Die Handauflegung
Begriffserklärung und Herkunft
Die Handauflegung ist eine alte religiöse Segens- und Beauftragungsgeste. Bereits im Alten Testament wird sie bei Segnungen verwendet, etwa wenn Jakob Ephraim und Manasse segnet. Auch im Neuen Testament begegnet sie bei Jesus und in der frühen Kirche.
Verankerung im Bistum Essen
Im Bistum Essen wird die Handauflegung wie in der gesamten katholischen Kirche bei verschiedenen Sakramenten und Segenshandlungen verwendet. Sie gehört zu den besonders ausdrucksstarken Gesten kirchlicher Liturgie.
Rolle in der Liturgie
Die Handauflegung spielt vor allem bei Firmung und Weihen eine wichtige Rolle. Bei der Diakonen-, Priester- und Bischofsweihe gehört sie zu den zentralen Zeichen der Amtsübertragung. Auch bei anderen liturgischen Feiern und Segnungen kann sie vorkommen.
Spirituelle Dimension und Symbolik
Die Handauflegung steht für Segen, Beauftragung, Stärkung und die Bitte um den Heiligen Geist. Sie macht sichtbar, dass eine Person in besonderer Weise unter Gottes Schutz gestellt oder mit einem kirchlichen Auftrag betraut wird.
Kernaspekte im Überblick
- Name und Ursprung: Alte biblische Segens- und Beauftragungsgeste
- Funktion und Zweck: Segen, Stärkung und Übertragung kirchlicher Aufgaben
- Bedeutung im Bistum Essen: Bestandteil verschiedener Sakramente und Segenshandlungen
- Liturgische Präsenz: Besonders bei Firmung sowie Diakonen-, Priester- und Bischofsweihe
- Brauchtum und kulturelle Besonderheiten: Biblisch belegt und bis heute eine zentrale symbolische Geste der katholischen Liturgie