Die Viri probati
Lat. »bewährte Männer«; verheiratete Männer mit vorbildlicher Lebensweise, die in der lat. Kirche zu Diakonen, nicht jedoch zu Priestern geweiht werden können. »Die freie und unwiderrufliche Wahl des Zölibats ist und bleibt Voraussetzung für die Zulassung zur Priesterweihe in der Kirche des Westens«, heißt es dazu in einem 1967 veröffentlichten Lehrschreiben (»Sacerdotalis caelibatus«) von Papst Paul VI. Dennoch blieb der Zölibat und die Forderung nach Zulassung von »Viri probati« zur Priesterweihe in der Diskussion. Vor diesem Hintergrund berief der Papst vier Jahre später eine Bischofssynode zum Thema »Priesteramt« ein. Bei der Schlussabstimmung wies die Synode die Forderung nach den »Viri probati« zurück. Dieses Votum ist bis heute für die Kirche maßgebend.