acht Unterzeichner des „Ramadan Mubarak“ („Gesegneter Ramadan“) überschriebenen Grußwortes sind Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Münster), Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff (Bistum Aachen), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland).

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