Die Inzensation
Begriffserklärung und Herkunft
Inzensation leitet sich vom lateinischen incensum = „Räucherwerk“ oder „Weihrauch“ ab. Gemeint ist das feierliche Beräuchern mit Weihrauch im Gottesdienst. Dabei wird Weihrauch auf glühende Kohlen im Weihrauchfass gelegt, sodass sich duftender Rauch entwickelt.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen wird die Inzensation wie in der gesamten katholischen Kirche vor allem bei feierlichen Gottesdiensten eingesetzt. Sie gehört insbesondere an Hochfesten, bei besonderen liturgischen Feiern und in Gottesdiensten mit ausgeprägter Festlichkeit zur liturgischen Praxis.
Rolle in der Liturgie
Inzensiert werden können unter anderem Altar, Kreuz, Evangeliar, Gaben, Zelebrant, weitere liturgische Dienste und die versammelte Gemeinde. Auch bei eucharistischer Anbetung, Prozessionen oder Begräbnisfeiern kann Weihrauch verwendet werden.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Der aufsteigende Weihrauch steht traditionell für das Gebet, das zu Gott emporsteigt. Zugleich ist die Inzensation ein Zeichen der Verehrung und Ehrung. Wenn auch Personen inzensiert werden, bringt dies ihre Würde als Teil der feiernden Gemeinde zum Ausdruck.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Lat. incensum = „Räucherwerk, Weihrauch“; Bezeichnung für das liturgische Beräuchern
- Funktion und Zweck: Ausdruck von Verehrung, Festlichkeit und Gebet
- Bedeutung im Bistum Essen: Vor allem Bestandteil feierlicher Gottesdienste und besonderer liturgischer Anlässe
- Liturgische Präsenz: Inzensation unter anderem von Altar, Kreuz, Evangeliar, Gaben, Zelebrant und Gemeinde
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Der aufsteigende Weihrauch gilt als Bild für das zu Gott emporsteigende Gebet