Die Wundertätige Medaille
Frz. »Médaille miraculeuse«; kleiner ovaler Anhänger. 1830 berichtete die im Kloster der Vinzentinerinnen in Paris, Rue du Bac, lebende Ordensschwester Cathérine Labouré (* 1806, †1876), ihr sei die Gottesmutter Maria dreimal erschienen. Sie habe ihr den Auftrag erteilt, eine Medaille prägen zu lassen und an alle Besucher zu verteilen. Auch die Motive der Medaille habe Maria genau beschrieben: auf der Vorderseite Maria auf einer Erdkugel, auf einer Schlange stehend, die den Satan symbolisiert, auf der Rückseite ein »M« für Maria mit eine Kreuz und darunter den Herzen von Jesus und Maria, umrahmt von zwölf Sternen. Der Beichtvater von Cathérine Labouré und der zuständige Erzbischof von Paris reagierten zunächst skeptisch. Erst zwei Jahre später erfolgte die bischöfliche Erlaubnis zum Prägen der Medaillen. Bald häuften sich Berichte über unerklärliche Heilungen und Bekehrungen. So erhielt der Anhänger bald den Namen »Wundertätige Medaille«. Nach dem Tod von Cathérine Labouré, die 1947 heiliggesprochen wurde, begannen die Wallfahrten in die Rue de Bac. Bis heute sind unzählige Millionen Medaillen an Gläubige in der ganzen Welt verteilt worden.