Bischof und Generalvikar diskutieren über Flüchtlingspolitik

Die katholische Akademie „Die Wolfsburg“ veranstaltet zwei Podiumsdiskussionen zu verschiedenen Aspekten der Flüchtlingspolitik. Bischof Overbeck und Generalvikar Pfeffer debattieren mit Fachleuten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Justiz.

Zwei Podiumsdiskussionen in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“

Mit zwei prominent besetzten Podiumsdiskussionen widmet sich die katholische Akademie „Die Wolfsburg“ jetzt verschiedenen Aspekten der aktuellen Flüchtlingsproblematik: Geht es am Donnerstag, 22. Oktober, unter der Überschrift „Migration nach Deutschland gerecht gestalten“ mit Generalvikar Klaus Pfeffer um mögliche Korrekturen in der Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik, stehen am Montag, 9. November, mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck unter dem Titel „Flüchtlingsrecht(e) in Deutschland“ vor allem juristische Aspekte rund um das deutsche und europäische Asylrecht auf dem Programm.

Pfeffer diskutiert am kommenden Donnerstag ab 18.30 Uhr mit der Sozialethikerin Prof. Marianne Heimbach-Steims, der Referentin für Migration und Integration bei Caritas International, Dr. Elke Tießer-Marenda und Prof. Andreas Blätte vom Institut für Politikwissenschaft an der Uni Duisburg-Essen wie Deutschland und Europa in Zukunft mit den Flüchtlingsströmen umgehen sollen. Unter anderem soll diskutiert werden, ob und wie Migrationswellen künftig beherrscht werden können, welche Konsequenzen Zuwanderung für die Aufnahme-Gesellschaften hat und welchen Kriterien eine Flüchtlingspolitik genügen muss, die das Christliche Menschenbild zu ihrem Maßstab macht.

Gemeinsam mit Bischof Overbeck sitzen am 9. November ab 19 Uhr der Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Dr. Michael Griesbeck, Prof. Kay Heilbronner vom Forschungszentrum Ausländer- und Asylrecht der Universität Konstanz, der Sprecher des Juristenrates im Bistum Essen, Alexander Mauer sowie Dr. Jürgen Micksch, Mitbegründer von Pro Asyl und Vorstandsvorsitzender des Interkulturellen Rates, auf dem Podium. Moderiert von BGH-Richter Prof. Andreas Jurgeleit diskutiert die Runde unter anderem, welchen Spielraum die EU-Mitgliedsstaaten bei der Gestaltung ihres Asylrechtes haben, welche Kriterien aus christlicher Perspektive beim Umgang mit Flüchtlingen zu berücksichtigen sind und wie das Flüchtlings- und das Zuwanderungsrecht sinnvoll miteinander verzahnt werden. Auch die gerade beschlossenen Änderungen am deutschen Asylrecht werden bei dieser Diskussion zur Sprache kommen, die zugleich die Jahresveranstaltung des Juristenrates ist.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei, allerdings ist eine Anmeldung per E-Mail oder telefonisch (Tel.: 0208/99919-981) erforderlich. Am Ende jeder Veranstaltung wird um eine Spende für die Flüchtlingsarbeit im Bistum Essen gebeten. (tr)

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