Die Ikone
Begriffserklärung und Herkunft
Der Begriff Ikone stammt vom griechischen eikón und bedeutet „Bild“ oder „Abbild“. Ikonen sind religiöse Bilddarstellungen, die vor allem in den orthodoxen und anderen Ostkirchen eine besondere Bedeutung besitzen. Traditionell handelt es sich häufig um auf Holz gemalte Tafelbilder, bei denen auch Goldgrund verwendet wird.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen können Ikonen in Kirchen, Kapellen, Ausstellungen oder im Zusammenhang mit ökumenischen Begegnungen und der Beschäftigung mit den Traditionen der Ostkirchen vorkommen. Sie machen eine Form christlicher Bildtradition sichtbar, die sich in Gestaltung und theologischer Bedeutung von vielen westkirchlichen Darstellungen unterscheidet.
Rolle in der Liturgie
In den Ostkirchen sind Ikonen eng in Gottesdienst und Kirchenraum eingebunden. Besonders prägend ist die Ikonostase, eine mit Ikonen versehene Bilderwand, die den Altarraum vom übrigen Kirchenraum trennt. Ikonen werden verehrt, etwa durch Verneigung, Kuss oder das Entzünden von Kerzen; die Verehrung gilt dabei nicht dem materiellen Bild selbst, sondern der dargestellten Person.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Ikonen zeigen vor allem Jesus Christus, Maria, Apostel, Heilige und biblische Szenen. Ihre Gestaltung folgt überlieferten Regeln für Motive, Farben, Formen und Malweise. In der ostkirchlichen Theologie wird die Ikone nicht lediglich als Illustration verstanden, sondern als sichtbarer Verweis auf die dargestellte heilige Wirklichkeit. Die theologische Bedeutung religiöser Bilder wurde insbesondere während des sogenannten Bilderstreits im 8. und 9. Jahrhundert intensiv diskutiert.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Griech. eikón = „Bild“ oder „Abbild“; religiöse Bildtradition mit besonderer Bedeutung in den Ostkirchen
- Funktion und Zweck: Darstellung und Verehrung von Christus, Maria, Aposteln, Heiligen und biblischen Szenen
- Bedeutung im Bistum Essen: Begegnung mit ostkirchlicher Spiritualität und Bildtradition, etwa in Kirchen und ökumenischen Zusammenhängen
- Liturgische Präsenz: Fester Bestandteil ostkirchlicher Kirchenräume und Gottesdienste, insbesondere auf der Ikonostase
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Traditionell häufig auf Holz gemalt; Gestaltung nach überlieferten Regeln und vielfach mit Goldgrund