Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung

Abk. KKV; Katholischer Sozialverband, 1877 als Katholisch Kaufmännische Vereinigung gegründet. Der KKV verstand sich zunächst als Standesorganisation für den kath. Kaufmannsstand in Deutschland. Gründungsinitiator ist der aus Alzey (Bistum Mainz) stammende spätere Domkapitular Dr. Friedrich Elz. Der Verband, der seit 1891 seinen Sitz in Essen hat, baute nach und nach für seine Mitglieder Selbsthilfeeinrichtungen (Stellenvermittlung, Krankenkasse, Angestellten- und Sterbegeldversicherung) sowie Einrichtungen der beruflichen Bildung und der Familienerholung auf. 1938 wurde der KKV wie viele andere kath. Verbände von den Nationalsozialisten verboten und erst 1947 wieder gegründet. Wegen der veränderten beruflichen Struktur der Mitglieder erfolgte 1965 die Umbenennung in »KKV – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung«. Gleichzeitig öffnete sich der Verband für Frauen. Zu den Mitgliedern zählen neben selbständigen Kaufleuten v. a. Handwerker, Angehörige freier Berufe und des öffentlichen Dienstes. Der KKV Bundesverband zählt nach eigenen Angaben fast 10.000 Mitglieder in rund 100 Ortsgemeinschaften.