Das Rauchzeichen
Anfang des 20. Jh. entstand der Brauch, der wartenden Bevölkerung durch aufsteigende Rauchschwaden zu signalisieren, ob eine Papstwahl (Konklave) erfolgreich war oder nicht. Bei erfolgreicher Wahl wurden die Stimmzettel mit trockenem Stroh verbrannt. Der weiße Rauch, der aus dem Rauchfang der Sixtinischen Kapelle aufstieg, kündete allen die frohe Botschaft: »Habemus papam«. Blieb die Wahl erfolglos, wurden die Zettel mit nassem Stroh verbrannt: Der Rauch war schwarz. Heute hilft man sich mit chemischen Mitteln, um die jeweilige Farbe zu erzeugen.