Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria
Begriffserklärung und Herkunft
Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria wird am 8. Dezember gefeiert. Es erinnert an den katholischen Glauben, dass Maria vom ersten Augenblick ihres eigenen Lebens an durch die Gnade Gottes vor der Erbsünde bewahrt wurde. Die Unbefleckte Empfängnis bezieht sich also auf die Empfängnis Mariens und nicht auf die Empfängnis Jesu.
Verankerung im Bistum Essen
Auch im Bistum Essen wird das Hochfest am 8. Dezember gefeiert. Es fällt in die Adventszeit, behält aber als Hochfest seinen besonderen liturgischen Rang und stellt Maria und ihre besondere Rolle in der Heilsgeschichte in den Mittelpunkt.
Rolle in der Liturgie
Für das Hochfest sind eigene liturgische Texte vorgesehen. Obwohl es im Advent liegt, wird aufgrund seines Ranges das Gloria gesungen oder gesprochen. Die biblischen Lesungen stellen Maria in den Zusammenhang von Gottes Heilsplan und der Menschwerdung Jesu Christi.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Das Fest betont, dass Maria nach katholischem Glauben von Beginn ihres Lebens an in besonderer Weise von Gottes Gnade erfüllt war. Diese Glaubenslehre wurde 1854 von Papst Pius IX. als Dogma verkündet. Maria steht dabei nicht für sich allein, sondern ihre besondere Erwählung verweist auf Christus und das Heil, das nach christlichem Glauben durch ihn geschenkt wird.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Auch Unbefleckte Empfängnis Mariens genannt
- Termin: Jährlich am 8. Dezember
- Funktion und Zweck: Feier der Bewahrung Mariens vor der Erbsünde vom ersten Augenblick ihres Lebens an
- Bedeutung im Bistum Essen: Marienhochfest während der Adventszeit
- Liturgische Präsenz: Eigene Messtexte und Lesungen; Feier im Rang eines Hochfestes
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Häufige Verwechslung mit der jungfräulichen Empfängnis Jesu; tatsächlich bezieht sich das Fest auf Maria selbst
Siehe auch:Unbefleckte Empfängnis Mariens, Maria, Hochfest.